Alois Dürlinger

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Alois Dürlinger

Mag. theol. Alois Rupert Dürlinger (* 14. Mai 1958) ist Pfarrer und Leiter des Pfarrverbandes Salzburg-Süd mit den Pfarren Gneis, Herrnau, Morzg und Nonntal. Seit Herbst 2015 ist er auch Flüchtlingspfarrer der Erzdiözese.

Leben

Kindheit

Dürlinger wuchs auf dem Unterbergerhof im Pinzgauer Piesendorf in einer Bauernfamilie mit elf Kindern auf.

Geistliche Laufbahn

Die Spiritualität des Hl. Ignatius von Loyola begleitet ihn seit der Studienzeit an den Jesuitenuniversitäten in Rom und Innsbruck. Seine Weihe zum Priester erhielt Dürlinger am 2. Juli 1988 im Salzburger Dom. Seine Primiz feierte er am 17. Juli 1988 in Piesendorf.

Er war Kooperator in Bischofshofen, daneben Provisor in Mühlbach, Pfarrprovisor (ab 1992) und Pfarrer (ab 1993) in Großarl und Hüttschlag, danach in Maria Alm und Hinterthal, davon ein Jahr auch Provisor in Dienten.

Er hat auch eine Ausbildung zur Notfallseelsorge und stellt sich dem Roten Kreuz in der Krisenintervention zur Verfügung.

2008 nahm er seine Tätigkeit in dem Pfarren Goldegg und St. Veit auf. Er ist sehr gern unter Menschen, und ganz wichtig ist ihm ein reges Pfarrleben.

2013 war er bei der Großglockner-Wallfahrt der Wallfahrtspfarrer.

Aus Anlass der Flüchtlingswelle des Herbstes 2015 ernannte ihn der Erzbischof zum "Assistenten und Sprecher in Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten", kurz: zum "Flüchtlingspfarrer".[1]

Seit dem 6. März 2017 war er auch Regionaldechant für das Regionaldekanat Lungau, Pinzgau, Pongau.[2]

Seit 1. September 2018 ist er auch Pfarrprovisor von Salzburg-Morzg. Zusätzlich wurde er zum Referenten für das Projekt „Armut in der Stadt“ bestellt.

Seit 1. September 2019 betreut er als Pfarrprovisor auch die Pfarren Salzburg-Gneis, Salzburg-Herrnau und Salzburg-Nonntal und ist Leiter des Pfarrverbandes Salzburg-Süd mit Sitz in der Stadtpfarre Salzburg-Herrnau.

Pferdezüchter

Stand 2015

Neben seiner pfarrlichen Tätigkeit widmet sich Dürlinger seinen beiden Norikerpferden Stern und Romy. Mehrere Stuten und zwei Deckhengste hat Dürlinger in 18 Jahren gezüchtet. Stern I, die zwölf Fohlen geboren hatte, verendete im Herbst 2012. Die zwei Stuten verbringen die Sommer auf der 1 700 m ü. A. hoch gelegenen Großwildalm in Großarl.

Seine Leidenschaft für Pferde. die ihm den Beinamen „Pongauer Rosspfarrer“ verschaffte, scheint in der Familie zu liegen. Sein Großvater Josef war leidenschaftlicher Pferdezüchter, und der Unterbergerhof hatte den Beinamen "Rosshimmel".

Den Pfarrer trifft man häufig bei der Zuchtviehversteigerung in Maishofen und im Wald. Er ist auch Jäger.

Fünf bis sieben Dreikönigsreitergruppen wurden von ihm gegründet.

Ostern und Osterkerzen

Osterkerzensammlung von Pfarrer Mag. theol. Alois Dürlinger, aufgestellt zu Ostern 2021 in der Pfarrkirche zur hl. Erentrudis, Salzburg-Herrnau.

