Salzburgleitung

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Der Verlauf der Salzburgleitung wie er im Herbst 2012 feststand.
380 KV-Leitung in Ursprung.
Leitung bei Ursprung in Elixhausen.
220 KV-Leitung durch das Ortsgebiet von Eugendorf.
380 KV-Leitung in Kaprun.

Als Salzburgleitung wird die 380-kV-Freileitung von St. Peter am Hart (Oberösterreich, Innviertel) bis zum Umspannwerk Tauern Salzburg, Pinzgau) bezeichnet.

Beschreibung

Die Salzburgleitung ist als Teilstück des 380 KV-Übertragungsnetzes konzipiert. Sie soll einen doppelten Nutzen erfüllen. Einerseits als Element der Energieversorgung Österreichs, anderseits als leistungsfähige "merchant line" zum Transfer großer Strommengen zwischen den Windstrom- und Photovoltaikproduzenten im norddeutschen Raum und dem Pumpspeicherkraftwerkskomplex Kaprun (als Teil des europäischen TEN-Energienetzes). Letztere Aufgabe umfasst laut Vorschrift der Europischen Union mindestens 70 Prozent der transportierten Strommenge. Die zu geringe Kapazität der bestehenden, teilweise 60 Jahre alten Leitungen führt beim Stromtransfer zu erheblichen Problemen. Diese haben sich im Zuge der Energiewende erheblich verstärkt. Erbauer ist die Austrian Power Grid AG (APG), ein Tochterunternehmen der Verbund-AG. Dieses Unternehmen steht mit 51 Prozent im Eigentum der Republik Österreich, weitere 30 Prozent befinden sich im Eigentum von Landesenergieversorgern.

142 Kilometer Leiterseile will die Austrian Power Grid zwischen den beiden Gemeinden auf 410 Masten aufhängen. Der Trassenkorridor führt direkt vorbei an ein paar Häusern in Fusch an der Großglocknerstraße, durch Kuchl, über ein Natura 2000-Gebiet bei Bad Vigaun, an einer neu errichteten Wohnsiedlung in Elsbethen und über den Nockstein. 203 Häuser werden weniger als 200 Meter von der 380-kV-Leitung entfernt sein, weitere 300 liegen näher als 400 Meter. Das werden die Abstände, die das Landeselektrizitätsgesetz (LEG) für Häuser bzw. Siedlungen vorschreibt, vielfach nicht eingehalten. Aufgrund eines verfahrenstechnischen Kunstgriffes war jedoch das Starkstromwegegesetz des Bundes anzuwenden, das wesentlich geringere Schutzabstände vorsieht.

Das Projekt zwischen St. Peter am Hart und Elixhausen im Flachgau) wurde im März 2007 nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung von den Behörden der Länder Oberösterreich und Salzburg genehmigt. Gegen diese Entscheidung wurde von Gegnern der Freileitung berufen, eine endgültige Entscheidung musste der Umweltsenat innerhalb von sechs Monaten treffen.

Die Salzburgleitung ist durchgehend als Freileitung und größtenteils auf der bereits bestehenden Trasse geplant. Allerdings gibt es einige markante Abweichungen von der Bestandstrasse, z. B. im Bereich Heuberg-Guggenthal. Hier soll die Freileitung knapp östlich des Nocksteingipfels über den landschaftsprägenden Höhenrücken geführt werden - ein massiver Landschaftseingriff in einem stark frequentierten Erholungsgebiet im Umkreis der Stadt Salzburg. Eine – auch nur teilweise – unterirdische Verkabelung ist laut den Betreiber aus technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gründen nicht sinnvoll.

