Österreich Rundfahrt

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Österreich-Rundfahrt 2004 in Salzburg
"Glockner-Etappe" 2019 mit Etappenziel auf der Großglockner Hochalpenstraße beim Fuscher Törl am 10. Juli 2019 gegen 13:45 Uhr - alle Informationen für Besucher.

Die Österreich Rundfahrt ist ein Rad-Etappenrennen, das seit 1949 ununterbrochen stattfindet.

Einleitung

Bis 1995 konnten nur Amateurrennfahrer daran teilnehmen. Seit 1996 handelt es sich um eine offene Rundfahrt, an der auch für Berufsrennfahrer teilnehmen können.

Salzburg-Etappen der Österreich-Radrundfahrt

Alle bisherigen Österreich-Radrundfahrten führten auch durch das Bundesland Salzburg. Die Glockner-Etappe über die Großglockner-Hochalpenstraße war bis auf wenige Ausnahmen in jedem Jahr eine Teiletappe der Rundfahrt. Der 65. Glocknerkönig wurde bei der 71. Österreich Rundfahrt am 10. Juli 2019 gekürt.

1949 bis 1960

Die ersten drei Rundfahrten folgten exakt demselben Streckenverlauf. Diese frühen Rundfahrten standen ganz im Zeichen des aus Südtirol zugewanderten Salzburgers Richard Menapace. Mehrere zehntausend Zuschauer an den Etappen-Zielorten jubelten den "Helden der Landstraße" zu. Die Etappe Innsbruck–Salzburg–Linz wurde in ihrer klassischen Variante an einem einzigen Tag gefahren. Wegen der Länge gab es aber zwei Halbetappen mit mehrstündiger Pause in Salzburg. 1959 wurde erstmals der Katschberg befahren, obwohl die Straße noch keinen Asphaltbelag aufwies.

Menapace kam bei seinem ersten Rennen 1949 mit zehn Minuten Vorsprung auf den Zweiten beim Fuscher Törl auf der Großglockner Hochalpenstraße an. Bis zur Schlussetappe, die von Linz nach Wien führte, hatte Menapace 26 Minuten Vorsprung herausgefahren. Auf der letzte Etappe riss er bei den Strengbergen vom Feld aus und setzte zu einer 160 Kilometer langen Solofahrt an. Mit 13 Minuten Vorsprung kam er im Ziel in Wien an.[1]

1959 radelte der Tross auf dem Fuscher Törl in dichtes Schneetreiben. Da die Abfahrt auf den Rädern zu gefährlich war brachten Postbusse die durchfrorenen Sportler ins Tal.[1]

