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Alexandra Meissnitzer

Alexandra Meissnitzer am red carpet des Filmball Vienna im Rathaus in Wien, 2015
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Alexandra Meissnitzer
Alexandra Meissnitzer (* 18. Juni 1973 in Abtenau im Lammertal) ist eine erfolgreiche ehemalige Salzburger Skirennläuferin.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Ihren ersten großen Erfolg feierte sie mit zehn Jahren, als sie österreichische Schülermeisterin im Riesentorlauf wurde. 1991 beendete die sympathische Tennengauerin die Ski-Handelsschule in Schladming und bestritt ihr erstes Weltcup-Rennen am 7. Dezember 1991 im Super-G von Santa Caterina (ITA), in dem sie als 28. ihre ersten Weltcuppunkte holte. In diesem Winter wurde sie auch überlegene Europacup-Siegerin.

Ein schwerer Sturz bei der Abfahrt in Vail (USA) warf sie 1993 in ihrem Aufstieg zurück. Es dauerte auf den Tag genau vier Jahre, bis sie in Val d'Isere (FRA) erstmals auf dem Podium stand - und das gleich als Siegerin, wieder in einem Super-G. In der Saison 1996 folgten noch sechs weitere Podiumsplatzierungen, ein Kunststück, das ihr auch im folgenden Jahr gelang. 1999 sollte dann zum erfolgreichsten Jahr der Alexandra Meissnitzer im Weltcup werden: Acht Siege, drei zweite Plätze und zwei dritte Plätze ermöglichten ihr den Gewinn des Gesamtweltcups, sowie der kleinen Kristallkugeln im Super-G und im Riesentorlauf. In der Abfahrtswertung wurde sie Zweite.

Bei einem folgenschwerer Sturz im Super-G-Training in Lake Louise Ende 1999 erlitt die Abtenauerin einen Kreuzbandriss: die Saison für die Salzburgerin gelaufen. Alexandra Meissnitzer nutzte die Pause um ihre Ausbildung zu beenden: am 17. Mai 2000 wurde sie in der Schulungsabteilung Großgmain als "Inspektorin der Bundesgendarmerie" ausgemustert.

Im Herbst 2000 musste sich Alexandra Meissnitzer erneut einer Knieoperation unterziehen. Ab 2002 war sie dann aber wieder für Spitzenplätze, vor allem in ihrer Lieblingsdisziplin Super-G und in der Abfahrt gut. 2004 stand sie im Super-G von Megeve (FRA) erstmals nach ihrem Gesamtweltcupsieg wieder ganz oben auf einem Siegertreppchen, ihr bislang letzter Sieg datiert vom 4. Dezember 2005, natürlich im Super-G von Lake Louise. Ein Monat später stand sie am 15. Jänner 2006 im Super-G von Bad Kleinkirchheim als Zweite zum letzten Mal auf einem Podest. Im Super-G Weltcup reichte es zu Platz zwei hinter Michaela Dorfmeister.

In der Saison 2007 waren drei vierte Plätze im Super-G und ein sechster Platz in der Abfahrt ihre besten Resultate. Am Ende der Saison erklärte sie, noch eine Saison - ihre 17. im Weltcup - anhängen zu wollen. In 310 Weltcupstarts landete Meissnitzer insgesamt 44 Mal auf dem Podium der ersten Drei, das letzte Mal bei ihrem Abschiedsrennen am 13. März 2008, wo sie im Super-G von Bormio Rang 3 belegte. Sie feierte 14 Weltcup-Siege.

Bei einem großen Abschiedsfest mit 2500 Gästen in Abtenau bedankte sich Alexandra Meissnitzer am 19. April 2008 bei ihren Mitstreitern, Trainern, Kolleginnen und Fans für die langjährige Unterstützung.

Großereignisse

1994 durfte Alexandra Meissnitzer erstmals bei einem Großereignis starten: als Ersatzfrau für Monika Meierhofer kam sie im Olympia-RTL von Lillehammer zum Einsatz, schied dort aber aus. Ihre ersten WM Einsätze in der Sierra Nevada und in Sestriere waren überschattet von dummen Verletzungen - in Spanien riss sie sich beim Treppensteigen das Seitenband ein - und schlechten Resultaten.

Bei der Olympiade in Nagano (JAP) konnte sie erstmals ihr Potential ausschöpfen und mit Bronze im Super-G und Silber im Riesentorlauf zwei Medaillen einheimsen. Ein Jahr später in Vail (USA) folgte auch der Durchbruch bei Weltmeisterschaften: am 3. Februar 1999 krönte sie sich zur Super-G Weltmeisterin, am 11. Februar dann noch zur Riesenslalom Weltmeisterin. Dazwischen war sie in der Abfahrt als viertbeste Österreicherin Vierte geworden und um 10 Hundertstel am Podium vorbeigeschrammt.

Zwei vierte Plätze waren auch die Ausbeute der Olympischen Spiele von Salt Lake City 2002 (USA), bei der WM in St. Moritz holte sie Silber in der Abfahrt. Die WM in Bormio 2005 geriet wieder zum Desaster, aber bei den Olympische Spielen von Turin (ITA) gewann sie am 20. Februar 2006 noch einmal Bronze im Super-G. Bei der WM in Aare 2007 belegte sie im Super-G den 8. Rang.

Ehrungen

1998 und 1999 wurde Alexandra Meissnitzer zu Salzburgs Sportlerin des Jahres gewählt. 2017 wurde sie bei der Leonidas Sportgala für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Erfolge

  • 1x Silber bei Olympia 1998 (Nagano)
  • 2x Bronze bei Olympia 1998 und 2006 (Turin)
  • 2x Weltmeisterin 1999 (Vail)
  • 1x Vize-Weltmeisterin 2003 (St. Moritz)
  • 1x Weltcup-Gesamtsiegerin 1999
  • 1x Disziplinenwertung Riesentorlauf 1999
  • 1x Disziplinenwertung Super-G 1999
  • 14 Siege im Weltcup
  • 44 Podestplatzierungen im Weltcup
  • Silber und Bronze bei der Junioren-Weltmeisterschaft 1992 (Marburg)

Bilder

 Alexandra Meissnitzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

  • FIS Homepage
  • Salzburger Nachrichten

Weblinks