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1. Halleiner SK

Der 1. Halleiner Sportklub war ein Fußballverein aus der Bezirkshauptstadt Hallein. Er existierte von 1922 bis 2004 und war jahrzehntelang das Aushängeschild des Tennengauer Fußballgeschehens.

Der Halleiner Traditionsklub spielte zu seinen besten Zeiten in der zweitklassigen Tauernliga bzw. in der späteren Regionalliga West und trug sich als Landescupsieger und zweimaliger Landesmeister in die Annalen der Salzburger Fußballhistorie ein. Nach Jahren der Diskussion beschloss man in Hallein die beiden Stadtrivalen HSK und Olympia zusammenzuführen und im neuen FC Hallein 04 zu vereinen. Am 28. April 2004 kam es zur offiziellen Gründung des FC Hallein 04, am 17. Juni desselben Jahres folgte die Auflösung des 1. Halleiner Sportklubs.

Inhaltsverzeichnis

Vereinsgeschichte

Vorgeschichte und Gründung des 1. Halleiner Sportklubs (1919-1924)

Der Fußballsport hielt in Hallein kurz nach dem Ersten Weltkrieg Einzug. Einer seiner eifrigsten Anhänger war der Sparkassenangestellte und spätere Sektionsleiter des HSK, Haimo Rumpler, der bereits während seiner Studienzeit in Graz mit der noch jungen Sportart in Berührung kam. Nachdem in der Halleiner Zellulosefabrik eine Betriebsmannschaft – die sogenannte "C-Mannschaft" – zusammengestellt wurde und sehr erfolgreich agierte, gab Rumpler den Anstoß zur Gründung eines eigenständigen Fußballvereins. Einen Befürworter und Förderer dieses Vorhabens fand er in dem aus England – dem Mutterland des Fußballs - stammenden damaligen Generaldirektor der Zellulosefabrik, Henry Wall Davis.

Im Frühjahr des Jahres 1922 reichte der 1. Halleiner SK seine Statuten bei der Bezirkshauptmannschaft zur Genehmigung ein. Der Gründungsausschuss setzte sich aus den Herren Jaroslaw Hromadka (Obmann), Wilhelm Fallwickl (Obmannstellvertreter), Haimo Rumpler (Sektionsleiter), Josef Schmuck (Kassier), Josef Engelsberger (Schriftführer) und Leopold Rusch (Zeugwart) zusammen. Die erste Kampfmannschaft des neuen Vereins rekrutierte sich aus Spielern der bisherigen C-Mannschaft. Als Vereinsfarben wählten die Gründungsmitglieder die Salzburger Landesfarben Rot und Weiß.

Durch die geplante Verbauung des bisher genützten Sportplatzes am Griesrechen stand der neue Verein allerdings ohne Heimstätte da. Helfer in der Not war wiederum Henry W. Davis. Er stellte für seine fußballbegeisterten Mitarbeiter einen Holzlagerplatz der Zellulosefabrik zur Verfügung, der als Spielfeld adaptiert wurde, ließ Umkleidekabinen errichten und sorgte für Dressen, Fußballschuhe und Tornetze, die er aus seiner Heimat importierte. Als Trainer und Spieler stellte er den damals bekannten Linzer Fußballspieler Kitzmüller ein, den er als Gärtner in der Zellulosefabrik beschäftigte. Mit der Fertigstellung des eigenen Heimplatzes konnte endlich das erste Spiel ausgetragen werden. Gegner war der heute nicht mehr existierende Itzlinger Sportklub.

1923 beteiligte sich der HSK an der neu ausgeschriebenen Jugendmeisterschaft des Salzburger Fußball-Verbandes. Mit der Gründung des SK Vorwärts spalteten sich die Fußballanhänger der Salinenstadt 1924 in zwei Lager. Während der 1. Halleiner Sportklub in der Saison 1925/26 bereits in der Landesklasse spielte und im Premierenjahr unter fünf Klubs den vierten Tabellenplatz belegte, kam der neue Konkurrent nicht über die 2. Klasse hinaus.