Jahr Datum Etappe Startort–Zielort Länge km Etappensieger
1949 26. Juli 4. LienzZell am See 95 Menapace (Österreich)
28. Juli 5. Zell am See–Innsbruck 160 Menapace (Österreich)
29. Juli 6. Innsbruck–SalzburgLinz 281 Kroismaier (Österreich)
1950 25. Juli 4. Lienz–Zell am See 95 Menapace (Österreich)
27. Juli 5. Zell am See–Innsbruck 160 Moes (Luxemburg)
28. Juli 6.a Innsbruck–Salzburg 163 Deutsch (Österreich)
28. Juli 6.b Salzburg–Linz 118 Menapace (Österreich)
1951 24. Juli 4. Lienz –Zell am See 95 Lampert (Liechtenstein)
26. Juli 5. Zell am See–Innsbruck 149 Lauscha (Österreich)
27. Juli 6.a Innsbruck–Salzburg 162 Sitzwohl (Österreich)
27. Juli 6.b Salzburg–Linz 118 Reitz (Deutschland)
1952 1. Juli 4. Lienz–Saalbach 114 Deutsch (Österreich)
3. Juli 5. Saalbach–Innsbruck 168 Thygesen (Dänemark)
4. Juli 6.a Innsbruck–Salzburg 162 Bourgeois (Frankreich)
4. Juli 6.b Salzburg–Linz 118 Masson (Frankreich)
1953 21. Juli 4. Lienz–Saalbach 114 Reitz (Deutschland)
23. Juli 5. Saalbach–Bad Ischl 176 van Looy (Belgien)
1954 12. Juli 4. Lienz–Saalbach 114 Christian (Österreich)
14. Juli 5. Saalbach–Innsbruck 168 Ribeyre (Frankreich)
15. Juli 6. Innsbruck–Bad Ischl 227 Schroeders (Belgien)
1955 26. Juli 2. Linz–St. Johann im Pongau 186 Volkaert (Belgien)
27. Juli 3. St. Johann im Pongau–Innsbruck 178 Sitzwohl (Österreich)
28. Juli 4. Innsbruck–Bruck an der Großglocknerstraße-Fusch an der Großglocknerstraße 161 Christian (Österreich)
29. Juli 5. Bruck an der Großglocknerstraße-Fusch an der Großglocknerstraße–Spittal an der Drau 150 Christian (Österreich)
1956 2. Juli 3. Villach–Zell am See 187 Ströhm (Schweden)
4. Juli 4. Zell am See–Wattens 124 Doumont (Belgien)
5. Juli 5.a Wattens–Salzburg 140 Ignatowicz (Österreich)
5. Juli 5.b Salzburg–Ried im Innkreis 92 Christian (Österreich)
1957 1. Juli 3.a Wels–Salzburg Deutsch (Österreich)
1. Juli 3.b Salzburg–Wattens 245 (Gesamt) Proost (Belgien)
2. Juli 4. Wattens–Saalfelden am Steinernen Meer 139 Butzen (Belgien)
4. Juli 5. Saalfelden–Spittal an der Drau 144 Mascha (Österreich)
1958 8. Juli 3. Spittal an der Drau–Bruck an der Großglocknerstraße 131 Van der Veken (Belgien)
9. Juli 4. Bruck an der Großglocknerstraße–Innsbruck 149 Glowaty (Polen)
10. Juli 5.a Innsbruck–Salzburg 162 Glowaty (Polen)
10. Juli 5.b Salzburg–Ried im Innkreis 92 Van der Veken (Belgien)
10. Juli 5.b Salzburg–Ried im Innkreis 92 Van der Veken (Belgien)
1959 29. Juni 3. Wels–Wörgl 196 Schweiger (Österreich)
30. Juni 4. Wörgl–Saalfelden am Steinernen Meer 94 Ruiner (Österreich)
1. Juli 5. Saalfelden am Steinernen Meer–Spittal an der Drau 144 Kaupe (Österreich)
2. Juli 6. Spittal an der Drau–Tamsweg–Knittelfeld 158 Podobas (Polen)
1960 28. Juni 4. Spittal an der Drau–Saalfelden am Steinernen Meer 152 Kunde (Deutschland)
29. Juni 5. Saalfelden am Steinernen Meer–Wörgl 113 Postl (Österreich)
30. Juni 6. Wörgl–Salzburg via A1–Ried im Innkreis 191 Jaisli (Schweiz)

1961 bis 1970

1963 wurde die Rundfahrt von ihrem ersten Dopingskandal überschattet: Bei den Österreichern Postl und Christian werden Amphetamine gefunden, sie wurden vom Bewerb ausgeschlossen. 1965 erging es den Fahrern Frisch, Schattelbauer und Bachmeier (alle Österreich) nicht anders: Sie wurden im Etappenort Saalfelden ausgeschlossen, nachdem Stenamin in ihren Proben gefunden wurde.

1969 schrieb die heimische Tour dann große Schlagzeilen: Schlechtwetter begleitete die Rundfahrt von Beginn an, schon die Glockner-Etappe wird zur Kälteschlacht. Auf der sechsten Etappe überrascht starker Schneefall die Fahrer hinauf nach Obertauern. Die Radlegende Joop Zoetemelk zeigt sich unbeeindruckt und gewinnt im Solo, dahinter spielen sich Tragödien ab. Als "Mörder" beschimpfen die Fahrer die Rennleitung, Wolfgang Steinmayr versucht vergeblich einen Streik zu organisieren. Viel zu spät wird abgebrochen, der Großteil der Fahrer ist schon ausgestiegen. Am nächsten Tag nehmen nur mehr 40 Fahrer die nächste Etappe in Angriff.[1]

