Manfred Stengl

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Links Vater Fritz mit Rennfahrer-Sohn Manfred Stengl, auf Norton am Start bei einem Gaisbergrennen.
Auf dem Weg zur Goldmedaille: Der 18jährige Mittelschüler Manfred Stengl (hinten) gewann als Beisitzer mit Josef Feistmantl die Goldmedaille im Doppelsitzerbewerb bei den Olympischen Spielen in Innsbruck 1964.
1974: Manfred Stengl mit Beifahrer Gerd Krenn Vize-Europameister im Zweierbob im italienischen Cervinia.
Auf dem Weg zur Bronze-Medaille bei der Viererbob-Weltmeisterschaft 1975 in Cervinia, Italien: Manfred Stengl, Gerd Krenn, Franz Jakob und Armin Villas.
Manfred Stengl vor dem Salzburger Dom mit dem Olympischen Feuer 1972.
Gedenktafel an Manfred Stengl an der Unfallstelle auf der Isle of Man.
Zwei Salzburger Motorrad-Stars mit einem jungen Salzburger: Nr. 7 - Manfred Stengl, Nr. 12 - Ferdinand Kranawetvogl, beide auf Aermacchi. Ganz rechts Peter Krackowizer (neun Jahre alt), im Fahrerlager auf dem Militärflughafen von Langenlebarn - Flugplatzrennen 1967.
"Schräglage" - Manfred Stengl ein einem 1. Mai Rennen.
Manfred Stengl am Eröffnungswochenende des Salzburgrings, hier am Samstag, den 20. September 1969, wo er in der Klasse bis 50 cm³ auf KTM mit einer Rennzeit von genau 10:00,0 min. Dritter wurde.
Manfred Stengl, wohl in den 1980er-Jahren.
Von links Manfred Stengl, Peter Frohnwieser und Peter Frohnwieser senior vor dem Geschäft Zweirad Frohnwieser in Gnigl in der Stadt Salzburg.

Manfred Stengl (* 1. April 1946 in der Stadt Salzburg; † 6. Juni 1992 in Douglas, dem Hauptort der Isle of Man, Großbritannien) war ein Salzburger Landesbeamter, Rennrodler, Bobfahrer und Motorradrennfahrer. Sein größter Erfolg war der Olympiasieg im Doppelsitzerbewerb der Rennrodler bei den Heimspielen in Innsbruck 1964.

Leben

Der Salzburger Landesbeamte war ein Sportsmann mit Leib und Seele. Noch vor der Matura wurde 1964 der Sohn des langjährigen Salzburger Chefzeitnehmers und Rennleiters vieler Motorsportveranstaltungen, Regierungsrat Fritz Stengl, erst 18jährig, mit dem Tiroler Josef Feistmantl Olympiasieger im Rodel-Doppelsitzer am 5. Februar bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck. Wegen des föhnigen Wetters wurde im Morgengrauen gefahren. Es gab kein Fernsehen, kein Reporter stand an der Bahn, ein Triumph im Stillen war es.[1]

Bis 1966 errang er als Rodler drei Staats- und sieben Landesmeistertitel. Manfred Stengl beendete 1971 seine Karriere als Rodler und wechselte ins Lager der Bobfahrer. Dort wurde er 1974 Europameister der Junioren im Zweierbob und gewann bei der Weltmeisterschaft 1975 im Viererbob mit den Gefährten Krenn, Jakob und Vilas die Bronzemedaille.

Doch seine wahre Leidenschaft galt dem Motorradsport. Am 2. April 1967, einen Tag nach seinem 21. Geburtstag, stürzte Stengl bei seinem Motorrad-Debüt beim Flugplatzrennen Asparn in Wien, als er nach einem Überholmanöver die Vorderradbremse zu unsanft behandelte. Am 9. April hatte er dann sein Debüt bei einem Motorrad-Staatsmeisterschaftslauf beim Weerbergrennen in Tirol mit seiner Aermacchi 350 cm³.[2] Weitere Salzburger Teilnehmer bei diesem Rennen waren Rudi Thalhammer (Aermacchi 250 cm³), Edi Kranawetvogl (BSA 350 cm³), Gerd Strasser (Norton 500 cm³) und Maier (BSA 500 cm³).[3] (Ergebnisse noch keine gefunden).

Dann folgten die Teilnahme an den Gaisbergrennen ebenso wie an den 1. Mai Rennen. Auf einer italienischen Aermacchi 350 cm³ wurde er 1969 österreichischer Staatsmeister. Ebenfalls 1969 nahm er am Eröffnungwochenende des Salzburgrings am Samstag, den 20. September mit einer KTM in der Klasse bis 50 m³ teil, bei dem er Dritter wurde. Am Sonntag, 21. September, wurde er in der Klasse bis 350 cm³ Zweiter. 1970 stieg er auf die vom britischen Weltklassefahrer Rod Gould erworbene Yamaha-Werksmaschine mit 250 cm³ um.[4]

1973 gewann er im niederösterreichischen Ziersdorf die Österreichische Tourist Trophäe und seit Beginn der 1980er-Jahre war der einsame Höhepunkt seiner auch mit dem Bobsport und Leichtathletik ausgefüllten Sportjahre die Teilnahme an der berühmt-berüchtigten Tourist Trophy auf der englischen Insel Man in der Irischen See.

Mit Rundenzeiten um 21 Minuten (der Rundrekord lag damals bei etwa 18 Minuten) war es ihm im Laufe von zehn Jahren nicht gegönnt, eine der wertvollen TT-Replicas-Siegertrophäen nach Hause zu bringen. Bei der Senior Tourist Trophy 1992 wollte er es endlich schaffen, als in der Schlussrunde, etwa sechs Kilometer vor dem Ziel des über 300 km führenden Rennens am Samstag, dem 6. Juni in den Inselbergen beim 33. Meilenstein, der tödliche Sturz geschah. Aus ungeklärter Ursache kam er von der Ideallinie auf diesem über 200 km/h schnellen Streckenteil ab, legte seine Suzuki noch um, ehe er über den Fahrbahnrand hinaus flog.

Noch am selben Abend erlag er als 163. Opfer des ältesten und härtesten Motorradrennens der Welt im Spital des Hauptortes der Insel, Douglas, seinen inneren Verletzungen. Er wurde am 17. Juni unter großer Anteilnahme der Salzburger Sportwelt am Salzburger Kommunalfriedhof zu Grabe getragen.