Meisterjahre im Arbeiterverband und die drohende Auflösung (1926-1934)

1926 spaltete sich der Fußballverband in den "Allgemeinen Salzburger Fußballverband" und den "Verband der Arbeiterfußballspieler Österreichs" (VAFÖ). Während sich Vorwärts dem allgemeinen Verband anschloss, wandte sich der 1. HSK, dessen Spieler fast ausschließlich dem Arbeitermilieu entstammten, der Salzburger Sektion des VAFÖ zu. Während dieser Zeit eroberte der 1. Halleiner Sportklub den Titel eines VAFÖ-Landesmeisters und avancierte im VAFÖ-Landescup zum Rekordtitelträger wodurch die Pokal-Trophäe in den Besitz des Vereins überging.

Während der Zeit der Weltwirtschaftskrise - in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts - hatte der Halleiner Sportklub schwer unter deren Auswirkungen zu kämpfen. Obwohl der Verein selbst finanzielle Nöte litt, wurden aus der schmalen Vereinskasse immer wieder Unterstützungen an arbeitslos gewordene Spieler gewährt um deren Schicksal zu erleichtern. Jene Fußballspieler die noch einen festen Arbeitsplatz hatten, bezahlten dafür ihre Fahrtkosten aus eigener Tasche und besorgten sich auch die Sportausrüstung selbst. Wenn die Vereinskasse nichts mehr hergab, unterstützten sich die Spieler gegenseitig um dem Spielbetrieb zu sichern.

Einhergehend mit der Weltwirtschaftskrise brachte der politische Umsturz im Österreich des Jahres 1934 und das in dessen Folge ausgesprochene Verbot der Arbeitervereine einen weiteren bedeutsamen Wandel im Fußballgeschehen. Um der drohenden Zwangsauflösung zu entgehen und den Spielbetrieb in der Salinenstadt weiterführen zu können, schloss sich der HSK unter dem Namen Halleiner Athletik-Club (HAC) dem Allgemeinen Salzburger Fußballverband an.

Die Erfolgsjahre des Halleiner AC und die Einstellung des Spielbetriebs (1934-1939)

Nach einigen hervorragenden Testspielergebnissen (HAC Reserve – TSV St. Johann 8:1; HAC – SAK 1914 2:1) kämpfte der Halleiner AC in der Spielsaison 1935/36 als einziger Vertreter der Provinz wieder in der Salzburger Meisterschaft mit und belegte dabei den vierten Rang.

1936 zog der AC Hallein nach Siegen über den SAK 1914 (5:4) und die Austria (2:2; Losentscheid) ins Landescupfinale ein und feierte mit einem 6:3-Triumph über den 1. Salzburger SK 1919 seinen ersten großen Erfolg. In der Meisterschaft erkämpften sich die Halleiner in den folgenden beiden Saisonen 1936/37 und 1937/38 jeweils den dritten Platz und wurden dabei nur von den Spitzenmannschaften SV Austria Salzburg und Salzburger AK 1914 geschlagen. Spieler wie Hojnik, Erlinger, Reich, Preuner, Völker, Dachauer, Mayerhofer, Schörghofer, Blaikner und Tropper fanden erstmals Berücksichtigung in der Salzburger Landesauswahl.

Den bis dahin größten Erfolg der Vereinsgeschichte errangen die Halleiner mit dem vierten Endrang hinter dem Linzer ASK, Admira Linz und Vowärts Steyr in der Meisterschaft der neuen Bezirksklasse West (Oberdonau-Salzburg) im Spieljahr 1938/39. Mit diesem vierten Rang, noch weit vor den eigentlichen Salzburger Topvereinen SAK 1914 und Austria sicherte sich der AC Hallein überraschend den ersten Salzburger Landesmeistertitel und beendete damit zugleich die 15jährige Meisterwürde des Salzburger AK 1914.

Aufgrund diesen Erfolges wurden in Hallein – besonders in der Zellulosefabrik – große Pläne geschmiedet. Generaldirektor Erling Pedersen ließ bereits Vorbereitungen für einen großzügigen Ausbau der Sportanlage und der Errichtung einer Tribüne treffen. Im Juli 1939 trat Pedersen jedoch von seiner Stelle in Hallein zurück um den Posten des Technischen Direktors des Gesamtkonzerns in Norwegen zu übernehmen. Seine Nachfolger in Hallein, Karl Hennefeld und Truls Björnstadt, die als gleichberechtigte Direktoren ernannt wurden, setzten, bedingt durch die immer stärker werdende reichsdeutsche Einflussnahme auf das Halleiner Werk, andere Prioritäten wodurch sich die Umsetzung der Pläne für die neue Sportanlage verzögerten.