Eigentlich sei er kein Sammlertyp, sagt Pfarrer Alois Dürlinger. Bis auf eine Ausnahme: Osterkerzen. „Ich bin vor 29 Jahren zu Beginn meiner Pfarrerjahre im Großarltal auf die Idee gekommen, ich könnte sie behalten, als eine Art sichtbare Chronik meiner Tätigkeit.“ Mit jedem Wechsel des Dienstortes habe er vieles zurückgelassen. Die Osterkerzen seien jedoch stets mitübersiedelt. Eingewickelt in Papier und in Kartons verpackt traten sie zuletzt 2019 die Reise von St. Veit in die Stadt Salzburg an, wo Dürlinger den Pfarrverband Salzburg-Süd mit den Pfarren Morzg, Gneis, Nonntal und Herrnau leitet – eine Kerze eine pro Pfarre und Jahr. Zumeist waren es Werke kunstbegabter Pfarrkinder.

67 Osterkerzen hat Dürlinger bisher (Stand Ostern 2021) entzündet. „Ich habe die Kerzen immer im Eingangsbereich des Pfarrhofs aufgestellt, hier in Salzburg haben sie noch keinen fixen Platz, aber ich könnte mir vorstellen, ihnen in einer der Krypten in der Pfarrkirche Nonntal oder Herrnau einen würdigen Platz zu geben.

In vielen Pfarren komme die Osterkerze nach den Feiertagen neben das Taufbecken, die Taufkerze werde immer an der Osterkerze entzündet. Auch die Verstorbenen werden, so Dürlinger, in das Licht der Osterkerze hinein verabschiedet. Diese kann auch als Mahnung an den Prediger dienen: „Mein Predigtlehrer in Innsbruck hat gesagt, man soll als Prediger das Evangelium so lange kauen, bis es einen österlichen Geschmack bekommt, und wenn man einen solchen nicht findet, hält man besser den Mund.

Unvergessen ist die Osterkerze aus St. Veit aus dem Jahr 2016. Sie erregte im ganzen Bundesland Aufsehen und brachte Dürlinger Zustimmung, aber auch Kritik ein. „Das waren die turbulentesten Ostern meines Lebens“, sagt er. Am Höhepunkt der Flüchtlingswelle hatte Dürlinger die Kerze als Zeichen seines Protests gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung mit Stacheldraht umwickelt. Zudem hatte er als Aufwecksignal am Karfreitag die Glocken geläutet, die an diesem Tag eigentlich zu schweigen hatten – und löste damit bei vielen Gläubigen einen Sturm der Entrüstung aus. „Ich wurde wüst beschimpft, aber ich würde es wieder tun, Kritik kann mich nicht vom Weg abbringen.

Quellen

  • Effenberger, Max: Heimatbuch Piesendorf. Gemeinde Piesendorf 1990, S. 288.
  • Pfarre Goldegg: Der Pfarrer (Seite war bei einer Kontrolle am 2. April 2021 nicht mehr abrufbar)
  • Pfarrverband Salzburg-Mitte
  • Salzburgwiki-Einträge

Einzelnachweise

  1. Salzburger Nachrichten, 17. Oktober 2015, Lokalteil, S. 14 f
  2. Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg, Jg. 2017, S. 32
Zeitfolge
Vorgänger


Leiter des Pfarrverbandes Salzburg-Süd
seit 2019
Nachfolger


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Thomas Kunnappallil

Pfarrer von Salzburg‑Nonntal
seit 2019
Nachfolger


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Joachim Selka

Pfarrprovisor von Salzburg-Herrnau
seit 2019
Nachfolger


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Peter Zeiner

Pfarrprovisor von Salzburg-Gneis
seit 2019
Nachfolger


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Peter Zeiner

Pfarrprovisor von Salzburg-Morzg
seit 2018
Nachfolger


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Roland Rasser

Regionaldechant für den Lungau, Pinzgau und Pongau
2017–2019?
Nachfolger

Theodor Mairhofer

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Vorgänger

Sebastian Kitzbichler

Pfarrer von Maria Alm
2001–2008
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Ludwig Angerer

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