Nach dem Olympia-Gold 1964

... stand in den Salzburger Nachrichten am 21. Februar:

"Jedem sein Olympiasieger.
"Nicht nur Österreich und nicht nur Salzburg, sondern auch das Bundesrealgymnasium hat mit Manfred Stengl seinen Olympiasieger" verkündete Direktor Kaforka Donnerstag in der Arbeiterkammer nicht ohne Stolz. Das volle Haus feierte dann auch "seinen Manfred" frenetisch und der bescheidene Manfred Stengl, in Innsbruck-Igls noch der schüchternste Olympiasieger der Spiele, ließ sich von seinen Schulkameraden mitreißen und war nun schon ganz ein strahlender Sieger.

"Erst bei der Siegerehrung im Eistadion war mir bewußt geworden, was es heißt Olympiasieger zu sein" erzählte Stengl seinen Schulkameraden. Draußen in Igls spürten Feistmantl/Stengl noch nicht den Hauch des großen Olympia.

Wie sagte doch die kleine Schwester des Olympiasiegers, Lorli Stengl, als sie nach dem großen Sieg zu ihrem Papa ins Olympische Dorf kam: "... Papa, ich bring dir einen goldenen Manfred..."

Wie recht doch die sechsjährige hatte: in diesen ersten Stunden nach dem großen Erfolg gehörte der "goldene Manfred" noch der Familie, jetzt ist er der Stolz vieler und der Mittelpunkt von Ehrungen am laufenden Band.

Aber eines müssen wir Manfred Stengl zusichern: er ist der nette, aufgeschlossene junge Mann von Igls geblieben. Einer aus jener Elitejugend, die im Olympiasieg für die ganze heutige Jugend Vorbild ist und Ziele setzt.

Bleib wie du bist, Manfred, dann wirst du im Sport und im Leben immer deinen Mann stellen."[5]

Notizen aus seinem Leben

Am Donnerstag, den 5. November 1964 zog er sich im Turnunterricht eine Meniskusverletzung zu und musste noch am selben Tag operiert werden. Er fiel deshalb für die Rodelsaison des kommenden Winters aus.[6]

Im Juni 1965 maturierte er am Bundesrealgymnasium Salzburg.[7]

Als Schlussläufer des Olympischen Feuers, das am 23. August 1972 durch Salzburg getragen wurde, sorgte er für Unordnung im Programm, da er mit der olympischen Flamme zu früh am Domplatz eintraf, wo die Ehrengäste noch nicht Platz genommen hatten.

Auszeichnung

Nach seinem Olympia-Gold 1964 zeichnete ihn am 28. Februar das Präsidium des ASVÖ Landesverband Salzburg mit dem Goldenen Sportehrenzeichen aus.[8]

Am 2. Juni 1965 wurde er bei Ehrung der besten Sportler des Jahres ausgezeichnet, der er selbst aufgrund der gerade abzulegenden Matura nicht beiwohnen konnte. Befremdend fanden es die anwesenden Reporter, dass Stengl aber nicht einmal namentlich erwähnt wurde.[9]

Sportliche Erfolge

  • 1964: Olympiasieger im Doppelrodler Innsbruck
  • 1974: Silbermedaillengewinner bei der Junioren Bob-Europameisterschaft
  • 1975: Dritter der Viererbob-Weltmeisterschaft
  • Siebenfacher Landes- und mehrfacher Staatsmeister im Rennrodeln
  • 1969: Österreichischer Motorrad-Staatsmeister in der 350-cm³-Klasse
  • 1970: Österreichischer Motorrad-Vizestaatsmeister in der 250-cm³-Klasse (entgegen der Meldung in der Quelle[10] wurde Stengl in diesem Jahr nicht Staatsmeister in der Klasse bis 350 cm³ - das war Manfred Magnus.
  • 1973: Sieger der österreichischen Motorrad-Tourist Trophy

Detailergebnisse

Diese Listen sind noch unvollständig, erfasst bis einschließlich 1977 (Stand 1. April 2021)

Motorradsport

1967 bis 1969

Bis 1969 fuhr er eine 350-cm³-Aermacchi-Rennmaschine


  • Am 2. April 1967, einen Tag nach seinem 21. Geburtstag, stürzte Stengl bei seinem Motorrad-Debüt beim Flugplatzrennen Asparn in Wien, als er nach einem Überholmanöver die Vorderradbremse zu unsanft behandelte. Am 9. April hatte er dann sein Debüt bei einem Motorrad-Staatsmeisterschaftslauf beim Weerbergrennen in Tirol.[11]
  • 16. Juli 1967: Beim Flugplatzrennen in Langenlebarn, Niederösterreich hatte Stengl Pech. Er musste in der zwölften Runde auf Platz drei liegend wegen Bremsdefekt aufgeben.[12]
  • 3. September 1967: Gaisbergrennen: Zweiter in der 350 cm³-Klasse auf Aermacchi in einer Zeit von 5:07,67 min. hinter dem Sieger Ferdinand Kranawetvogl (5:02,38 min., Schnitt 102,68 km/h)

  • 8. September 1968:  Gaisbergrennen: Sieger in der 350 cm³-Klasse  auf Aermacchi (4:46,89 min., Schnitt 108,22 km/h) vor Ferdinand Kranawetvogl (5:51,36 min), Stengl war mit seiner Zeit auch der Tagesschnellste Motorradfahrer.
  • 16. September 1968: Dritter in der Klasse bis 350 cm³ beim Straßenrennen Grödig.
  • 22. September 1968: Teilnahme beim Straßenrundstreckenrennen in Schwanenstadt (.).[13] Bei diesem Rennen kam er nach einer Aufholjagd zu Sturz und schied aus.[14]
  • 29. September 1968:  Sieger in der 350-cm³-Klasse  beim Straßenrundrennen in Ziersdorf (.).[15]