Bereits ein Jahr später waren alle Pläne bezüglich einer Sportplatzerweiterung obsolet geworden. Der Fußball im Land Salzburg kam nach und nach fast gänzlich zum Erliegen. Der Halleiner AC konnte durch die vielen Einberufungen zum Kriegsdienst für die Meisterschaftsrunde 1940/41 keine Mannschaft aufbieten und stellte daher seinen Spielbetrieb zur Gänze ein. Die Jugendspieler aus Hallein wechselten bis in die Zeit nach Kriegsende zum 1. SSK 1919 wo sie mit offenen Armen aufgenommen wurden. Selbst die traditionsreichen Salzburger Stadtvereine mussten sich etwas später zu einer einzigen Fußballgemeinschaft (FG Salzburg) zusammenschließen, um den Spielbetrieb mit Nachwuchsspielern und einigen wenigen arrivierten Spielern fortführen zu können.

Reaktivierung des 1. HSK und Aufstieg in die Tauernliga (1945-1959)

Bald nach dem Krieg fanden sich 1945 ehemalige Funktionäre und Spieler des Halleiner AC zusammen um den Verein wieder zu reaktivieren. Obwohl die Situation anfangs trostlos erschien - viele Spieler ließen im Krieg ihr Leben, galten als vermisst oder befanden sich noch in Gefangenschaft, das gesamte Vereinsinventar war abhanden gekommen und selbst der Sportplatz durch ein Barackenlager verbaut – bewährte sich die Arbeit der Halleiner Vereinsfunktionäre. Unter Obmann Fritz Maier gelang es ein neues Areal für einen Sportplatz zu finden und dem Halleiner Traditionsverein unter seinem angestammten Gründungsnamen 1. Halleiner SK wieder Leben einzuhauchen. Dem ersten Nachkriegsvereinsschuss gehörten neben Maier noch Hans Walch (Obmann-Stellvertreter), Erwin Jabinger (Schriftführer), Franz Schnöll (Schriftführer-Stellvertreter) Karl Peer (Kassier), Georg Nedomlel (2. Kassier), Ludwig Buttinger (Zeugwart), Arthur Zieger (Jugendführer), Adi Aschauer (Kapitän der Kampfmannschaft) und Erich Ramsauer (Kapitän der Jugendmannschaft) an.

Ein Zusammenschluss mit dem ATSV Hallein brachte aufgrund der zu großen Unterschiede zwischen Fußball und Turnen nicht die gewünschten Synergien und wurde kurz darauf wieder aufgelöst. Von 1946 bis 1949 spielte der 1. Halleiner SK in der Landesklasse. Rechtzeitig vor der Qualifikation für die neu installierte Tauernliga (Kärnten-Salzburg) konnte 1948 die offizielle Eröffnung der neuen Sportanlage am Adneter Gries gefeiert werden. Mit dem vierten Rang in der Landesklasse erspielte sich der HSK neben dem SAK 1914 und der Austria 1948/49 die Teilnahme an der nunmehrigen zweiten österreichischen Spielstufe.

In dieser Liga spielten die Salinenstädter von 1949/50 bis 1953/54. Trotz steigender Zuschauerzahlen musste der Verein aufgrund der weiteren Reisewege finanzielle Mehrbelastungen hinnehmen die nur durch die Unterstützung der Zellulosefabrik und der Stadtgemeinde abgedeckt werden konnten. Am 30. März 1950 schloss die Stadtgemeinde Hallein anstelle des Vereins einen 20 Jahre laufenden Baupachtvertrag mit dem Forstärar ab, wodurch auch Baumaßnahmen am Adneter Gries getätigt werden durften. Als der HSK 1954 aus der Tauernliga abstieg stellte die Gemeinde einen ansehnlichen Betrag zur Verfügung um den Platz zu renovieren, die vorübergehende Unbenützbarkeit der eigenen Heimstätte brachte neben Einkommenseinbußen auch einen spielerischen Leistungsrückgang mit sich. So beendeten die Halleiner die Meisterschaft der Landesklasse 1954/55 nur auf dem enttäuschenden neunten Rang. Erst 1957 gelang mit dem Meistertitel in der Landesklasse der Wiederaufstieg in die mittlerweile zweigleisig geführte Tauernliga (Nord). Hier belegte der Verein im Spieljahr 1958/59 den sechsten Platz, feierte aber mit dem Einzug ins Salzburger Landespokalfinale, das mit 0:5 gegen Austria Salzburg verloren ging, einen Achtungserfolg.