Jahr Datum Etappe Startort–Zielort Länge km Etappensieger
1961 17. Juni 1. Linz–St. Johann in Tirol 1961 Heeb (Liechtenstein)
21. Juni 5. Innsbruck–Saalfelden 143 Damm (Österreich)
22. Juni 6. Saalfelden–Spittal an der Drau 152 van den Bossche (Belgien)
1962 18. Juni 3. Villach–Saalfelden 189 Christian (Österreich)
19. Juni 4.a Saalfelden–St. Johann in Tirol (Teamzeitfahren) 48 DDR
22. Juni 7. St. Johann in Tirol–Linz 186 Denhartog (Niederlande)
1963 2. Juli 4. Spittal an der Drau–Zell am See 165 Damm (Ö)
3. Juli 5. Saalfelden–Schladming 199 de Pauw (Belgien)
4. Juli 6.a Schladming–Hochwurzen (Bergzeitfahren) 13 Damm (Österreich)
4. Juli 6.b Schladming–Salzburg 102 Weiß (Österreich)
5. Juli 7.a Salzburg–Linz 131 Ripfel (Schweden)
5. Juli 7.b Linz (Kriterium) 60 Weiß (Österreich)
1964 3. Juni 5. Bad Aussee–Zell am See 127 Dolman (Niederlande)
4. Juni 6. Zell am See–Spittal an der Drau 150 Frisch (Österreich)
1965 1. Juni 4. Eferding–Saalfelden 200 Monteyne (Belgien)
2. Juni 5. Saalfelden–Paternion 164 Tanneberg (DDR)
1966 8. Juni 5. Hermagor–Saalbach 168 Furian (Österreich)
9. Juni 6. Saalbach–Steyr 215 Carpanelli (Italien)
1967 4. Juni 3.b Bad Hall–St. Johann im Pongau 182 Huster (DDR)
5. Juni 4. St. Johann im Pongau–Innsbruck 219 Marks (DDR)
6. Juni 5.a Innsbruck–Kaprun 150 Wagtmans (Niederlande)
6. Juni 5.b Kaprun–Lienz 91 Frisch (Österreich)
1968 10. Juni 3. Schladming–Innsbruck 216 Krekels (Niederlande)
13. Juni 6. Telfs–Kaprun 131 Van Vught (Niederlande)
14. Juni 7. Kaprun–Klagenfurt 207 Maggioni (Niederlande)
1969 1. Juni 2.a Linz–Salzburg 119 Csenar (Österreich)
1. Juni 2.b Salzburg–Gaisberg (Zeitfahren) 7,2 Zoetemelk (Niederlande)
2. Juni 3 Salzburg–Lienz 171 Zoetemelk (Niederlande
4. Juni 5. Innsbruck–St. Johann im Pongau 192 Berckmans (Belgien)
5. Juni 6. St. Johann im Pongau–Obertauern, geplant bis Villach, Abbruch wegen Schneefalls 46 Zoetemelk (Niederlande)
1970 3. Juni 5. Villach –Mittersill 194 Humenberger (Österreich)
4. Juni 6. Mittersill–Salzburg 166 Schattelbauer (Österreich)
5. Juni 7.a Salzburg–Braunau am Inn 102 Pustjens (Niederlande)

1971 bis 1980

Roman Humenberger trug 1971 als erster und bisher (Stand 2017) einziger Sieger das Gelbe Trikot von der ersten Etappe bis zur Schlussetappe. 1979 gelang es dem Salzburger Herbert Spindler, eigentlich Helfer für Rudi Mitteregger eingeteilt, die Sensation: er holte sich den Sieg.[1]

Die Duelle des Tirolers Wolfgang Steinmayr mit dem Steirer Rudi Mitteregger prägen die Rundfahrten der frühen 1970er-Jahre. 1974 fehlt Steinmayr krankheitsbedingt. Alles läuft für Mitteregger, dem schon das Schicksal des ewigen Zweiten drohte. Bis er auf dem Gaberl einen Reifendefekt hat und die unaufmerksame Servicecrew im Feld viel zu spät reagiert. Mitteregger hatte schon sein Rad ausgebaut und lief mit diesem in der Hand am Straßenrand auf und ab. "Wo san denn de Deppen..." schrie der Steirer in seiner Verzweiflung. Die ORF-Übertragung macht ihn zum Medienstar–erst recht, weil es sich doch noch mit dem Gesamtsieg ausgegangen war.[1]

1976 fiel erstmals in der Geschichte die Glockneretappe aus, weil den Fahrern kurz vor den Olympischen Spielen keine "übermäßige Belastung" zugemutet werden sollte.