Die Gegner der Freileitung fordern eine – zumindest teilweise – Verkabelung und berufen sich darauf, dass es weltweit zahlreiche Beispiele für unterirdische Verkabelungen von Leitungen mit 380 kV und mehr gibt. Die Betreiber der Salzburgleitung verweisen darauf, dass es sich bei den angeführten Fallbeispielen um Versorgungsleitungen (z. B. großer Städte) handele, deren Kapazität bei einem Ausfall durch eine Vielzahl paralleler Zuleitungen ersetzt werden könne. Bei der Salzburgleitung handelt es sich jedoch um eine Übertragungsleitung. Bei einer Panne bestehe die Gefahr eines österreich- oder europaweiten Black-outs. Auch sei die Reparatur einer unterirdischen Kabelleitung wesentlich aufwendiger und zeitraubender als die einer Freileitung. Neuere Studien relativieren diese Problematik aber deutlich.

Bereits am 28. Jänner 2008 hatte Dipl.-Ing. Jörg Zillmer dem Salzburger Landtag ein Gutachten über die umstrittene 380-Kilovolt-Leitung vorgestellt. Darin kam er zum Schluss, dass eine unterirdische Teilverkabelung der Leitung sinnvoll und machbar ist.

Bescheid

Anfang Dezember 2010 verschickte das Wirtschaftsministerium einen Bescheid, der dem Bund das Recht für zwei Jahre ab 13. Dezember 2010 gab, fremde Grundstücke zu betreten und darauf Vorarbeiten für die Errichtung der 380-kv-Leitung vorzunehmen. Die Vorarbeiten wurden mit Begehungen, Vermessungsarbeiten, Kartierungen, Untersuchungen der Bodenbeschaffung, Bohrungen, der Errichtung von temporären Messstellen, Quellenuntersuchungen oder der Festlegung von Maststandorten vor Ort umschrieben. Am 6. Dezember 2010 wurde bekannt, dass das Land Salzburg den Bescheid beim Verfassungsgerichtshof anfechten will. Man möchte vor der Umweltverträglichkeitsprüfung wissen, ob das Landeselektrizitätsgesetz oder das Starkstromwegerecht des Bundes gelte.

Aktivierung

Am 27. Jänner 2011 begann nach 16 Monaten Bauzeit der Probebetrieb zwischen St. Peter und Elixhausen (Umspannwerk Salzburg), am 3. März ging dann die neue Stromleitung endgültig in Betrieb sein. In den 46 Kilometer langen ersten Abschnitt (davon 15 km in fünf Salzburger Gemeinden) mit 150 Masten hatte der Verbund nach eigenen Angaben rund 113 Millionen Euro investiert. Es wurden zirka 320 km Baustraßen und Zufahrten errichtet, 15 000 Kubikmeter Beton für die Fundamente, 3 700 Tonnen Bewehrungsstahl sowie 4 500 Tonnen Stahl für die Masten, 880 km Leiterseile und 50 km Erdseile verarbeitet. Im Gegenzug wurden 64 km nicht mehr benötigte 220- und 110-kV-Leitungen und 212 Masten abgebaut. Die restlichen Abbau- und Rekultivierungsarbeiten waren bis zum Sommer 2011 abgeschlossen.

Für den Abschnitt II vom Flachgau bis in den Pinzgau wollte die APG im April 2012 die Umweltverträglichkeitserklärung dem Land vorlegen. Für Anfang März 2011 wurden Informationsveranstaltungen im Tennengau angekündigt, wo der Widerstand von Gemeinden zuletzt besonders massiv war.

Erdkabel als Alternative?

Am Montag, den 14. Dezember 2015 genehmigte das Land Salzburg die umstrittene "Stromautobahn". Der 700 Seiten starke Bescheid im Umweltverfahren fiel für die Freileitung positiv aus. Politisch erteilte die Landesregierung eine Absage an die 380-kV-Erdverkabelung. Die Projektbetreiber hatten die 113 Kilometer lange Freileitung von Elixhausen nach Kaprun eingereicht.

Neben Agrar-Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) und Gutachtern stufte auch die grüne Umweltreferentin LH-Stv. Astrid Rössler die Eingriffe des Erdkabelverlegens als wahrscheinlich noch schwerwiegender ein als jene von Mastenstandorten. Das Kabel würde einige Probleme, etwa mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, bringen.