Finalmannschaft 1958/59:
Ernst Kuch, Otto Wirnsberger, Florian Mitsche, Franz Höller, Gregor Wintersteller, Karl Bauschenberger, Heinz Wieser, Rudolf Schartner, Helmut Schönleitner, Josef Ortner und Josef Fuchshofer.

Wechseljahre zwischen Regional- und Landesliga (1960-1974)

1959/60 verpasste der 1. Halleiner SK mit dem fünften Platz nur knapp die Qualifikation zur neugeschaffenen, anstelle der Tauernliga installierten, zweitklassigen Regionalliga West, holte dieses Versäumnis aber bereits in der Folgesaison (1960/61) mit dem Meistertitel in der Salzburger Landesliga nach. Für das große Ziel, den HSK in der "Westliga" zu etablieren, nahmen einige Vereinsfunktionäre ein Darlehen auf wofür sie persönlich bürgten. Auch die Stadtgemeinde griff dem Klub wieder helfend unter die Arme und sanierte mit einem über drei Jahre verteilten Aufwand von mehr als 300.000 Schilling neuerlich die Sportanlage am Adneter Gries. Trotz aller Investitionen vermochte sich der HSK nur eine Saison in der Regionalliga zu halten und stieg mit der Mannschaft rund um Bruno Kurz und Franz Höller 1963 wieder in die Landesliga ab.

Nach dem Abstieg übernahm Josef Stadler die Stelle des Sektionsleiters. Josef Mitsche wurde neuer Trainer für die Kampfmannschaft. Bei der Jahreshauptversammlung am 13. Dezember 1963 wurde ein neuer Vereinsschuss gebildet, dem unter anderem Ewald Pöhlmann als 1. Obmann, der Hauptschullehrer Anton Moldan als 2. Obmann und Rochus Rack als geschäftsführender Obmann angehörten. Hofrat Dr. Theodor Salzmann wurde zum Ehrenpräsident und Josef Brandauer, seines Zeichens Bürgermeister der Salinenstadt und Landtagsabgeordneter, zum Ehrenobmann ernannt. Vor allem die Bestellung von Rochus Rack zum geschäftsführenden Obmann machte sich für den Verein bald bezahlt. Gemeinsam mit Sektionsleiter Josef Stadler gelang ihm der Abschluss der ersten Sponsorverträge der Vereinsgeschichte mit der bekannten Skifirma Atomic und der Möbelfabrik Albrecht. Anfang der 1970-Jahre band Rack, der nach seinem 1973 erfolgten Rückzug aus Hallein als Funktionär für den Salzburger Fußball-Verband tätig war, mit der finanzstarken Wollfabrik 3Pagen noch einen weiteren wichtigen Partner an den Verein.

1964 übernahm Bruno Kurz die Mannschaft als Spielertrainer. Das Heimspiel gegen den SAK 1914 im Herbst endete mit einem Platzsturm. Bereits ein Jahr später gelang ihm selbst ein überraschendes Engagement bei Austria Salzburg. Sein Nachfolger Hans Hausstätter erreichte mit einer neu aufgebauten Mannschaft um Heinrich Reischmann und Alexander Heidenthaler 1968/69 die Rückkehr in die Regionalliga. Im ersten Jahr in der zweiten Spielklasse gelang dem 1. HSK 3Pagen mit nur einer Neuerwerbung (Siegfried Höckner) auf Anhieb der vierte Tabellenplatz hinter Schwarz-Weiß Bregenz, SK Bischofshofen und BW Feldkirch.

In den beiden folgenden Saisonen musste der HSK auf die Sportanlage in Puch (1971/72) und für die Herbstspiele 1972/73 auf die Anlage des Stadtrivalen Union ausweichen. Mit einem siebten Platz konnte sich die Mannschaft aber in der Regionalliga etablieren. Einhergehend mit der Einführung der Bundesliga als erste und der Nationalliga als zweite Spielstufe wurde 1974 die Regionalliga wieder abgeschafft und durch die Salzburger Liga als neue drittklassige Spielstufe ersetzt.