Jahr Datum Etappe Startort–Zielort Länge km Etappensieger
1971 6. Juni 2. Wels–Salzburg 138 Priem (Niederlande)
7. Juni 3. Salzburg–Innsbruck 164 Priem (Niederlande)
8. Juni 4. Zell am See–Lienz 138 Mitteregger (Österreich)
1972 2. Juni 1. Graz–Tamsweg 199 van Dongen (Niederlande)
3. Juni 2. RamingsteinKarneralm (Bergzeitfahren) 10,2 Steinmayr (Österreich)
3. Juni 3. Tamsweg–Lienz 136 Katwijk (Niederlande)
4. Juni 4. Lienz–Ellmau 157 Mitteregger (Österreich)
5. Juni 5. Ellmau–Mittersill–Innsbruck 182 Katwijk (Niederlande)
6. Juni 6. Innsbruck–Salzburg 168 Langen (Niederlande)
7. Juni 7. Salzburg–Linz 122 Speigen (Niederlande)
1973 17. Juni 3. St. Wolfgang–Gaisberg 86 Steinmayr (Österreich)
18. Juni 4. Salzburg–Innsbruck 167 Njelubin (UdSSR)
21. Juni 6. Ellmau–Lienz 162 Steinmayr (Österreich)
1974 10. Juni 4. Zell am See–Kufstein 111 Brehm (BRD)
13. Juni 8. St. Johann in Tirol–Mallnitz 181 Denk (Österreich)
14. Juni 9. Bad Hofgastein–St. Wolfgang 133 Leleu (Frankreich)
15. Juni 10. St. Wolfgang–St. Gilgen–Linz 142 Schönbacher (Österreich)
1975 11. Juni 6. Linz–St. Wolfgang 139 Spindler (Österreich)
11. Juni 7. St. Wolfgang–Salzburg 51 Lichatschew (UdSSR)
12. Juni 8. Salzburg–Kals 162 Tak (Niederlande)
13. Juni 9. Kals–Fusch an der Großglocknerstraße 111 Steinmayr (Österreich)
14. Juni 10. Fusch an der Großglocknerstraße–Innsbruck 164 Leskov (UdSSR)
1976 16. Juni 6. Lienz–Felbertauern-Tunnel–Innsbruck 196 Gecchele (Italien)
17. Juni 7. Innsbruck–Salzburg 166 Schönbacher (Österreich)
18. Juni 8. Salzburg–Linz 128 Duclos-Lasalle (Frankreich)
19. Juni 9. Leonding–St. Wolfgang 183 Neveceral (Tschechoslowakei)
1977 5. Juni 3. Schladming–Eben im Pongau (Einzelzeitfahren) 25 Mitteregger (Österreich)
5. Juni 4. Eben im Pongau–Fieberbrunn 109 Prchal (Tschechoslowakei)
7. Juni 6. Kühtai–Mittersill 143 Denk (Österreich)
8. Juni 7. Mittersill–Kaiser-Franz-Josefs-Höhe 120 Olivetto (Italien)
1978 29. Mai 4. Lienz–Kaprun 93 Willmann (Norwegen)
30. Mai 5. Kaprun –Innsbruck 156 Szurkowski (Polen)
31. Mai 6. Innsbruck –Salzburg 167 Tschatkis (UdSSR)
1. Juni 7. Salzburg–Linz 129 Szurkowski (Polen)
1979 9. Juni 1. Linz–Obertrum 136 Wojtas (Polen)
9. Juni 2. Obertrum–Obertrum (Einzelzeitfahren) 14 Karner (Österreich)
10. Juni 3. Obertrum–Innsbruck 179 Seidl (Österreich)
15. Juni 8. Ellmau–Obervellach 166 Summer (Österreich)
1980 1. Juni 3. Linz–Hof bei SalzburgHallein–Salzburg 183 Muckenhuber (Österreich)
2. Juni 4. Salzburg–Jenbach 138 Eberl (Österreich)
3. Juni 6. Innsbruck–Saalbach 172 Traxler (Österreich)
4. Juni 6.a Hinterglemm–Saalbach (Einzelzeitfahren) 8 Trinkler (Schweiz)
5. Juni 7. Saalbach–Döllach 80 Saether (Norwegen)

