Georg Anton Felix Graf von Arco

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Georg Anton Felix Graf von Arco (* 24. April 1705 Wien; † 2. September 1792 Salzburg), war höchfürstlich salzburgischer Geheimrat (seit 1733), Oberstkämmerer (1750-1786)[1] sowie Obersthofmeister (ab 1786)[2] und das Oberhaupt der Salzburger Arcos.

Leben

(Johann)[3] Georg Anton Felix war in jungen Jahren Salzburger Domherr. Er hatte die Aufschwörung am 9. März 1726 und resignierte sein Kanonikat, offenbar mit Blick auf seine bevorstehende Verehelichung, im Jänner 1728.

1727 erwarb er ein Gut mit Landsitz in Liefering, das nach ihm Grafengut genannt wurde (heute: Baldehof in der Lexengasse; nach seinem Tod wurde das Gut verkauft).[4]

Graf Arco diente fünf Fürsterzbischöfen:

Im fürsterzbischöflichen Dienst war er Oberstjägermeister, dann Oberststallmeister,[5] erst am 30. November 1750 wurde er zum Oberstkämmerer ernannt. 1786 stieg er, bereits 80-jährig, zum Obersthofmeister auf, übte dieses Amt aber nicht sehr lange aus.[6]

Familie

Georg Anton Felix war Sohn des Vinciguerra V. Grafen von Arco (* 1642; † 1721) und der Pulcheria Felicitas Gräfin von Thun.

Aus seiner ersten Ehe mit Maria Ernestina Gräfin von Khüenburg (* 10. Jänner 1705; † 31. August 1730) hatte er zumindest die Tochter

  • Josepha (* 11. Jänner 1730 Salzburg; † 1. Februar 1790 Olmütz, Mähren), verh. mit Graf Ludwig Ernst Podstatsky-Lichtenstein (* 1723; † 1793)[7].

In zweiter Ehe war er (17. April 1731) mit Maria Josepha Viktoria Gräfin von Hardegg (* 2. März 1710; † 31. Dezember 1775)[8] verheiratet, die ihm die folgenden Kinder schenkte:[9]

Die Arco und die Mozarts

Graf Arco und seine Gemahlin gehörten zu den Salzburger Gönnern und Förderern von Vater und Sohn Mozart. Gerne waren sie mit Empfehlungsschreiben dienlich. In Paris konnten die Mozarts bei der dort verheirateten Arco-Tochter nächtigen. Enkel Leopold nahm bei Leopold Mozart Unterricht.[11]

Quellen, Einzelnachweise

  1. Hochfürstlich-salzburgischer Hofkalender, oder Schematismus auf das Jahr … M.DCC.LXXVIII [1778]. Von Franz Mehofer, hochfürstlichem Truchseß und Kammerfourier.S. 13, 16, 19 und 80; … auf das Jahr … M.DCC.LXXXVI 1786. Von Franz Mehofer … . Insb. S. 16.
  2. Schematismus 1787, S. 75.
  3. Johann Riedl, Salzburg's Domherren. Von 1514-1806, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 7, 1867, S. 122-278, hier: S. 129 (Nr. 8) - nennt die Vornamen Johann Georg Anton.
  4. Otmar Weber, Mit der Freude an Geschichte(n), 4. Teil: Der Baldehof. In: Lieferinger PostNr. 1/05 (2005) S. 5. Vgl. auch den Artikel Grafenweg.
  5. Franz Karl Wissgrill, Karl von Odelga: Schauplatz des landsässigen nieder-oesterreichischen Adels ... (Wien 1800), Vierter Band, S. 139.
  6. Im Schematismus für 1789 scheint er nicht mehr auf.
  7. Ancestors of Graf Jan Josef IV Dobrzenský z Dobrzenicz, Nr.n 208, 209, 418, 419; genealogy.euweb.cz/arco.
  8. Wissgrill/Odelga aaO.
  9. geneall.net > Georg Anton Felix, Graf von Arco; genealogy.euweb.cz/arco
  10. Riedl aaO S. 126 und Aufschwörungsstammbaum Nr. 5.
  11. Ruth Halliwell: The Mozart family: four lives in a social context (Oxford University Press, 1998, ISBN 0198163711, 9780198163718), S. 204 f: Graphik „Some interrelationships among the Firmian, Lodron and Arco families in Salzburg”.