Die Gegner der Freileitung werden den Bescheid des Landes beeinspruchen.

Astrid Rössler zahlt einen sehr hohen politischen Preis. Es fiel ihr sichtbar schwer und sie machte auch keinen Hehl daraus. Die grüne Chefin bewilligte ein Projekt, das sie früher heftig abgelehnt hat.

Es gäbe einen Richtstollen aus der NS-Zeit im Hagengegbirge, der die Verlegung eines Erdkabels ermöglichte, wenn die Betreiber den Willen dazu hätten, so Hans Kutil.

Widerstände

Fotorealistische Simulation der 380 KV Leitung im Bereich Nockstein.
380 KV Leitung zum Umspannwerk Salzburg.
380-KV Mast der Salzburgleitung in Elixhausen.
Panoramabild 380KV-Umspannwerk Salzburg der Salzburgleitung in Elixhausen.

Doris Bernhofer, kaufmännische Angestellte bei der Firma Porsche Salzburg, hatte sich dem Kampf gegen die 380-kv-Salzburgleitung verschrieben.

Am 13. Jänner 2020 drangen Gegner der 380-kV-Freileitung in Bad Vigaun in ein gesperrtes Forstgebiet ein und hinderten Waldarbeiter der Bundesforste, Bäume zu schlägern. Es geht um Fällungen auf 300 Hektar, aufgeteilt auf zwei Jahre und mit Wiederaufforstungen. Da gehe es insgesamt um nur acht Prozent der jährlichen Holzentnahme im Bundesland Salzburg.

Anfang April 2020 formierte sich die Initiative "fairkabeln" rund um den erfolgreichen Unternehmer Franz Fuchsberger. Angestrebt wird die Durchsetzung der Erdverkabelung, nicht nur für die Salzburg-Leitung, sondern mittel- bis langfristig auch für alle Höchstspannungsleitungen in Österreich. Die gut organisierte Gruppe konnte in erstaunlich kurzer Zeit eine große Zahl an Unterstützern gewinnen (Stand 27. Mai 2020: 4 115 Personen).

Im Laufe des Sommers und Herbst 2020 kam es immer wieder zu Protestaktionen der Gegner der Freileitung im Raum Koppl und Bad Vigaun, zeitweise schritt auch die Polizei gegen die Demonstranten ein. Eine neuerliche Eingabe Verwaltungsgerichtshof (VwGH), um Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Genehmigung der Errichtung der Salzburgleitung brachte ein für die Demonstranten enttäuschendes Ergebnis: Der Verwaltungsgerichtshof wies mit Erkenntnis vom 15. Oktober 2020 alle Einsprüche als unbegründet ab und bestätigte die Genehmigung für die 380-kV-Salzburgleitung.

Der VwGH befindet sich als oberste Instanz über dem Bundesverwaltungsgericht. Dieses hatte im Februar 2019 die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb der 380-kV-Salzburgleitung erteilt. Damit wurde der Bescheid der Salzburger Landesregierung vom Dezember 2015 bestätigt. Zahlreiche Anrainer, Gemeinden und Bürgerinitiativen hatten gegen den Bescheid und gegen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Beschwerde eingelegt. Die letzte Hoffnung der Freileitungsgegner war eine ordentliche Revision beim Verwaltungsgerichtshof.

Der Obmann des Vereins "Fairkabeln", Franz Fuchsberger, bestätigte den Salzburger Nachrichten umgehend am Telefon, was er bereits zuvor in mehreren Interviews angekündigt hatte: "Die Proteste werden sofort eingestellt."