  • 1. Mai Rennen 1969: Als achter und bester Österreicher in der Klasse bis 350 cm³ kam Manfred Stengl mit einer defekten Maschine ins Ziel. Sein Drehzahlmesser war ausgefallen.
  • 28. Juni 1969: Neben den Österreichern Karl Auer und Heinz Kriwanek nahm Stengl bei dem zur Weltmeisterschaft zählenden "Großen Preis von Holland" in Assen, Niederlande, teil.[16]
  • 7. September 1969: Gaisbergrennen: Sieger in der 350 cm³-Klasse auf Aermacchi (4:43,61 min., Schnitt 109,487 km/h) vor Manfred Magnus (4:51,73 min) auf Yamaha
  • 14. September 1969: Rundstreckenrennen in Schwanenstadt (OÖ.): In der Klasse bis 250 cm³ wurde Stengl Vierter vor Franz Fagerer. In dem spannenden 350-cm³-Rennen belegte Stengl hinter Scheimann (BRD), O'Brien (Australien), Lenz (Linz) und Europa-Bergmeister Rungg (Schweiz) Rang fünf vor Manfred Magnus. In der Staatsmeisterschaft baute Stengl seine Führung weiter aus.[17]
  • 20. September 1969: Eröffnungsrennen am Salzburgring: Dritter in der 50-cm³-Klasse auf KTM (10:00,00 min., Schnitt 109,76 km/h)
  • 21. September 1969: Eröffnungsrennen am Salzburgring: Zweiter in der 350-cm³-Klasse auf Aermacchi (13:35,01 min.) hinter Heinz Kriwanek auf Suzuki (13:28,2 min.)
  • 28. September 1969: Mit einem sechsten Platz sicherte sich Stengl den  Staatsmeistertitel in der Klasse bis 350 cm³ . Stengl und sein ärgster Rivale, Eddie Lenz, lieferten einander in den ersten Runden ein packendes Duell, das durch ein Missgeschick Stengls ein jähes Ende fand. Er touchierte mit einem Strohballen und brach dabei die Hinterradbremse seiner Maschine. Trotzdem setzte er das Rennen fort und wurde noch Sechster. Lenz fiel später wegen Motorschaden aus.[18]
Umstieg auf die vom britischen Weltklassefahrer Rod Gould erworbene Yamaha-Werksmaschine mit 250 cm³
  • 5. April 1970: Unter ungünstigen Wetterbedingungen - es schneite stark und heftiger Wind wehte - fand am Österreichring der Saisonauftakt statt, dem nur 1 000 Besucher beiwohnten. Die beiden Salzburger Yamaha-Fahrer Stengl und Manfred Magnus musste sich mit Mittelplätzen begnügen. Stengl wurde Sechster in der Klasse bis 250 cm³, Magnus Siebster in der Klasse bis 350 cm³.[19]
  • 26. April 1970: Erstmals fand der "Große Preis von Österreich" für Motorräder, das sogenannte 1. Mai Rennen am Salzburgring statt. Dabei fuhr Stengl mit seiner Yahama mit 01:32,6 min. (= 164,73 km/h) Klassenrekord.[20] Stengl hielt übrigens auch noch den Rekord in der 250-cm³-Klasse am Salzburgring mit 01:43,2 min (= 150,48 km/h) auf Aermacchi [allerdings muss diese Angabe in den SN noch überprüft werden, da Stengl vor 1970 ja nur 350 cm³ fuhr][21]
  • 21. Juni 1970: Bei der 3. Österreichischen Tourist Trophy in Ziersdorf war Stengl der Pechvogel des Tages. Am Start der 250-cm³-Klasse sprang seine Yamaha nicht an und Stengl musste mit einem Rückstand 01:30 min. die Verfolgung des Feldes aufnehmen. Trotzdem belegte er dann noch den zweiten Platz mit 01:31 Rückstand auf den Sieger.[22]
  • 19. Juli 1970: Vor 40 000 Zuschauern fand der "Große Preis der CSSR" in Brünn statt. Giacomo Agostini fixierte bereits bei diesem Rennen in der 350-cm³-Klasse seinen achten Weltmeistertitel. Stengl blieb wieder einmal am Start hängen. Er nahm als Letzter die Verfolgung des Feldes auf und wurde schließlich 14. Zeiten zum Vergleich: Der Sieger Carruthers aus Australien hatte eine Zeit von 50:26,2 min. (149,0 km/h) auf Yamaha, Stengl fuhr 55:03,8 min. Eine Episode sei hier noch erwähnt, auch wenn sie keinen Salzburger betrifft, wohl aber einen Rennfahrer, der mehrmals auch beim 1. Mai Rennen in Salzburg zu sehen war:

    Ein Husarenstück leistete sich Weltmeister [Anm.: in der Beiwagenklasse] Klaus Enders. Samstag kam der Deutsche mit seiner Beiwagenmaschine schwer zu Sturz. Während Enders unverletzt blieb, erlitt sein Beifahrer Kalauch einen Schädelbasisbruch. In Brünn war zufällige der frühere Beifahrer von Enders, Rolf Englhardt, anwesend, der, ohne die Strecke zu kennen, für Kalauch einsprang. Enders konnte sich auf ihn verlassen und landete einen überzeugenden Sieg vor Auerbach/Hahn und Butscher/Huber (alle BRD).

  • 26. Juli 1970: Bei dem Bergrennen Schauinsland in Freiburg im Breisgau (BRD) lief das Rennen nicht nach Plan und Stengl wurde nur 13.[23]
  • 2. August 1970: Beim Motorsport-Festival am Salzburgring wurde Stengl Zweiter (Zeit 19:10,98 min.) in der Klasse bis 250 cm³ nur knapp hinter dem Deutschen Heinzu Rosenbusch, ebenfalls auf Yahama (Zeit 19:10,75 min.).[24]
  • 6. September 1970: Beim Motorradrennen in Kravina (CSSR) musste Stengl wegen einer schadhaften Kurbelwelle aufgeben.[25]
  • 1970 wurde Stengl Zweiter in der Motorrad-Staatsmeisterschaft in der Klasse bis 250 cm³, wobei er nur die Hälfte der Rennen absolvierte, da er auf internationaler Ebene stark engagiert war.[26]

  • 31. Mai 1971, Pfingstmontag: Beim Preis der Steiermark auf dem Österreichring erreichte Stengl trotz der beim Rennen in Ziersdorf gebrochenen linken Hand den fünften Platz.[27]
Seine Ergebnisse bei der englischen TT

1984: 17. Platz Production 1500 (Honda)
1984: Ausfall Classic Suzuki)
1986: 68. Platz Formel 1 (Suzuki)
1986: Ausfall Senior (Suzuki)
1987: Ausfall Formel 1 (Suzuki)
1987: 45. Platz Senior (Suzuki)
1988: 44. Platz Formel 1 (Suzuki)
1988: 53. Platz Senior (Suzuki)
1989: 37. Platz Formel 1 (Suzuki)
1989: 40. Platz Supersport 600 (Suzuki)
1989: Ausfall Senior (Suzuki)
1990: 34. Platz Formel 1 (Suzuki)
1990: 24. Platz Supersport 400 (Honda)
1991: 27. Platz Supersport 400 (Honda)
1992: Todessturz Formel 1 (Suzuki)

