Salzburger Festspielhausgemeinde

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Die Salzburger Festspielhausgemeinde wurde am 1. August 1917 gegründet und gilt als Wegbereiter der Salzburger Festspiele.

Geschichte

Musikschriftsteller Prof. Heinrich Damisch, der bereits 1913 die "Wiener akademische Mozartgemeinde", die sich nach dem Zweiten Weltkrieg "Mozartgemeinde Wien" nannte, gegründet hatte, rief 1916 zunächst die Salzburger Festspielhaus-Gemeinde ins Leben.

Am 1. August 1917 gründete er gemeinsam mit Friedrich Gehmacher den Verein Salzburger Festspielhausgemeinde. Diese war zunächst Forum für Idealisten, die von einem Mozartfestspielhaus in Salzburg träumten, die in Kriegs- und Nachkriegszeit dafür Spenden auftrieben, die eine Zeitschrift herausgaben und erste Subventionen besorgten. Ab 1920 war sie Veranstalterin der Salzburger Festspiele. Das idealistische wie organisatorische Fundament dafür hatten Heinrich Damisch und Friedrich Gehmacher gelegt. Weil ihnen der Glamour der Künstler fehlte, werden sie nie als Gründerväter bezeichnet. Dieser Titel wird Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal, Franz Schalk und Richard Strauss zuerkannt, obwohl diese erst ein bis drei Jahre nach Gründung der Festspielhausgemeinde in deren Organisation eingebunden wurden, nämlich als Mitglieder des Kunstrats.

Die ersten Salzburger Festspiele wurden 1920 mit Hofmannsthals Schauspiel Jedermann auf dem Domplatz unter der Regie Max Reinhardts eröffnet. Heinrich Damisch legte nach seiner, durch einen Unfall hervorgerufene, völligen Erblindung den Direktoriumssitz 1923 zurück.

Quellen