Verlorene Aufstiegsspiele zur Bundesliga und der tiefe Fall (1976-2004)

1975/76 krönte sich die von Heinrich "Stutzi" Reischmann trainierte Mannschaft als Meister der Salzburger Liga zum zweiten Mal in der Klubgeschichte zum Landesmeister und erspielte sich dadurch die Berechtigung an der Qualifikation für die neue 2. Division der Bundesliga teilzunehmen. Trotz hoher Erwartungen gingen jedoch die Aufstiegsspiele gegen den Tiroler Meister WSG Wattens (0:3 und 0:2) und gegen den Vorarlberger Meister Schwarz-Weiß Bregenz (0:1 und 1:6) klar verloren.

1977/78 spielten die Halleiner mit einer jungen, sich erst im Aufbau befindlichen Mannschaft in der neu eingeführten Alpenliga (Tirol-Salzburg) und belegten mit dem 13. Rang nur einen Abstiegsplatz. Von 1979 bis 1982 hielt sich der Halleiner Sportklub um Spieltertrainer Hans Lang, Kapitän Josef Stadler, Werner Sonnleitner und Peter Schnöll noch in der viertklassigen Salzburger Liga, bis schließlich 1983 mit dem letzten Platz der Abstieg in die 2. Landesliga Nord erfolgte.

1984 wurde auch hier der letzte Rang belegt und es folgte ein weiterer Abstieg in die 1. Klasse Nord. 1988 gelang der Wiederaufstieg in die 2. Landesliga Nord und 1991 der Aufstieg in die 1. Landesliga in der der HSK bis zu seiner Auflösung 2004 spielte.

Auflösung des Vereins

Im August 2003 begannen zischen Gerhard Renz, Obmann des HSK, und Alois Fleischmann, Sektionsleiter der Olympia, Gespräche über eine Zusammenlegung der beiden Halleiner Traditionsvereine. Bald darauf kamen durch Bürgermeister Christian Stöckl und Stadtrat Alois Rettensteiner positive Signale aus der Halleiner Stadtpolitik. Rettensteiner selbst übernahm die Leitung und Koordinierung der Arbeitsgruppe, die sich mit der Zusammenlegung der Altvereine und der Neugründung des FC Hallein 04 auseinander setzte. Am 30. Oktober 2003 stimmte in den Mitgliedsversammlungen der Vereine (HSK 97,5%; Olympia 81,2%) jeweils eine satte Mehrheit für die Konzentration der Kräfte im Halleiner Fußballgeschehen.

Der 1. Halleiner SK spielte in seiner letzten Saison in der 1. Landesliga von Beginn an gegen den Abstieg. Am Ende erreichte die von Franz Fegg trainierte Mannschaft den elften Rang und versäumte um einen Punkt den Klassenerhalt. Nach Beendigung der Spielsaison 2003/04 kam es am 17. Juni – nach 82 teils sehr erfolgreichen Jahren – zur Auflösung des 1. Halleiner Sportklubs.

Spielstätten

Die Vorgängermannschaft des 1. Halleiner Sportklubs trug ihre Spiele vor der Bebauung des Areals auf einem Platz nahe dem Griesrechen aus. Kurz nach der Gründung des HSK stellte Henry Wall Davis dem Verein einen bis dahin als Holzlagerstätte genützten Platz der Zellulosefabrik zur Verfügung der im Laufe der Jahre zu einer Sportanlage ausgebaut wurde. Während dem Zweiten Weltkrieg wurde auf diesem Areal ein Barackenlager errichtet, wodurch der HSK nach seiner 1945 erfolgten Reaktivierung über keine eigene Heimstätte mehr verfügte. 1948 konnte schließlich die Anlage am Adneter Gries (HSK-Platz, Albert-Rieder-Stadion) bezogen werden, die mehrmals renoviert und erweitert bis zur Saison 2003/04 vom Verein genutzt wurde. Heute dient der ehemalige HSK-Platz mit dem neuen Namen "Almbach-Arena" dem Nachfolgeverein FC Hallein 04 als Heimstätte.

Bekannte Spieler und Trainer

Während der langen Vereinsgeschichte brachte der HSK immer wieder Spieler aus seinem Nachwuchs hervor die es bis in die obersten Ligen brachten oder engagierte Fußballspieler die gegen Ende ihrer Laufbahn diese in der Salinenstadt ausklingen ließen.