Rodelsport

Einsitzer
  • 6. Jänner 1957:, Dreikönigsrodeln auf der Naturrodelbahn vom Loderbichl zum Faistauerbauern (360 Höhenmeter, 2,2 km) auf der Loferer Alm: Zweiter hinter Faistauer aus Lofer.[28]
  • 23. Jänner 1957: Skifest der Jugend am Gaisberg (Kapellenwiese - Hintnerlift): Sieger in der Klasse Schüler I[29]


  • 6. Jänner 1959: Dreikönigsrodeln auf der Naturrodelbahn auf der Lofereralm: Sieger in der Klasse männliche Jugend[32]
  • 25. Februar 1959: Scharfling-Rodelbahn in St. Gilgen: Sieger in seiner Altersklasse (in der Quelle nicht näher beschrieben)


  • 6. Jänner 1963: Auf der Kunstrodelbahn am Königssee bei einem internationalen Bewerb wurde Stengl bei den Junioren als Dritter bester Österreicher[34]
  • 3. März 1963: Internationaler Bewerb auf der Kunstrodelbahn am Königssee: Sieger in der Juniorenklasse mit einem Vorsprung von 03,40 sek. auf den Zweiplatzierten[35]

  • 12. Jänner 1964: Beachtenswerter Zehnter auf der Olympia-Rodelbahn in Igls[36]
  • 1. März 1964: Auf der Kunstrodelbahn am Königssee: In der Juniorenklasse siegte Stengl überlegen mit einer Zeit von 01:41,26 min. vor Paul Fiegl (Königssee) mit 01:43,68 min.[8]

  • Stengl nahm an den 10. Rennrodel-Weltmeisterschaften vom 8. bis 13. Februar 1966 in Friedrichsroda in der DDR sowohl im Einzel- als auch im Doppelsitzer mit Feistmantl teil.[37] Ergebnisse konnten noch keine gefunden werden.

  • Am 28. und 29. Jänner 1967 fanden am Königsse die Europameisterschaften im Rennrodeln statt, an denen Stengl teilnahm.[38] Er lag nach dem ersten der nur zwei Läufen (wegen schlechten Witterungsbedingungen) nur sieben Zehntel hinter dem führenden Nagenrauft, verpasste aber dann am Sonntag im zweiten Lauf wegen falscher Wachswahl einen vorderen Platz und wurde nur 23.[39]
  • 8. Jänner 1967: Auf der Kunstrodelbahn am Königssee: In der Salzburger Landesmeisterschaft wurde Stengl mit vier Hundertstelsekunden Rückstand auf Anton Schifferegger (Niedernsill) Vizelandesmeister.[40]
  • 15. Jänner 1967: Int. Alpenpokal auf der Kunstrodelbahn am Königssee bei starkem Tauwetter auf verkürzter Bahn: Stengl wurde Sechster und zweitbester Österreicher hinter Josef Feistmantl - die Österreicher erwischten für den zweiten Lauf die falsche Wachsmischung und fielen um drei Ränge zurück.[41]
  • Am Wochenende 18. und 19. Februar 1967 nahm Stengl bei den 11. Weltmeisterschaften der Rennrodler auf der 1,2 Kilometer langen Kunstrodelbahn in Hammarstrand in Mittelschweden im Einzelsitzer und mit neuem Partner Anton Venier im Doppelsitzerbewerb teil.[42] Er trat aber aber dann im Doppelsitzerbewerb nicht an (Grund dafür ist heute nicht mehr eruierbar) und im Einzelsitzerbewerb vergab er alle Chancen nach einem Sturz im vierten Lauf und wurde 38. gewertet.[43]

  • Am 6. und 7. Jänner 1968 nahm er an der Salzburger Landes-Rodelstaatsmeisterschaft teil, die auf der Kunstbahn beim Königssee stattfand. Unmittelbar nach den Wettkämpfen reiste Stengl zum Olympia-Trainingslager in Imst in Tirol.[44] Stengl wurde am Sonntag, 7. Jänner,  erstmals Salzburger Landesmeister im Einsitzer  Bereits am Samstag fuhr er bei dem Rennen um den Landespokal von Berchtesgaden mit, bei dem er nur Sechster wurde, nachdem er im ersten Lauf stürzte.[45]
  • Am 13. und 14. Jänner 1968 kam es zum ersten Rodler-Duell des Jahres zwischen Deutschland und Österreich in Imst, kurz vor den Olympischen Spielen in Grenoble, Frankreich. Manfred Stengl war als einziger Salzburger in dem komplett angetretene Österreicher-Team dabei.[46] Stengl belegte jedoch mit 2,03 Sekunden Rückstand auf den Sieger nur den 22. Rang.[47]
  • Am 20. und 21. Jänner 1968 fanden dann die österreichischen Rennrodel-Meisterschaften in Imst statt. Im Einsitzer-Bewerb wurde er Sechster, im Doppelsitzer-Bewerb, beim erst zweiten Start in diesem Jahr, zusammen mit Windhager Vierter.[48]
  • Bei den Olympischen Spielen in Grenoble war dann Stengl nicht dabei, weil er offenbar die nationale Zulassung nicht schaffte.[49]

  • 11. und 12. Jänner 1969: Teilnahme an einem internationalen Rodelwettbewerb in Olang in Südtirol, wo 1971 die Rodel-Weltmeisterschaften stattfanden.[50] Stengl wurde Zehnter.[51]
  • 1. und 2. Februar 1969: 12. Rennrodel-Weltmeisterschaft am Königssee, Stengl trat im Einsitzer- und im Doppelsitzer mit Feistmantl an. Stengl, der, wie eine Reihe anderer Teilnehmer, von vornherein durch sein wesentlich geringes Körpergewicht benachteiligt war, belegte im Feld der 80 Einsitzer den guten 20. Platz. Josef Feistmantl gewann jedoch im Einsitzer die Goldmedaille.[52]

  • 2. März 1969: Zum Abschluss der Salzburger Rodelsaision fanden am Königssee die Salzburger Kunstbahnmeisterschaften statt.[53] Stengl wurde sowohl im Einsitzer- als auch Doppelsitzer Salzburger Landesmeister.[54]

  • 24. und 25. Jänner 1970: Rodel-Europameisterschaften auf Naturbahn in Kapfenberg, an denen Stengl im Einsitzerbewerb teilnahm.[55] In einer anderen Meldung[56] hatte er aber an diesem Wochenende bei den Rodel-Staatsmeisterschaften in Imst teilgenommen, wo er Vierter wurde und mit einer Hunderstel Sekunde Platz drei versäumte (gefahren wurden nur drei Läufe, der Nachtlauf fiel wegen eines tragischen Trainingsunfalls aus.
  • 30. Jänner und 1. Februar 1970: Für die Weltmeisterschaft auf Kunstrodelbahnen am Königssee war Stengl genannt, wo er aber aufgrund eines Sturzes nur 22. wurde.[56] Vater Fritz Stengl berichtet von der Weltmeisterschaft für die "Salzburger Nachrichten", hier ein Auszug:[57]

