Salzburger Festspiele 1923

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1923 fanden keine Salzburger Festspiele statt.

Der Sommer in Salzburg

Alexander Prinz Thurn und Taxis hatte nach erfolgreichen Festspielen 1922 sein Amt als Präsident der Salzburger Festspielhaus-Gemeinde zurückgelegt. Er war die ewigen Streitereien innerhalb der Festspielhaus-Gemeinde müde. Der Wahl des neuen Festspielpräsidenten, Dr. Richard Strauss, waren schwierige Auseinandersetzungen vorangegangen. Und Max Reinhardt, der sich diesen Posten erhofft hatte, war enttäuscht.

Nachdem im Sommer 1922 die Grundsteinlegung zum Salzburger Festspielhaus im Schlosspark Hellbrunn erfolgt war, wurde heftige Kritik am Entwurf des Architekten Hans Poelzig laut. Die Festspielhaus-Gemeinde musste sich mehrmals verteidigen, dass nicht die Förderung der Kunst ihr Ziel sei, sondern die Förderung des Fremdenverkehrs. Dies war notwendig, die die Bevölkerung immer noch unter den Folgen des Ersten Weltkriegs zu leiden hatte und für Kunst und Musik wenig Verständnis zeigte, ja sich sogar ablehnend bis feindlich. Es kam zu Teuerungsdemonstrationen mit einem wahrnehmbaren Trend gegen die Festspiele.

Die Salzburger Vereinsleitung lehnte sich gegen die Bevormundung der Wiener Hauptvereinsleitung auf. Salzburg war stets dazu degradiert gewesen, die Wiener Entscheidungen in Salzburg zu exekutieren und alle Kalamitäten zu ertragen. Heinrich Damisch versuchte zwischen beiden Vereinsteilen auszugleichen, musste sich aber wegen seiner Augenerkrankung aus der Festspielhaus-Gemeinde zurückziehen.

All diese Umstände führten dazu, dass 1923 keine Salzburger Festspiele stattfanden. Max Reinhardt inszenierte lediglich das Schauspiel Der eingebildete Kranke von Jean Baptiste Molière zuerst im Schloss Leopoldskron, dann wurde die Aufführung noch einmal im Stadttheater aufgeführt.

Die Aufführung

1923: Aufführung von Molières Eingebildetem Kranken auf Schloss Leopoldskron. Das Ensemble um Regisseur Max Reinhardt war Egon Friedell, Hansi Niese, Raul Lange, Max Pallenberg, Kl. Stillmark, Alma Seidler, Nora Gregor und Luis Rainer.

Quellen


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