1981 bis 1990

Jahr Datum Etappe Startort–Zielort Länge km Etappensieger
1981 15. Juni 3. Weißensee–Saalfelden 140 Zadrobilek (Österreich)
16. Juni 4. Saalfelden–Jenbach 107 Lienhart (Österreich)
16. Juni 5. Jenbach–Gerlos 43,7 Maier (Österreich)
17. Juni 6. Gerlos–Abtenau 158 Deschiz (UdSSR)
18. Juni 7. Abtenau–Spital an der Pyhrn 162 Muckenhuber (Österreich)
1982 2. Juni 1. Linz–Lofer 166,5 Muschizki (UdSSR)
1983 6. Juni 6. Lienz–St. Johann in Tirol 143 Lienhart (Österreich)
1984 4. Juni 6. Großkirchheim–Söll 140 Mierzejewski (Polen)
5. Juni 7. Söll–Eugendorf 126 Popp (Österreich)
6. Juni 8. Eugendorf–Linz 160 Mierzejewski (Polen)
1985 3. Juni 3. Schladming–Hof bei Salzburg 167 Trinkler (Schweiz)
4. Juni 4. Hof bei Salzburg–Wattens 172 Manakow (UdSSR)
5. Juni 5. Wattens–Bruck an der Großglocknerstraße 141 Lienhart (Österreich)
6. Juni 6. Bruck an der Großglocknerstraße–Gmünd 141 Wechselberger (Österreich)
1986 3. Juni 7. Obervellach–Leogang 127 Seidl (Österreich)
4. Juni 8. Leogang–Innsbruck 137,5 Popp (Österreich)
5. Juni 9. Innsbruck–Mondsee 201 Skaane (Norwegen)
1987 31. Mai 3. Lienz–Kirchberg in Tirol 145 Konischew (UdSSR)
3. Juni 6. München, BayernSt. Martin am Tennengebirge 97 Lienhart (Österreich)
4. Juni 7. St. Martin am Tennengebirge–Annaberg–Bad Goisern am Hallstättersee–Mondsee 97 Zanoli (Niederlande)
4. Juni 8. Rund um den Mondsee (Einzelzeitfahren) 24 Wechselberger (Österreich)
1988 30. Mai 4. St. Georgen im Attergau–Innsbruck 205 Traxl (Österreich)
31. Mai 5. Innsbruck–Mittersill 129,5 Boden (DDR)
1. Juni 6. Mittersill–Lienz 109 Audehm (DDR)
1989 2. Lienz–Seekirchen am Wallersee 166 Landsmann (DDR)
3. Seekirchen–Innsbruck 176 Traxl (Österreich)
4. Innsbruck–Radstadt 207 Heppner (DDR)
5. Radstadt–Lienz 145 Lammer (Österreich)
1990 28. Mai 6. Döllach–Fieberbrunn 143 Maier (Österreich)
30. Mai 8. Innsbruck–Radstadt 195 Styks (Tschechoslowakei)
31. Mai 9. Radstadt–Seekirchen am Wallersee 155 Engels (Niederlande)
1. Juni 10. Seekirchen am Wallersee–Linz 189 Port (Tschechoslowakei)

1991 bis 2000

Salzburg wird zum "Durchhaus" der Tour. Von 1992 bis 1996 gibt es keinen einzigen Etappenstart oder -zieleinlauf im Bundesland Salzburg. Die Felbertauern Straße wird mehrfach alternativ zum Großglockner befahren. Ab 1996 ist die Österreich-Radrundfahrt auch für Berufsfahrer offen.

1996 kam der große Umbruch. Die strikte Trennung in Amateur- und Profisport. 2000 kam ein Klassiker hinzu. War bisher die Glockner-Etappe der "Scharfrichter" der Tour, ist das ab sofort das Kitzbüheler Horn. Wer auf den steilen Kehren hinauf zum Alpenhaus den Anschluss verliert, hat auch die Rundfahrt verloren. Acht Mal war bis 2017 der Sieger am Horn ident mit dem Toursieger.[1]