    Das teuflische "Dritte S" - Noch nie war der Salzburger Manfred Stengl einem Platz unter den ersten fünf bei einer WM so nahe wie diesmal. Nach dem ersten Durchgang an sechster Stelle liegend, verlor er beim Nachtlauf durch einen Ausrutscher nach dem "Dritten S" wertvolles Terrain, holte aber am Sonntag vormittag mit einer hervorragenden Fahrt (45,80 sek., drittbeste Zeit) mächtig auf. Nur 22 Hundertstelsekunden trennten ihn vom Fünften. Im letzten und entscheidenen Lauf riskierte der Salzburger alles. Er fuhr zu hoch aus dem "Dritten S", flog mehrmals an die Banden und aus war der Traum auf einen Platz im Vorderfeld. Stengl hat aber mit seiner Leistung bewiesen, daß er zur absoluten Weltspitze aufgerückt ist.

  • 7. und 8. Februar 1970: In Hammarstrand in Schweden fand ein internationaler Rennrodelwettbewerb statt, an dem auch Stengl teilnahm, der am Wochenende zuvor in drei von vier Läufen bewiesen hatte, dass er zur absoluten Spitze zu zählen war.[58]
  • 15. März 1970: Bei einem inter. Rennrodel-Wettbewerb am Königssee wurd Stengl Fünfter.[59]
  • 22. März 1970: Bei den Salzburger Landesmeisterschaften am Königssee trat Stengl sowohl im Einsitzer- als auch im Doppelsitzerbewerb mit dem 15jährigen Hermann Pusch an. Während er den Bewerb der Einsitzer klar gewann, wurde es im Doppelsitzer ein knappes Ergebnis für ihn als Landesmeister.[54]
  • 8. Dezember 1970: Bei den Salzburger Landesmeisterschaften 1971 (lt. Quelle 1971) am Königssee verteidigte Stengl seinen Titel erfolgreich mit einer Zeit von 01:23,79 min. gegen Peter Windhager aus St. Wolfgang mit einer Zeit von 01:24,72 min. Manfred Stengl errang damit  den siebten Landesmeistertitel im Rennrodeln .[60]

  • 16. und 17. Jänner 1971: Manfred Stengl nahm an der Europameisterschaft im Kunstbahnrodeln in Imst teil,[61] bei der er jedoch nur 30. im Einsitzerbewerb wurde.[62]
  • 23. Jänner 1971: Bei den österreichischen Rennrodel-Meisterschaften auf Kunsteisbahn in Kufstein (Tirol) belegte Stengl den vierten Platz. Nach dem ersten Durchgang lag Manfred Schmid (Laufzeit 41,89 sek.) vor Manfred Stengl (Laufzeit 42,04 sek.). Im zweiten Lauf mussten beiden zum Schluss auf die Bahn, die sie nicht mehr in gutem Zustand vorfanden. Es wurden nur zwei Läufe gefahren. Für Schmid langte es gerade noch für einen hauchdünnen Vorsprung zum Meistertitel.[63]
  • Ende Jänner 1971 fanden die 14. Weltmeisterschaften im Rennrodeln in Olang in Südtirol auf einer Naturrodelbahn statt. Beim Training fanden sich Schmid und Stengl überraschend gut mit der Bahn zurecht und erzielten die acht- und neuntbeste Trainingszeit. Österreichs Vize-Weltmeister Josef Feistmantl erzielte die schnellste Trainingszeit.[64] Im Abschlusstraining am Freitag, den 29. Jänner erzielte Stengl mit 47,32 sek. hinter Feistmantl und Schmidt die drittschnellste Zeit.[65] Die Weltmeisterschaftsläufe am Samstag, 30. Jänner und Sonntag, 31. Jänner wurden jedoch Triumphfahrten der Italiener, genauer gesagt der Südtiroler. Es zeigte sich auch, dass nicht immer reguläre Verhältnisse auf der Bahn herrschten und die Forderung wurde laut, in Hinkunft Europa- und Weltmeisterschaften nur mehr auf Kunsteisbahnen zuzulassen. So belegte Feistmantl nur den dritten, Schmidt den siebten und Stengl den 17. Platz.[66]
  • 20. und 21. Februar 1971: Beim Pokal der Nationen' trafen sich noch einmal die Weltklasse der Rennrodler. Manfred Stengl wurde 10. mit einem Rückstand von 03:34 sek. auf den Sieger R. Schmid (Ö). Den Nationenpokal gewann Deutschland (258 Punkte) vor Österreich (247) und Italien (149.[67]
  • 21. März 1971: Am Königssee fand ein Rennrodeln-Sechsländerkampf statt, den Deutschland überlegen vor Österreich, Polen, Italien, CSSR und Frankreich gewann. Die Salzburger Nachrichten schrieben dazu: "Österreichs Mannschaft war nicht am stärksten vertreten. So fehlten unter anderen Stengl, Auer und Haller. Unverständlich, daß gerade der Salzburger Manfred Stengl, der bisher in Königssee immer eine gute Leistung geboten hat, seine Kameraden im Stich gelassen hatte.[68]
Doppelsitzer
  • 7. Februar 1960: Auf dem neu erbauten Güterweg von der Ehrentrudisalm bis zum Lochhäusl (1 000 m) in Elsbethen: Dritter ex aequo Anton Kröß/Stengl und Habersatter/Andexner (Hüttau, Rückstand beider Rodeln auf den Sieger Reiter/Schröder (Hüttau) 0,9 Sekunden.[33]
  • 26. Februar 1961: Niedernsill, 1,9 km: Anton Kröß/Stengl in einer Zeit von 01:51,1 min.[69]
  • 4. Februar 1962:  Der erst 16jährige Manfred Stengl wird zusammen mit dem Tiroler Josef Feistmantl Vize-Europameister im Doppelsitzer  bei der Rennrodel-Europameisterschaft 1962[70][71] im Ennstaler Weißenbach bei Liezen[72][73]
  • 13. Jänner 1963: Bei den österreichischen Staatsmeisterschaften auf der neu erbauten Rodelbahn (1 064 m Länge) in Igls-Heiligwasser (Nordtirol) sicherten sich Josef Feistmantl und der 17jährige Manfred Stengl den  Staatsmeistertitel im Doppelsitzer  mit 01:51,76 min. (zwei Läufe) vor dem Europameisterpaar Venier/Walch (01:52,00 min.).[74]
  • 12. Jänner 1964:  Feistmantl/Stengl wieder Staatsmeister im Doppelsitzer  auf der Olympia-Rodelbahn in Igls[36]
  • 5. Februar 1964:  Der 18jährige Mittelschüler Manfred Stengl gewann als Beisitzer mit Josef Feistmantl die Goldmedaille im Doppelsitzerbewerb bei den Olympischen Spielen in Innsbruck  in 01:41,62 min. vor Senn/H. Thaler (Ö) 01:41,91 min. und Außendorfer/Mair (Italien) 01:42,87 min.[75]
  • 1. und 2. Februar 1969: 12. Rennrodel-Weltmeisterschaft am Königssee, Stengl trat im im Doppelsitzer erstmals wieder mit Feistmantl an. Die Olympiasieger von Innsbruck 1964 infolge Trainingsmangels nur den achten Rang herausfahren. Die fast fünfjährige Trennung war eben in wenigen Tagen nicht wettzumachen. Nach dem ersten Durchgang noch an 14. Stelle liegend, steigerten sich die beiden gewaltig und schoben sich noch auf Rang acht vor. Josef Feistmantl gewann jedoch im Einsitzer die Goldmedaille.[52]
  • Bei den vorolympischen Winterspielen 1971 in Sapporo, Japan, die in der ersten Februar-Hälfte stattfanden, wurden R. Schmid/M. Stengl im Doppelsitzer-Bewerb Fünfte (Rückstand auf den Sieger zwei Sekunden).[76]