Weiterbau der Leitung

Die Leitung von Elixhausen nach Kaprun ist schon seit gut einem Jahr in Bau (2019 begonnen). 2020 wurde bereits an mehr als 80 Maststandorten in allen vier betroffenen Bezirken gearbeitet.[1]

Der Bau der umstrittenen 380-kV-Freileitung vom Flachgau in den Pinzgau schritt im Frühjahr 2021 voran. Auf dem Heubergrücken in Koppl zum Beispiel wurde eine breite Trasse in den Wald geschlagen. Auf rechtlicher Ebene liefen weitere Zwangsverfahren gegen Grundeigentümer und Schadenersatzklagen des Bauherrn APG (Austrian Power Grid) gegen Freileitungsgegner, die ein Waldstück besetzt hatten.[2]

Guggenthal: Bombenfund auf der Baustelle der 380-kV-Leitung

Ein Weltkriegsrelikt hatte am Dienstagvormittag, den 23. November 2021, in Koppl-Guggenthal die Arbeiten am Bau der 380-kV-Leitung unterbrochen. Laut ersten Informationen der Polizei hatten Mitarbeiter einer Munitionsbergungsfirma die Fliegerbombe "detektiert". Diese Arbeiten finden in Bereichen statt, von denen bekannt ist, wo die alliierten Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg Bomben auf die Stadt Salzburg beziehungsweise deren Umgebung abgeworfen hatten. Das Kriegsrelikt befinde sich noch im Boden, hieß es weiter. Ein "sprengstoffkundiges Organ" (SKO) der Landespolizeidirektion sei ausgerückt, um die Lage an Ort und Stelle zu erkunden. Der Bereich um die Fundstelle wurde abgesperrt.

In Koppl-Guggenthal gab es zuletzt Anfang November 2015 Aufregung um eine Fliegerbombe. Damals fanden Arbeiter einen 50-Kilogramm-Sprengkörper auf der Baustelle einer Anlage für Dutzende Luxuswohnungen. Die alliierten Piloten mussten jene Bomben, die nicht über den vorgesehenen Zielen abgeworfen wurden, trotzdem loswerden, da sonst der Treibstoff nicht mehr für den Rückflug gereicht hätte. Dafür wurde diese Gegend auf dem Gaisberg genutzt.[3]

Baustand Ende 2021

Seit 2019 ist der Bau der Höchstspannungsleitung vom Flachgau in den Pinzgau im Gang. Für das Jahr 2025 ist die Inbetriebnahme der neuen 380-kV-Salzburgleitung geplant - Zeit für eine Zwischenbilanz. Ein Schwerpunkt der Bauarbeiten lag 2021 auf dem Abschnitt über den Pass Lueg.

Bereits in Betrieb ist dort die 110-Kilovolt-Leitung der Salzburg-AG-Tochterfirma Salzburg Netz GmbH. Und zwar "seit Mitte Dezember", bestätigt Projektsprecher Fritz Wöber vom Bauherrn Austrian Power Grid (APG). Die 110er-Leitung wird nun auf den in diesem Bereich bereits errichteten 380-kV-Masten der APG mitgeführt. "Die 110 kV musste für diese Arbeiten für mehrere Monate vom Netz genommen werden. Ein Großteil der alten 110-kV-Maste wurde bereits demontiert, im nächsten Jahr wird die Demontage im Bereich Pass Lueg abgeschlossen."

In den vergangenen zwölf Monaten wurden rund 200 Strommasten errichtet. Das betrifft die sechs Baulose auf der Gesamtlänge von 128 Kilometern zwischen Elixhausen und Kaprun. Mit Jahresende werde nun etwa die Hälfte der insgesamt 449 Maste fertiggestellt sein. Laut APG liegen die Arbeiten im Plan, obwohl sie zwischenzeitlich auf einzelnen Baustellen wegen der Covid-Pandemie ausgesetzt werden mussten. Es seien rund 40 Unternehmen auf 60 Baustellen im Auftrag der APG für die Salzburgleitung tätig und dabei insgesamt mehr als 480 Personen für den Aus- und Umbau der Strominfrastruktur im Einsatz.

Nach der 380-kV-Inbetriebnahme werde die sieben Jahrzehnte alte 220-kV-Leitung abgebaut - wie auch weitere 110-kV-Leitungen.