Bruno Kurz gelang vom HSK der Sprung zu Austria Salzburg in die Nationalliga (=heutige Bundesliga) und wurde in der Saison 1967/68 auch in das Österreichische Nationalteam einberufen, in dem er dann allerdings nicht eingesetzt wurde. Später war er als Trainer in der Westliga und auch als Präsident des 1. Halleiner SK tätig.

Alexander Heidentahler und Josef Stadler wurden als erste Spieler des HSK 1970 in die österreichische Amateur-Nationalmannschaft einberufen. Beide gaben ihr Debüt am 7. Oktober 1970 bei der 1:3 Niederlage der Österreicher gegen die Schweiz in Winterthur. Während es für Heidenthaler bei dieser einzigen Amateurteamberufung blieb, absolvierte Stadler, der später auch für Austria Salzburg spielte, zwei weitere Auswahlspiele. Am 31. Oktober 1970 unterlag er mit der österreichischen Mannschaft in Wien erneut der Schweiz (1:2), feierte aber am 30. Mai 1971 mit dem Amateurteam in Maribor einen 2:0-Erfolg über Luxemburg.

Mit Herbert Ilsanker ging aus dem Verein auch einer der bekanntesten österreichischen Torhüter der 1990er Jahre hervor. Als Spieler war Ilsanker jahrelang bei Austria Salzburg und beim 1. FSV Mainz 05 in Deutschland aktiv. Als Trainer gehört er seit 2005 zum Betreuerstab von Red Bull Salzburg.

Michael Steiner galt unter Otto Baric in den 1990er Jahren als eines der größten Salzburger Talente. Der gebürtige Halleiner spielte als 18-jähriger mit Austria Salzburg 1993/94 sehr erfolgreich im UEFA-Cup und kam sowohl im Semifinale gegen Karlsruhe als auch im Finale im Meazza-Stadion gegen Mailand zum Einsatz. Entgegen aller Prognosen entwickelte sich Steiner, auch aufgrund erlittener Verletzungen, nicht weiter und beendete nach wenigen Jahren in der 2. Divison und der Regionalliga Ost seine noch junge Fußballkarriere.

Jasmin Jahic spielte für SV Braunau und SV Spittal in der 1. Division (Zweite Liga) und kam über Marchtrenk und dem SV Schwarzach erst in der letzten Saison des Vereins zu den Salinenstädtern.

Der Berchtesgadener Franz Fegg feierte als Spieler mit dem SAK 1914 den Aufstieg in die 1. Bundesliga, trainierte danach den ASVÖ FC Puch und den oberösterreichischen Klub SV Braunau in der 2. Division, bevor er 2003/04 den HSK in seine letzte Saison führte.

Florian Karasek spielte mit der Salzburger Austria in der Bundesliga und später bei Hallein. Nach dem Rücktritt von Fegg übernahm er als Spielertrainer die erste Kampfmannschaft des Nachfolgers FC Hallein 04.

Daniel Kastner war bis zur Saison 2002/03 bei den Halleinern tätig und wechselte dann zu Austria Salzburg. Mit den Lehenern trat er am 24. Juli 2004 anlässlich des Gründungsfestes des FC Hallein 04 zu einem Freundschaftsspiel an und steuerte dabei zwei Tore zum 9:2-Erfolg der Salzburger bei. In der Bundesligamannschaft der Austria vermochte sich Kastner trotz guter Anlagen nicht durchzusetzen, bekam aber ein Engagement beim oberösterreichischen Bundesligisten SV Ried. Dort kam er meist als Wechselspieler zum Einsatz und machte vor allem im Finish der Saison 2005/06 mit mehreren Toren positiv auf sich aufmerksam. Seit Jänner 2007 steht Kastner beim niederösterreichischen Regionalligisten und Aufstiegskandidat SV Schwadorf unter Vertrag.