Bobsport

  • 28. März 1972: Bei frühlingshaften Wetterbedingungen auf der Eisbahn am Königssee verlief das Debüt von Stengl im Bobsport erstaunlich gut. Die beiden Neulinge Stengl mit seinem Vorarlberger Bremser Schwab bei der österreichischen Zweierbob-Staatsmeisterschaft den sechsten Platz. Dazu muss auch noch erwähnt werden, dass Stengl vor Beginn der Konkurrenz noch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen musste und beim Start im Schlitten saß. Er konnte wegen starker Prellungen, die er sich am Tag zuvor am Salzburgring beim Motorradtraining zugezogen hatte, nicht anschieben. Der Zeitverlust betrug beim Start fast eine Sekunde.[77]

  • 17. und 18. Februar 1973: Bei der Zweierbob-Juniorenmeisterschaft in St. Moritz in der Schweiz trafen sich Teilnehmer aus sieben Nationen. Stengl steuerte den Bob Österreich III. Sein Bremser war Lothar Mittelberger aus Götzis in Vorarlberg.[78] Im zweiten Trainingslauf steigerten sie sich und belegten Platz zwölf von 26 Mannschaften. Aufgrund dieser Trainingsleistung steuerten sie in den beiden Abschlusstrainings dann den Bob Österreich II.[79] Ergebnis konnte noch keines recherchiert werden.
  • Vom 6. bis 11. März nahm er an den österreichischen Zweierbob-Meisterschaften am Königssee teil.[80]

  • Jänner 1974: Bob-Europameisterschaften in Cortina d'Ampezzo in Italien. Stengl war als Bremser im Bob Österreich II dabei.[81]
  • 9. bis 11. Februar: Junioren-Europameisterschaften im Zweierbob in Cervinia, Stengl steuerte den Bob Österreich I.[82]  Am Montag, den 11. Februar 1974 wurden Manfred Stengl mit Beifahrer Gerd Krenn Vize-Europameister im Zweierbob   Die Leistung konnte gar nicht hoch genug geschätzt werden, lag doch Österreich I nach zwei Läufen noch an vierter Stelle. Zwei Fehler im vierten Lauf verhinderten unter Umständen sogar die Goldmedaille.[83]
  • Am 2. und 3. März fuhr Stengl bei einem internationalen Treffen in Oberhof in der DDR auf Platz drei hinter den beiden DDR-Bobs und ließ sogar die Brüder Dellekarth hinter sich (Weltmeister 1973 und 1974).[84]
  • Bei den am 16. und 17. März am Königssee stattgefundenen österreichischen Bobmeisterschaften war Stengl dabei.[85]