Jahr Datum Etappe Startort–Zielort Länge km Etappensieger
1991 2. Juni 3. St. Martin am Tennengebirge–Zell am Ziller, Zillertal 169,5 Garel (Frankreich)
5. Juni 6. Fieberbrunn–Sillian 158,5 Kreuziger (Tschechoslowakei)
6. Juni 7. Sillian–KatschbergMauterndorf 174,5 Hervé (Frankreich)
7. Juni 8. St. Michael im Lungau–Klopeiner See 169 Güller (Schweiz)
1992 30. Mai 2. Linz–Ellmau 198 Dekker (Niederlande)
31. Mai 3. Ellmau–Saalfelden am Steinernen MeerZell am SeeZell am Ziller 164,5 Totschnig (Österreich)
3. Juni 7. Kundl–Sillian 177,5 Dekker (Niederlande)
1993 6. Juni 3. Gröbming–Zell am Ziller 201 Schmidt (Deutschland)
9. Juni 7. Kundl–Sillian 138 Meier (Schweiz)
1994 5. Juni 3. MattighofenStraßwalchen–Gröbming 172 Mengin (Frankreich)
6. Juni 4. Gröbming–Zell am Ziller 201 Kjergaard (Norwegen)
10. Juni 9. Lanersbach–Mittersill–Felbertauern-Tunnel–Sillian 93 de Poel (Niederlande)
1995 11. Juni 4. Gröbming–Zell am Ziller 209 Buxhofer (Österreich)
12. Juni 5. Zell am Ziller–Felbertauern-Tunnel–Lienz 167 Andersen (Dänemark)
13. Juni 6. Lienz–Felbertauern-Tunnel–Großglockner–Lienz 176 Kjaergaard (Norwegen)
1996 10. Juni 9. Mattighofen–Gröbming 144 Vandenbroucke (Belgien)
12. Juni 7. Lienz–Felbertauern-Tunnel–St. Johann in Tirol 143 van den Meulenhof (Niederlande)
1997 1. Juni 3. Gröbming–[[Obertrum am See] 160 D. Müller (Österreich)
2. Juni 4. Obertrum am See–Bad Hofgastein 160 Vandenbroucke (Belgien)
3. Juni 5. Bad Hofgastein–Lienz 148 Camenzind (Schweiz)
4. Juni 6. Lienz–St. Johann im Pongau-Alpendorf 132 Andrle (Tschechien)
5. Juni 7. St. Johann im Pongau–ObertauernKatschberg–Villach 170 Nardello (Italien)
1998 3. Juni 4. Geinberg–St. Johann im Pongau-Alpendorf 180 Donati (Italien)
4. Juni 5. St. Johann im Pongau-Alpendorf–Obertauern–Katschberg–Villach 170 Luttenberger (Österreich)
5. Juni 6. Villach–Bad Hofgastein 212 Petek (Slowenien)
6. Juni 7. Bad Hofgastein–Gröbming 133 Rossato (Italien)
1999 10. Juni 4. Ried im Innkreis–St. Johann im Pongau-Alpendorf 188 Zberg (Schweiz)
11. Juni 5. St. Johann im Pongau–Bad Hofgastein 198 A. Eisel (Österreich)
12. Juni 6. Bad Hofgastein–Kaltenbach im Zillertal 181 Lontscharitsch (Österreich)
2000 7. Juni 3. Großraming–St. Johann im Pongau-Alpendorf 208 Bertolini (Italien)
8. Juni 4. St. Johann im Pongau–Kitzbüheler Horn 144 Totschnig (Österreich)
9. Juni 5. Kitzbühel–Lienz 157 Nardello (Italien)
10. Juni 6. Lienz–Bad Hofgastein 175 Glomser (Österreich)
11. Juni 7. Bad Hofgastein–Saalbach-Hinterglemm 160 Lombardi (Italien)

2001 bis 2010

Mit Gerrit Glomser kann sich erstmals seit Richard Menapace wieder ein Salzburger groß in Szene setzen. Er gewinnt die Gesamtwertung 2002 und 2003. Die Rad-Weltmeisterschaft 2006 rückt Salzburg in den Mittelpunkt der Rundfahrt. Streckenabschnitte des WM-Kurses werden schon bei den vorangehenden Rundfahrten getestet.