Titel und Erfolge

  • 1 x Salzburger Landesmeister des VAFÖ: 1931/32 (gesichert), vermutlich auch 1926/27
  • Mehrfacher Landescupsieger des VAFÖ

Bilanz der Meisterschaften

Saison Spielklasse Rang Spiele Siege Remis Nied. Tore Diff. Punkte Information
1925/26 1. Klasse (R1) 4. 8 3 0 5 16:38 -22 6 Wechsel in den "Arbeiterverband"
1926/27 VAFÖ-Landesklasse (R1) . Ergebnisse nicht bekannt
1928 VAFÖ-Landesklasse (R1) 3. 10 4 2 4 35:24 +11 10 Ganzjahresmeisterschaft
1928/29 VAFÖ-Landesklasse (R1) . Ergebnisse nicht bekannt
1929/30 VAFÖ-Landesklasse (R1) . Ergebnisse nicht bekannt
1930/31 VAFÖ-Landesklasse (R1) . Ergebnisse nicht bekannt
1931/32 VAFÖ-Landesklasse (R1) . VAFÖ-Landesmeister
1932/33 VAFÖ-Landesklasse (R1) . Ergebnisse nicht bekannt
1933/34 VAFÖ-Landesklasse (R1) . Umbenennung "Halleiner AC"; Rückkehr in den SFV
1934/35 - . unbekannt
1935/36 1. Klasse (R1) 4. 6 1 0 5 16:30 -14 2 Landescupsieger
1936/37 1. Klasse (R1) 3. 10 4 1 5 27:29 -2 9
1937/38 1. Klasse (R1) 3. 8 4 1 3 15:16 -1 9 Qualifikation Bezirksliga West
1938/39 Bezirksliga West (2) 4. 18 9 2 7 54:50 4 20 Landesmeister
1939/40 1. Klasse (R1) 3. 10 6 0 4 33:21 12 12 Einstellung des Spielbetriebs
. 1941/41-1944/45 kein Spielbetrieb
1945/46 Landesklasse (R1) 5. 10 2 0 8 17:36 -19 4 Wiedergründung als 1. Halleiner SK
1946/47 Landesklasse (R1) 6. 14 5 2 7 33:33 0 12
1947/48 Landesklasse (R1) 6. 18 9 1 8 49:49 0 19
1948/49 Landesklasse (R1) 4. 18 9 4 5 48:37 11 22 Qualifikation Tauernliga
1949/50 Tauernliga (2) 8. 18 4 4 10 41:62 -21 12
1950/51 Tauernliga (2) 9. 18 4 0 14 31:73 -42 8
1951/52 Tauernliga (2) 9. 18 3 1 14 27:68 -41 7
1952/53 Tauernliga (2) 8. 22 8 3 11 31:62 -31 19
1953/54 Tauernliga (2) 11. 22 6 3 13 27:67 -40 15 Abstieg Landesklasse
1954/55 Landesklasse (3) 9. 20 6 4 10 37:50 -13 16 Umgruppierung Landesklasse Nord
1955/56 Landesklasse Nord (3) 3. 14 7 3 4 40:26 14 17
1956/57 Landesklasse Nord (3) 1. 22 20 0 2 88:18 70 40 Meister; Aufstieg Tauernliga Nord
1957/58 Tauernliga Nord (2) 7. 22 8 3 11 34:57 -23 19 Auflassung Tauernliga
1958/59 Tauernliga Nord (2) 6. 22 9 2 11 51:56 -5 20
1959/60 Landesliga (2) 5. 22 10 5 7 48:43 5 25 Einführung Regionalliga West
1960/61 Landesliga (3) 1. 18 12 3 3 45:25 20 27 Meister; Aufstieg Regionalliga West
1961/62 Regionalliga West (2) 8. 22 7 4 11 34:39 -5 18
1962/63 Regionalliga West (2) 11. 22 4 4 14 25:68 -43 12 Abstieg Landesliga
1964/64 Landesliga (3) 2. 22 11 5 6 62:43 19 27
1964/65 Landesliga (3) 3. 22 13 2 7 63:37 26 28
1965/66 Landesliga (3) 4. 22 11 2 9 53:38 15 24
1966/67 Landesliga (3) 4. 22 7 12 3 41:25 16 26
1967/68 Landesliga (3) 3. 22 11 4 7 53:32 21 26
1968/69 Landesliga (3) 1. 22 16 4 2 61:26 35 36 Meister; Aufstieg Regionalliga West
1969/70 Regionalliga West (2) 4. 26 9 10 7 33:29 4 28
1970/71 Regionalliga West (2) 7. 26 10 6 10 34:37 -3 26
