Bildhauerschule Hallein

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Die Bildhauerschule Hallein ist eine vierjährige Fachschule für Kunsthandwerk und Design.

Allgemeines

Die Bildhauerschule ist Teil der Höheren Technischen Bundeslehranstalt in Hallein und gehört zur Abteilung Kunst und Design.

Ziel der Ausbildung ist eine Abschlussprüfung, die gesetzlich der Lehrabschlussprüfung (Gesellenprüfung) gleichgestellt ist.

Die 14- bis 18-jährigen Schülerinnen und Schüler erhalten ihre Bildhauerausbildung im Umgang mit Holz, Naturstein, Metall, Gips, Beton, Kunststoff und Ton. Auch die Bereiche Malerei, Grafik, Schriftgestaltung und Mediendesign sind im Lehrplan vorgesehen.

Geschichte

Anfänge

Bereits 1843 wurde zwischen der Saline Hallein und dem k.k. Kreiskommissär bezüglich eines Schnitzkurses für schulentlassene Kinder von Bergknappen verhandelt. Der Bildhauer Wilhelm Schönhut war 1870 der erste Lehrer der neu gegründeten Schule, der heutigen HTL Hallein. Damals wurden in diesem Jahr 23 Schüler im heutigen Adlharthaus unterrichtet.

Meisterklasse

Seit Herbst 2015 bietet die HTL Hallein eine Vorbereitungsklasse für die Bildhauermeisterprüfung an, die Ausbildungsdauer beträgt zwei Semester. Ein erfolgreicher Abschluss der Meisterklasse berechtigt die AbsolventInnen zum Ablegen der Meisterprüfung.

Lehrkräfte der Bildhauerei 1871–2012

Namensliste mit Dauer der Lehrtätigkeit an der Bildhauerei

Gilbert and George

Gilbert Prousch ist wohl der bekannteste ehemalige Schüler der Bildhauerschule Hallein, er besuchte im Schuljahr 1960/61 die erste Klasse Bildhauerei. Weltruhm erlangte Gilbert als "Gilbert and George" (Konzeptuelle Kunst - conceptual art), er lebt und arbeitet in London.

Weblinks

Quellen

  • "Festschrift 125 Jahre Fachschulen in Hallein" Juni 1996
  • Homepage der HTL Hallein
  • Schermaier, Josef: Fachschulen in Österreich - Schulen der Facharbeiterausbildung. Die Fachschulen für einzelne gewerbliche Zweige. Ein Beitrag zur Geschichte und Gegenwart des berufsbildenden mittleren Schulwesens in Österreich.. Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang, 2009. ISBN 978-3-631-58651-8. S. 163 ff.