Flugzeugabstürze

Aus Salzburgwiki
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Auch im Luftraum über dem Bundesland Salzburg gab und gibt es immer wieder Flugzeugabstürze.

Einleitung

Der Luftraum über dem Bundesland Salzburg ist bisher von großen Luftverkehrsunglücken verschont geblieben. Allerdings geschahen und geschehen immer wieder Unglücke mit kleineren Maschinen, sowohl im Bereich des Salzburg Airport W. A. Mozart als auch auf den Flugplätzen Mauterndorf und Zell am See.

Die Ereignisse im Salzburger Luftraum

1988

Am 26. Oktober 1988 kam es im Luftraum über Salzburg zu einer Kollision zweier Flugzeuge. Eine Cessna Citation startete mit zwei Personen an Bord auf der Piste 34 mit Ziel Innsbruck. Auf Grund der tief stehenden Sonne übersah der Pilot in 400 m Höhe eine einmotorige Cessna, die mit einem Fallschirmspringer unterwegs war. Alle vier Beteiligten Personen kamen bei diesem Unglück ums Leben.

2006

Im Dezember 2006 streifte ein Motorsegel beim Start am Flugplatz Zell am See einen Hangar und stürzt ein. Die beiden Insassen wurden eingeklemmt, eine Person war schwer verletzt.

2007

Am 5. März 2007 stießen im Bereich der Schmittenhöhe bei Zell am See im Pinzgau ein mit sieben Personen besetzter Transporthubschrauber aus der Schweiz mit einem Sportflugzeug in der Luft zusammen. Alle acht Personen kamen ums Leben.

2011

Am 5. Mai 2011 kamen im Ortsgebiet von Leogang im Pinzgau der Pilot (47) und eine Insassin (60) beim Absturz eines Ultralight-Flugzeugs des Typs Pioneer 200 ums Leben. Der Absturz ereignete sich am Grießenpass (967 m ü. A.). Dabei streifte die Maschine nach Turbulenzen mehrere Baumwipfel, trudelte noch 150 m weiter, wo es zunächst in die Oberleitung der Westbahn geriet und abstürzte. Das Flugzeug ging sofort in Flammen auf.

Am 6. Juli 2011 wurden bei einem Absturz neben der Taurachbahn im Bereich von Mauterndorf im Lungau der Pilot (68) und sein Begleiter (25) aus Deutschland schwer verletzt.

Am 20. August 2011 stürzte ein einmotoriges Sportflugzeug kurz nach dem Start vom Flugplatz Mauterndorf ab. Dabei starben der 65-jährige Betriebsleiter des Flugplatzes, Wilhelm Huber aus Mariapfarr und ein 50jähriger Deutscher, der mit Huber auf einem Platzeinschulungsflug unterwegs gewesen war, ums Leben.

Am 28. August 2011 stießen zwei Flugzeuge, die sich gleichzeitig im Landeanflug auf den Flugplatz Zell am See befanden, etwa 250 Meter von der Landepiste entfernt, in einer Höhe von etwa 40 bis 50 Metern in der Luft zusammen. Der Pilot des motorisierten Segelflugzeugs und der Pilot einer Cessna 150 dürften sich gegenseitig nicht gesehen haben. Alle vier Insassen kamen bei diesem Absturz ums Leben. Wie Untersuchungen ergaben, befand sich der 31-jährige Pilot aus Tirol, der das Motorflugzeug gesteuert hatte, unter Drogeneinfluss. Wie Edith Tutsch-Bauer, Leiterin der Gerichtsmedizin Salzburg gegenüber der APA in einen entsprechenden Medienbericht am 23. September 2011 bestätigte, wurde Cannabis im Blut des Piloten festgestellt. Der Drogenkonsum habe die Aufmerksamkeit, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit eingeschränkt.

2016
Piper Warrior III Absturz in Zell am See

Am Sonntag, dem 10. Juli 2016, stürzte um ca. 19:00 Uhr ein Kleinflugzeug (Piper Warrior III) nach dem Start vom Flugplatz Zell am See ab, schlitterte über ein Feld, wurde vom Bruckbergkanal abgebremst und kam rund 1000 Meter östlich des Flugfeldes am Rand des Radweges zum Stillstand. Der Motorblock fing Feuer, dieses wurde jedoch rasch gelöscht. Der Pilot und die Passagiere wurden eingeklemmt, konnten jedoch geborgen werden. Alle vier Personen überlebten den Absturz teils schwer verletzt und wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Ursache für das Unglück, das angesichts des unmittelbar vor dem Radweg, der B 311 und der Westbahntrasse, zum Stillstand gekommenen Flugzeuges noch ganz andere Folgen hätte haben können, ist derzeit - ein Tag nach dem Absturz - noch unbekannt.

Salzburger, die im Ausland bei Abstürzen ums Leben kamen

Am 2. Oktober 1971 verlor die Vickers Vanguard (G-APEC) der British European Airways auf dem Flug 706 von London nach Salzburg über Belgien aufgrund von unerkannter Korrosion beide Höhenleitwerksflächen. Die Maschine war danach unsteuerbar und stürzte mit dem Bug voran senkrecht vom Himmel. Alle 63 Insassen wurden getötet. Unter den Toten waren auch der österreichische Rechtsphilosoph und Politologe Dr. René Marcic und seine Gemahlin Blanka.

Quellen

  • www.salzburg.com, abgefragt am 23. September 2011
  • SN, Lokalteil, S. 5, 2016-07-11.