Gemeinde Haiden

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Die Gemeinde Haiden (auch Heide geschrieben) war bis zur Eingemeindung in die Marktgemeinde Tamsweg eine selbständige Ortsgemeinde.

Geschichte

In der Gemeinde beim Kämpfergut und in der Ortschaft Traning gab es Schwefelheilquellen.

Am 27. Juli 1893 entlud sich ein heftiges über den Gemeinden Haiden und Sauerfeld. Dabei hagelte es gut haselnussgroße Schlossen, die einen großen Teil der Ernte vernichteten.[1]

Am 27. September im selben Jahr fing gegen 13:15 Uhr die Tenne des Veitbauers Simon Krump in Refling Feuer. Das Wohngebäude und Stallungen, die größtenteils aus Holz waren, brannten bis auf das Mauerwerk ab. Krump, der am Feld war, eilte herbei und konnte nur noch seine 1¼jährige Tochter Katharina, die in einer Kammer schlief, und das Vieh aus dem bereits brennenden Stall retten.[2]

Ende Juli 1907 ist wieder ein schweres Unwetter mit großen Schäden und der Vernichtung der gesamten Ernte vermerkt.[3]

Am 18. Oktober 1917 musste sich der in Haiden geborene Knecht Gappmaier vor Gericht verantworten. Als er als am 27. Juli des Jahres eine Rehgais wilderte, wurde er vom gräfl. Fürstenstein'schen Jäger Peter Bauer gestellt. Als dieser den Wilderer aufforderte, seine Flinte niederzulegen, dieser der Aufforderung nicht folgte, kam es zu einem Gerangel, aus dem der Jäger siegreich hervorging. Gappmaier wurde zu sechs Wochen strengen Arrest verurteilt.[4]

Der 36-jährige Landwirt Matthias Gappmaier aus Traning wollte am 5. Februar 1936 zu einer Gerichtsverhandlung in die Stadt Salzburg. Da der Raupenschlepper (Anm.: ein zu jener Zeit im Winter den Postverkehr über den Radstädter Tauern durchführendes Raupenfahrzeug) nicht verkehrte, wollte Gappmaier zu Fuß (!) nach Salzburg gehen. Im hohen Schnee am Tauern musste der Landwirt erschöpft aufgeben und wurde von Gendarmen nach Radstadt gebracht.[5]

Kuriosum Volkszählung 1870

Bei einer Volkszählung 1870 wurden 242 Einwohner gezählt, wobei sich folgendes Unikum ergab: 121 Individuen männlichen und 121 Individuen weiblichen Geschlechts wurden gezählt. Darunter ledig 90 männlich und 90 weiblich, verehelicht 26 männlich und 26 weiblich, verwitwet fünf männlich und fünf weiblich und schließlich gab es 31 Kinder männlichen und 31 Kinder weiblichen Geschlechts unter 14 Jahren.[6]

Bürgermeister der Gemeinde Haiden

Hauptartikel Bürgermeister der Gemeinde Haiden
  • Siedler, um 1924

Ehrenbürger der Gemeinde Haiden

Hauptartikel Ehrenbürger der Gemeinde Haiden

Töchter und Söhne der Gemeinde Haiden

Hauptartikel Töchter und Söhne der Gemeinde Haiden

Fußnoten

  1. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 27. Juli 1893, Seite 3
  2. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 3. Oktober 1893, Seite 2 und 3
  3. Quelle ANNO, Volksfreund, Ausgabe vom 3. August 1907, Seite 3
  4. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 19. Oktober 1917, Seite 4
  5. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 6. Februar 1936, Seite 8
  6. Quelle ANNO, Fremden-Blatt, Ausgabe vom 14. April 1870, Seite 26
Gemeinden, die nicht mehr als eigenständige Gemeinden im Land Salzburg existieren

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