  • Bei dem am 25. und 26. Jänner 1975 am Königssee stattgefundenen Nationencup, an dem 32 Mannschaften aus acht Ländern teilnahmen, fuhr Stengl mit Krenn die schnellste Trainingszeit auf der 1 000 m langen Kunsteisbahn mit 43,38 Sekunden vor ihren Landsleuten Dieter Dellekarth und Gilling-Posch (43,50 sek.).[86]
  • Am 3. Februar 1975 fanden in Igls, Tirol, die österreichischen Meisterschaften im Viererbob statt. Die Überraschung schlechthin gelang dem jungen Salzburger Viererbob mit Steuermann Manfred Stengl und der Besatzung Jaksch, Barhabek und Vilas. Vier ausgeglichene Läufe brachten Stengl auf den zweiten Platz mit einer Gesamtzeit von 03:45,43 min.  Damit hatte Stengl für die am 22. und 23. Februar in Cervinia stattfindende Weltmeister nicht nur die Qualifikation im Zweier-, sondern auch im Viererbob geschafft.  [87]
  • Bei den am 10. Februar begonnenen Zeittrainings in Cervinia für die Zweierbob-Weltmeisterschaft belegte Stengl den fünften Platz, nur durch 0,9 sek. getrennt vom Bestplatzierten.[88] Doch trotz dieser guten Trainingsleistung und einem erhofften Platz unter den ersten Zehn musste sich ein enttäuschter Stengl mit Platz 14 begnügen, 6,5 Sekunden hinter dem Sieger Italien I. Nicht zuletzt ergab sich dieser Resultat, weil es in der österreichischen Mannschaft Spannungen mit ihrem Trainer Thaler gab, der, anstatt die Fahrer zu motivieren, internen Qualifikationsdruck mit den Worten immer nur Scheiße kommentierte.[89]
Verbandssperre für Stengl und Co oder doch nicht?
Die Spannungen zwischen Trainer und Sportlern fand mit einer ab 1. April vom Österreichischen Bobverband am 8. März aussprochenen Sperre für ein Jahr für Manfred Stengl, Werner Delle-Karth und Andreas Schwab ihren Höhepunkt. Doch bereits zehn Tage nach dieser Erklärung des Bobverbands nahm dieser die Sperren wieder zurück. Begründet wurde die Aufhebung damit, dass die Klubs der gesperrten Fahrer das Verhalten gegenüber dem Verband und seinem Präsidenten bedauerten und erklärt hatten, ihre Mitglieder selbst zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Was aber von Beobachtern bezweifelt wurde, hätte man doch damit den Bob-WM-Dritten damit an einem aussichtsreichen Start bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Innsbruck gehindert.</ref>Archiv SN, 20. März 1975, Seite 13</ref>
  • Bei der in der folgenden Woche stattgefundenen Viererbob-Weltmeisterschaft standen die Aussichten für die Österreicher günstiger. Beim ersen Training am 17. Februar war Österreich II mit Stengl mit Besatzung Jakob, Krenn und Vilas nur drei Hundertstelsekunden langsamer als der Zweitplatzierte Österreich III mit Werner Dellekarth, der eine Woche zuvor bei der internen Ausscheidung Stengl den Vorzug lassen musste.[90] Beim Training erreichte Stengl die fünftbeste Zeit, diesmal vor Dellekarth.[91] Im Abschlusstraining am 20. Februar fuhr Stengl im zweiten Lauf die viertschnellste Zeit und war damit der beste Österreich-Bob. Gemäß den Usancen in diesem Sport steuerte Zeitschnellste einer Nation dann in der Konkurrenz den Bob Österreich I.[92]
  • 23. Februar 1975, Sonntag:  Bronzemedaille für den Salzburger Viererbob bei der Weltmeisterschaft 1975  Manfred Stengl mit Gerd Krenn, Franz Jakob und Armin Vilas schafften quasi auf Anhieb vom Nichts zu einem Medaillenrang. Erst Mitte Jänner des Jahres hatten die Vier erstmals ihren Viererbob bestiegen. Nach zwei Läufen lagen sie an vierter Stelle mit 0,06 Sekunden Rückstand auf den Drittplatzierten. Am Sonntag lag dann nach dem dritten Lauf ein DDR-Bob an dritter Stelle. Doch im entscheidenen vierten Lauf wurde es dramatisch, nachdem zunächst Österreich II mit dem Wahlsalzburger Herbert Gruber den Bob von Stengl von Platz vier verdrängte. Dann aber zeigten die Salzburger, dass sie nicht nur erstklassig anschieben konnten (mit 5,52 Sekunden zweitbeste Startzeit aller Teilnehmer und aller Läufe), sondern auch auf einer exakten Linie bleiben konnten. Stengl verbesserte sich auf die achtbeste Zeit beider Renntage und konnte so noch Gruber und den durch einen Fahrfehler zurückgefallenen DDR-Bob abfangen.[93]
  • 20. und 21. Dezember 1975, Samstag und Sonntag fanden in Igls die österreichischen Viererbob-Meisterschaften und der Bewerb um den Batliner-Cup statt, zwei Qualifikationsrennen für die Olympischen Winterspiele statt. In der österreichischen Mannschaft wurde der Stengl Zweiter, im Batliner-Cup-Rennen Vierter und im Batliner-Cup lag Stengl nach drei Bewerber an dritter Stelle. Stengl war somit noch nicht für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck im Viererbob qualifiziert (wohl aber im Einzelrodelbewerb).[94]

  • Jänner 1976
  • Der für Montag, 5. und Dienstag, 6. Jänner 1976 vorgesehene Nationcup im Zweierbob auf der Kunsteisbahn beim Königssee musste am Dienstag aufgrund von starkem Regen aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. Es kamen nur die beiden Läufe von Montag zur Wertung, die die Deutschen Georg Heibl/Fritz Ohlwärter gewannen, Stengl erreichte Rang sieben.[95]
  • 10. und 11. Jänner 1976, Samstag und Sonntag, Nationencup im Viererbob auf der Olympiabahn in Igls: Im Qualifikationskampf für den zweiten Viererbob bei der Olympiade gewann der Bob mit Fritz Sperling mit einem vierten Platz in dieser Veranstaltung vor dem Salzburger Bob mit Manfred Stengl, Eichinger, Purkrabek und Jakob, der Fünfter wurde. Einer der Gründe, weshalb Stengl mit seiner Mannschaft die Qualifiktion nicht für sich entschied, lag wohl auch darin, dass sich der jüngste, personell durchgeführte Wechsel - Purkrabek kam für den trainingsfleißigen Krenn - im Endeffekt nicht entscheidend ausgewirkt hatte und dem "Betriebsklima" keineswegs förderlich war.[96]
  • 16. Februar 1976, Montag, begannen in St. Moritz in der Schweiz die Europameisterschaften im Zweier- und Viererbob, an denen Stengl mit Hans Eichinger im Zweierbob teilnahm.[97] Aufgrund ihrer guten Trainingsleistungen starteten die beiden dann im Bob "Österreich I".[98] Allerdings landeten dann Bob "Österreich I" (Werner Delle-Karth/Breg) und Bob "Österreich II" (Stengl/Eichinger) nur auf den Rängen elf und zwölf, wobei beide Fahrer bereits am Samstag mit Grippe zu den Wertungsläufen antraten.[99]
  • Am 23. Februar 1976, Montag, hatten dann die Trainingsläufe für die Viererbob-Europameisterschaft begonnen. In den ersten Trainingsläufen lag Stengl mit seinen Bob an siebenter Stelle, noch vor dem Olympiasieger Nehmer aus der DDR.[100] Stengl wurde mit seinem Bob Zehnter.[101]

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  • 1977
  • Zu den Weltmeisterschaften der Bobfahrer in St. Moritz in der Schweiz wurde Stengl vom Verband eingeladen, lehnte jedoch die Teilnahme ab.[102]
  • 23. Jänner [[1977], Sonntag: Bei dem international gut besetzten Stubai-Cup für Zweierbobs mit 16 Bobs aus drei Ländern gewann Stengl mit Bernhard Burkrabek.[103]
  • 16. Dezember 1977, Freitag: Ausgezeichnete äußere Bedingungen kennzeichneten die Trainingsfahrten der österreichischen Meisterschaft der Viererbobs in Innsbruck-Igls, wo heute zwei Läufte des Batliner-Cups gefahren wurden. Manfred Stengl lag nach zwei Läufen an dritter Stelle.[104] Allerdings verlor er am Samstag, 17. Dezember, in den beiden letzten Läufen Zeit und wurde schließlich nur Achter mit Bergmüller, Rettenbacher und Purkrabek.[105]