Die Gesamtinvestitionen für die neue Leitung gibt der Projektbetreiber mit 890 Millionen Euro an. "Sie ist damit das größte Leitungsbauprojekt in der Geschichte Österreichs." Im Jahr 2021 habe die APG 357 Millionen Euro in das österreichische Übertragungsnetz investiert und bis 2031 sollen es ungefähr 3,5 Milliarden Euro sein. Programmleiter Herbert Auer sagt: "Seit Baubeginn der Salzburgleitung wurden allein in dieses Projekt rund 300 Millionen Euro investiert." Mit der Inbetriebnahme wird nach Angaben des Projektbetreibers die Transportkapazität des Leitungsabschnitts versiebenfacht.

Eher wieder ruhig geworden ist es um einen in der Projektierungsphase besonders umstrittenen Abschnitt, das Nocksteingebiet in Koppl. Nachdem im November 2021 Hubschrauber gefällte Bäume aus steilem Gelände abtransportiert hatten.

Kritik äußerten Gegner der Freileitung zuletzt zum Beispiel auch am Bau der Mastfundamente in den Kuchler Ortsteilen Unterlangenberg und Georgenberg.

Am 20. Oktober 2020 hatte der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) die Genehmigung für die 380-kV-Leitung endgültig bestätigt.

2022: Sturm konnte 380-kV-Mast wegen Montagefehler knicken

Am Donnerstag, den 17. Februar 2022, machten sich die Verantwortlichen der Austrian Power Grid AG (APG) auf die Suche nach den Ursachen, weshalb am Mittwoch, den 16. Februar, durch das Sturmtief "Ylenia" im Gemeindegebiet von Hallwang ein 380-kV-Strommast in der Mitte hatte einknicken können. Der Mast steht in einem Waldstück, verletzt wurde niemand. Im Flachgau waren Windgeschwindigkeiten bis zu 118 km/h gemessen worden.

APG-Sprecher Fritz Wöber sagte, dass es bisher noch keinen Sturmschaden bei einem 380-kV-Mast gegeben habe. Zuletzt sei 2009 ein Strommast geknickt worden - durch den Orkan Emma mit extremen Fallwinden im Bezirk Braunau am Inn. "Als Folge daraus hat man die 380-kV-Masten so gebaut, dass sie Windgeschwindigkeiten bis zu 230 km/h standhalten sollten", betonte Wöber. Der umgeknickte Strommast in Hallwang sei ein bedauerlicher Einzelfall durch einen Sturm. Die Untersuchungen hätten am Donnerstag gezeigt, dass kein Materialfehler und kein Statikfehler vorlägen. Wöber: "Der betroffene Mast ist noch nicht fertig gewesen, daher hat auch noch nicht die intensive Qualitätskontrolle stattgefunden." Die Ursache liege leider in einer Nachlässigkeit der mit dem Bau beauftragten Firma bei der Montage. In Kombination mit dem Sturm sei dadurch der Mast umgeknickt.

Der Vorfall hat am Donnerstag auch die Galionsfigur des Vereins "Fairkabeln", Franz Fuchsberger, auf den Plan gerufen. Er hat zahlreiche Berichte über umgeknickte Strommasten in den vergangenen Jahren gesammelt. Dabei handelt es sich aber überwiegend um 110-kV-Masten, die durch Sturm, Lawinen oder aus der Kombination von Sturm und Schneedruck beschädigt wurden. Sollte es tatsächlich ein Statikproblem mit den 380-kV-Masten geben, sei das auch für die Versorgungssicherheit relevant, meinte Fuchsberger. Vor allem wenn man bedenke, dass zwischen Golling und St. Johann auf der 380-kV-Leitung auch eine 110-kV-Leitung mitgeführt werde. Fuchsberger nahm den umgeknickten Strommast auch zum Anlass, auf die Vorteile von Erdkabeln hinzuweisen.[4]

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.sn.at 20. Oktober 2020
  2. www.sn.at, 2. April 2021
  3. www.sn.at, 23. November 2021
  4. www.sn.at, 18. Februar 2022