1971/72 Regionalliga West (2) 7. 26 12 5 9 55:37 18 29
1972/73 Regionalliga West (2) 4. 26 10 8 8 47:32 15 28
1973/74 Regionalliga West (2) 9. 26 8 7 11 42:44 -2 23 Umgruppierung "Salzburger Liga"
1974/75 Salzburger Liga (3) 7. 26 11 4 11 48:39 9 26
1975/76 Salzburger Liga (3) 1. 26 15 5 6 66:34 32 35 Landesmeister; Aufstiegsspiele gegen Wattens verloren
1976/77 Salzburger Liga (3) 3. 26 11 9 6 47:37 10 31 Qualifikation Alpenliga
1977/78 Alpenliga (3) 13. 26 9 1 16 33:58 -25 19 Abstieg Salzburger Liga
1978/79 Salzburger Liga (4) 11. 26 8 7 11 45:61 -16 23
1979/80 Salzburger Liga (4) 8. 26 9 7 10 41:48 -7 25
1980/81 Salzburger Liga (4) 5. 26 9 9 8 31:36 -5 27
1981/82 Salzburger Liga (4) 9. 26 9 5 12 33:47 -14 23
1982/83 Salzburger Liga (4) 14. 26 3 6 17 21:62 -41 12 Abstieg 2. Landesliga Nord
1983/84 2. Landesliga Nord (5) 5. 26 10 10 6 31:27 4 30
1984/85 2. Landesliga Nord (5) 14. 26 6 3 17 30:58 -28 15 Abstieg 1. Klasse Nord
1985/86 1. Klasse Nord (6) 9. 26 12 1 13 51:48 3 25
1986/87 1. Klasse Nord (6) 3. 26 13 7 6 56:39 17 33
1987/88 1. Klasse Nord (6) 2. 26 14 9 3 61:33 28 37 Vizemeister; Aufstieg 2. Landesliga Nord
1988/89 2. Landesliga Nord (5) 8. 26 7 10 9 28:36 -8 24
1989/90 2. Landesliga Nord (5) 4. 25 13 4 8 45:35 10 30 1 Spielergebnis (TSV Unken) unbekannt
1990/91 2. Landesliga Nord (5) 1. 26 17 6 3 61:30 31 40 Meister; Aufstieg 1. Landesliga
1991/92 1. Landesliga (4) 9. 26 8 9 9 40:44 -4 25 Qualifikation "Salzburger Liga" verpasst
1992/93 1. Landesliga (5) 2. 26 11 11 4 47:26 21 33 Vizemeister
1993/94 1. Landesliga (5) 8. 26 11 6 9 67:38 29 28
1994/95 1. Landesliga (5) 7. 26 10 6 10 41:41 0 26
1995/96 1. Landesliga (5) 5. 28 15 5 8 63:48 15 50 Auflösung Salzburger Liga; Hallen-Landesmeister
1996/97 1. Landesliga (4) 7. 26 12 5 9 44:40 4 41
1997/98 1. Landesliga (4) 7. 26 11 7 8 49:41 8 40
1998/99 1. Landesliga (4) 8. 26 10 6 10 43:44 -1 36
1999/00 1. Landesliga (4) 10. 26 7 10 9 42:55 -13 31
2000/01 1. Landesliga (4) 10. 26 8 3 15 38:86 -48 27
2001/02 1. Landesliga (4) 12. 26 5 8 13 38:62 -24 23
2002/03 1. Landesliga (4) 11. 26 7 7 12 48:58 -10 28
2003/04 1. Landesliga (4) 11. 26 7 6 13 32:56 -24 27 Abstieg und Vereinsauflösung
Gesamt . 1445 576 307 562 2731:2800 -69 1541



Quellen

  • Homepage des 1. Halleiner SK (mit kurzer Geschichte; mittlerweile inaktiv)
  • Homepage des FC Hallein 04 (mit kurzem Portrait des 1. HSK)
  • Dr. Kurt Angerer: 1. Halleiner Sportklub. In: 750 Jahre Stadt Hallein 1230-1980. Festschrift. Stadtgemeinde Hallein 1980
  • Karl Kastler: Fußballsport in Österreich. Rudolf Trauner Verlag. Linz 1972. ISBN 3-85320-111-3.
  • Zur Bilanz: Fußballtabellen von TriQ und Goe im Salzburgwiki

Literatur

  • Dr. Kurt Angerer: 1. Halleiner Sportklub. In: 750 Jahre Stadt Hallein 1230-1980. Festschrift. Stadtgemeinde Hallein 1980

Weblinks