Leichtathletik

  • 31. August 1963: Bei den Landesmeisterschaften im Fünfkampf des Salzburger Leichtathletikverband auf der Itzlinger Sportanlage gewann Stengl beim Rahmenprogramm den 200-Meter-Lauf in 23,4 sek.[106]
  • 13. und 14. Juni 1964: Jugend-Mannschaftsmeisterschaften der Leichtathletik in Salzburg: Sieger in der Jugend A im 100-Meter-Lauf mit 11,4 Sek.[107]
  • Landesjugendmeisterschaft 1964 im Stadion in Itzling:
19. Juni: Sieg über 200 Meter in 23,5 Sek. und Sieger als Zielläufer in der 4x100-Meter-Staffel
20. Juni: Siege im 100-Meter-Lauf in 11,2 Sek.[108]

Quellen

Einzelnachweise

  1. www.sn.at Wo sind die Vielbegabten? , Joachim Glaser, 6. November 2002
  2. Archiv SN, 4. April 1967
  3. Archiv SN, 14. April 1967
  4. Archiv SN, 26. März 1970
  5. Archiv der SN, 21. Februar 1964
  6. Archiv SN, 5. November 1964
  7. Archiv SN, 2. Juni 1965
  8. 8,0 8,1 Archiv SN 2. März 1964
  9. Archiv SN, 4. Juni 1965
  10. Archiv SN, 14. Oktober 1970
  11. Archiv SN, 4. April 1967
  12. Archiv SN, 17. Juli 1967
  13. Archiv SN, 21. September 1968
  14. Archiv SN, 23. September 1968
  15. Archiv SN, 30. September 1968
  16. Archiv SN, 25. Juni 1969
  17. Archiv SN, 15. September 1969
  18. Archiv SN, 30. September 1969
  19. Archiv SN, 6. April 1970
  20. Archiv SN, 27. April 1971
  21. Archiv SN, 25. April 1970
  22. Archiv SN, 22. Juni 1970
  23. Archiv SN, 27. Juli 1970
  24. Archiv SN, 3. August 1970
  25. Archiv SN, 9. September 1970
  26. Archiv SN, 14. Oktober 1970
  27. Archiv SN, 2. Juni 1971
  28. Archiv SN 7. Jänner 1957
  29. Archiv SN 25. Jänner 1957
  30. Archiv SN 22. Jänner 1958
  31. Archiv SN 24. Februar 1959
  32. Archiv SN 7. Jänner 1959
  33. 33,0 33,1 Archiv SN 18. Jänner 1960
  34. Archiv SN 7. Jänner 1963
  35. Archiv SN 4. März 1963
  36. 36,0 36,1 Archiv SN 13. Jänner 1964
  37. Archiv SN, 28. Jänner 1966
  38. Archiv SN, 24. Jänner 1967
  39. Archiv SN, 30. Jänner 1967
  40. Archiv SN, 9. Jänner 1967
  41. Archiv SN, 16. Jänner 1967
  42. Archiv SN, 14. Februar 1967
  43. Archiv SN, 20. Februar 1967
  44. Archiv SN, 5. Jänner 1968
  45. Archiv SN, 8. Jänner 1968
  46. Archiv SN, 11. Jänner 1968
  47. Archiv SN, 15. Jänner 1968
  48. Archiv SN, 22. Jänner 1968
  49. Archiv SN, 31. Jänner 1968
  50. Archiv SN, 8. Jänner 1969
  51. Archiv SN, 14. Jänner 1969
  52. 52,0 52,1 Archiv SN, 4. Februar 1969
  53. Archiv SN, 1. März 1969
  54. 54,0 54,1 Archiv SN, 23. März 1970
  55. Archiv SN, 22. Jänner 1970
  56. 56,0 56,1 Archiv SN, 26. Jänner 1970
  57. Archiv SN, 2. Februar 1970
  58. Archiv SN, 5. Februar 1970
  59. Archiv SN, 16. März 1970
  60. Archiv SN, 9. Dezember 1970
  61. Archiv SN, 9. Jänner 1971
  62. SN-Archiv vom 18. Jänner 1971
  63. Archiv SN, 25. Jänner 1971
  64. Archiv SN, 28. Jänner 1971
  65. Archiv SN, 30. Jänner 1971
  66. Archiv SN, 1. Februar 1971
  67. Archiv SN, 22. Februar 1971
  68. Archiv SN, 22. März 1971
  69. Archiv SN 27. Februar 1961
  70. siehe Ennstalwiki → enns:Rennrodel-Europameisterschaft 1962
  71. Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im EnnstalWiki, einem Schwesternwiki des Salzburgwikis
  72. siehe Ennstalwiki → enns:Weißenbach bei Liezen
  73. Archiv SN 5. Februar 1962
  74. Archiv SN 14. Jänner 1963
  75. Archiv SN 6. Februar 1964
  76. Archiv SN, 15. Februar 1971
  77. Archiv SN, 29. März 1972
  78. Archiv SN, 15. Februar 1973
  79. Archiv SN, 16. Februar 1973
  80. Archiv SN, 6. März 1973
  81. Archiv SN, 24. Dezember 1973
  82. Archiv SN, 8. Februar 1974
  83. Archiv SN, 12. Februar 1974
  84. Archiv SN, 5. März 1974
  85. Archiv SN, 13. März 1974
  86. Archiv SN, 24. Jänner 1975
  87. Archiv SN, 4. Februar 1975
  88. Archiv SN, 11. Februar 1975
  89. Archiv SN, 17. Februar 1975
  90. Archiv SN, 18. Februar 1975
  91. Archiv SN, 19. Februar 1975
  92. Archiv SN, 21. Februar 1975
  93. Archiv SN, 24. Februar 1975
  94. Archiv SN, 22. Dezember 1975
  95. Archiv SN, 7. Jänner 1976, Seite 9
  96. Archiv SN, 12. Jänner 1976, Seite 9
  97. Archiv SN, 18. Februar 1976, Seite 9
  98. Archiv SN, 20. Februar 1976, Seite 9
  99. Archiv SN, 23. Februar 1976, Seite 11
  100. Archiv SN, 24. Februar 1976, Seite 9
  101. Quelle SN Archiv, 1. März 1976
  102. Archiv SN, 19. Jänner 1977, Seite 9
  103. Archiv SN, 24. Jänner 1977, Seite 9
  104. Archiv SN, 17. Dezember 1977, Seite 11
  105. Archiv SN, 19. Dezember 1977, Seite 11
  106. Archiv SN 2. September 1963
  107. Archiv SN 15. Juni 1964
  108. Archiv SN 22. Juni 1964