Kast von Ebelsberg

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Die Familie Kast von Ebelsberg ist oder war eine österreichische Adelsfamilie, die von 1895? bis 19xx die dem Mirabellgarten benachbarte und nach ihr benannte Villa Kast besaß.

Die Kasts und die Kast-Villa in der Stadt Salzburg

Theodorich Freiherr Kast von Ebelsberg (* 12. Juni 1858 Nedelischt, tschechisch Neděliště in Böhmen; † 4. August 1931 in Prag) und seine Gemahlin Therese geborene Gräfin von Rechberg und Rothenlöwen (* 1865 Wien; † 1936 Mnisek, tschechisch Mníšek pod Brdy, Böhmen) übernahmen die Villa beim Mirabellgarten aus dem Nachlass des Erbauers Maximilian Karl Graf O'Donell von Tyrconell (* 1812; † 1895).

Die Kasts stammten von einem Hausangestellten des österreichischen Außenministers und Staatskanzlers (1809-1848) Klemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich (* 1773; † 1859) ab.[1]

Der Umstand, dass sie aus Würzburg in die toskanische Hauptstadt Florenz kamen (aber nicht dort blieben), lässt daran denken, dass Stammvater Philipp Kast zum Hofstaat Ferdinands III. von Toskana (* 1769; † 1824) gehörte, der ja (1803 bis 1805 Kurfürst von Salzburg,) 1806 bis 1814 Großherzog von Würzburg und anschließend bis 1824 Großherzog von Toskana war.

Welche Beziehungen den Weg zum Erwerb der Villa beim Mirabellgarten seitens der vorher in Salzburg nicht verankerten Kasts bereitet haben mögen, ist spekulativ –

  • Alois Graf von Rechberg, der Vater der Baronin Rechberg, war am 28. Jänner 1877 in Salzburg gestorben; er war von 1860 an ein Adjutant Kaiser Franz Josephs gewesen[1] und mag Graf O’Donell, der seinerseits bis 1859 Adjutant des Kaisers gewesen war, gekannt haben.
  • Auffällig ist auch der Bezug der Familien zu Großbritannien, indem sowohl die Großmutter des Barons (Marianne Esdaile verh. Freiin Kast von Ebelsberg) als auch die der Baronin (Lady Barbara Jones verheiratete Gräfin von Rechberg und Rothenlöwen zu Hohenrechberg)[2] Engländerinnen waren und Graf O’Donell immerhin entfernter irischer Abstammung war.

Genealogie

Seit 1974 gehört Schloss Ebelsberg Baron Llewellyn Kast (* um 1926) – vielleicht ein Enkel Theodorichs –, der mit seinen drei Töchtern in Buenos Aires (Argentinien) lebt.

Quellen

  1. 1,0 1,1 Peter Broucek, Ein General im Zwielicht: die Erinnerungen Edmund Glaises von Horstenau (Wien/Koln/Graz: Böhlau 1980). ISBN 3205087402. S. 166.
  2. Vgl. die Rechberg-Genealogie auf genealogy.euweb.cz.
  3. Genealogie nach „The Ancestors of Franziska Freiin Kast von Ebelsberg (1828-1902)“, http://www.wargs.com/royal/kast.html, gestützt auf Samuel C. Dotson, Genealogie des Fürstlichen Hauses Liechtenstein [Falköping: Rosvall, 2003], S. 119-131; punktuell ergänzt aus http://www.schloss-ebelsberg.at/index.php?id=14&L=1.
  4. Johanna Kast von Ebelsberg auf gw4.geneanet.org.
  5. http://www.geneall.net/D/per_page.php?id=1745698
  6. http://www.geneall.net/D/per_page.php?id=1906934
  7. http://www.schloss-ebelsberg.at/index.php?id=14&L=1