Johannes Nepomuk

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Nepomuk als Schüler bei den Zisterziensern (Fresko aus dem 18. Jh. im Stift Rein, Steiermark)
Eine Johannes-Nepomuk-Darstellung im Hof vor der Stiftsbäckerei St. Peter der Benediktiner-Erzabtei St. Peter in der Stadt Salzburg.
Johannes Nepomuk-Statue(1744) von A. Pfaffinger am Südufer des Leopoldskroner Weihers

Johannes Nepomuk (* um 1345 in Pomuk bei Pilsen, heute Nepomuk bei Plzen in Tschechien; † 20. März 1393 in der Moldau in Prag) war Priester, Märtyrer und wurde heilig gesprochen.

Legende und Wahrheit

Johannes wurde der Überlieferung nach Beichtvater der Königin. König Wenzel wollte daraufhin Johannes zwingen, ihm zu erzählen, was die Königin gebeichtet hatte, also das Beichtgeheimnis brechen. Johannes weigerte sich aber, woraufhin er gefoltert und in die Moldau geworfen wurde. Durch ein Wunder wurde der Tote geborgen. Eine Version berichtet, dass die Moldau austrocknete und man daher seine Leiche fand. In einer anderen Version hatte die Königin eine Erscheinung von fünf Sternen, die den Fundort offenbarten. Diese fünf Sterne stehen für die fünf Buchstaben von "tacui", "ich habe geschwiegen".

So konnte Johannes beigesetzt werden und eine Marmorplatte an der Karlsbrücke in Prag zeigt noch heute den angeblichen Fundort.

Historisch belegt ist jedoch, dass Johannes in den Auseinandersetzungen zwischen König Wenzel und dem Prager Erzbischof Jenzenstein sein Martyrium erlitt. Der Erzbischof widerstand dem Plan des Königs, ein westböhmisches Bistum zu gründen, wofür er das Vermögen des Klosters Kladrau (Kladruby) verwenden sollte durch die Ernennung eines neuen Abt für das Kloster. Diesen sollte Johannes als Generalvikar bestätigen. Weil sich beide aber diesem Plan widersetzten, wurden sie und zwei weitere Beamte verhaftet. Den Erzbischof gelang die Flucht, Johannes wurde gefoltert, vom König selbst mit Pechfackeln gebrannt, durch die Straßen geschleift und dann in der Moldau ertränkt.

Obwohl die Legende von dem Märtyrer des Beichtgeheimnisses, dem von König Wenzel 1393 in der Moldau ertränkten Präger Generalvikar Johannes, erst im 17. Jahrhundert entstand, wurde er zu Beginn des 18. Jahrhunderts heilig gesprochen und galt zuerst als Brückenheiliger, dann aber als Patron der Schiffer.

Salzburgbezug

Seine Verehrung führte in Salzburg der aus böhmischem Geschlecht stammende Fürsterzbischof Franz Anton Fürst Harrach ein (1720 Statue an der Oberndorfer Brücke, 1726 Johannes-von-Nepomuk-Kapelle im Schloss Mirabell). Sein Nachfolger, Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian, errichtete Nepomukstatuen an der Stadtbrücke in Salzburg, an der Plainbrücke und am Leopoldskroner Weiher und auch am Schifferplatz in Hallein.[1]

Nepomuk-Statue und andere Nepomuk-Denkmäler in Salzburg

Bilder

 Johannes Nepomuk – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

  • Quelle ist der Originalartikel, der ursprünglich von einem nun anonymen Benutzer als erster Bearbeiter erstellt wurde. Näheres siehe hier;

Einzelnachweis

  1. ANNO, Volksfreund, 22. Juni 1912, Seite 3