Jahr Datum Etappe Startort–Zielort Länge km Etappensieger
2001 13. Juni 3. Schwaz–Bad Hofgastein 173 Morini (Italien)
14. Juni 4. Bad Gastein–Kitzbüheler Horn 154 Evans (Australien)
15. Juni 5. Kitzbühel–Lienz 138 Basso (Italien)
16. Juni 6. Lienz–Katschberg–St. Michael im Lungau 156 Morscher (Österreich)

Etappe annulliert

17. Juni 7. Mauterndorf–Obertauern–Gröbming 133 Nardello (Italien)
2002 12. Juni 3. Schwaz–Gerlos–Felbertauern-Tunnel–Innervillgraten 196 Glomser (Österreich)
13. Juni 4. Lienz–Felbertauern-Tunnel–Bad Hofgastein 141 Derganc (Slowenien)
14. Juni 5. Bad Gastein–Bad Dürrnberg–Kitzbüheler Horn 186 Obwaller (Österreich)
15. Juni 6. Kitzbühel–Tamsweg 171 Hempel (Österreich)
16. Juni 7. St. Michael im Lungau–Graz 200 Sunderland (Australien)
2003 9. Juni 1. Salzburg–Salzburg (Rundkurs Flachgau) 133 Radochla (Deutschland)
10. Juni 2. Salzburg–Bad Hofgastein 189 Glomser (Österreich)
11. Juni 3. Bad Hofgastein –Kitzbüheler Horn 158 Glomser (Österreich)
12. Juni 4. Kitzbühel–Felbertauern-Tunnel–St. Jakob im Defreggental Sijmens (Belgien)
2004 7. Juni 1. Salzburg–Salzburg (Rundkurs WM/U23-Zeitfahren) 148 Steels (Belgien)
8. Juni 2. Salzburg–Kitzbüheler Horn 144 Evans (Australien)
9. Juni 3. Kitzbühel–Bad Hofgastein 186 Steels (Belgien)
10. Juni 4. Bad Gastein–Lienz–Tristacher See 148 Glomser (Österreich)
2005 4. Juli 3. Linz–Salzburg 186,5 Marinangeli (Italien)
5. Juli 2. SalzburgFuscher Törl

Etappe nach Nussdorf–Lienzer Dolomiten wegen Schneefalls verkürzt

118 Mercado (Spanien)
6. Juli 3. Lienz–Felbertauern–Kitzbühel 179 Den Bakker (Niederlande)
2006 4. Juli 2. Linz–Salzburg 188 Baldato (Italien)
5. Juli 3. Salzburg–Kitzbüheler Horn 196 Pfannberger (Österreich)
6. Juli 4. Kitzbühel –Prägraten 182 Ghyllebert (Belgien)
2007 9. Juli 2. Mayrhofen im Zillertal–Salzburg 194,9 Ciolek (Deutschland)
10. Juli 3. Salzburg –Kitzbüheler Horn 183,8 Rohregger (Österreich)
11. Juli 4. Kitzbühel –Prägraten 183,7 Leukemans (Belgien)
2008 8. Juli 2. Toblach–Felbertauern-Tunnel–Kitzbüheler Horn 169 Sörensen (Dänemark)
9. Juli 3. Kitzbühel–Prägraten 183 Pidgornij (Ukraine)
2009 7. Juli 3. Kitzbühel–Prägraten 183 Weening (Niederlande)
2010 6. Juli 3. Kitzbühel–Felbertauern-Tunnel–Lienz 134,5 Bertagnolli (Italien)

ab 2011

Jahr Datum Etappe Startort–Zielort Länge km Etappensieger
2011 5. Juli 3. Kitzbühel–Prägraten am Großvenediger 174,5 Keukeleire (Belgien)
6. Juli 4. Matrei–St. Johann im Pongau-Alpendorf 199,3 Geniez (Frankreich)
7. Juli 5. St. Johann im Pongau–Schladming 157,2 Stannard (Großbritannien)
2012 3. Juli 3. Kitzbühel–Lienz 141,8 Modolo (Italien)
4. Juli 4. Lienz–St. Johann im Pongau-Alpendorf 141,3 Fuglsang (Dänemark)
5. Juli 5. St. Johann–Sonntagberg 228,3 Taborre (Italien)
2013 3. Juli 4. Matrei in Osttirol–St. Johann-Alpendorf 146 Mathias Frank (Schweiz)
4. Juli 5. St. Johann im Pongau-Alpendorf–Sonntagberg 228,3 Mathias Frank (Schweiz)
2014 8. Juli 3. Bad Ischl–Kitzbüheler Horn 206 Dayer Quintana (Kolumbien)
9. Juli 4. Kitzbühel–Matrei 171 Oscar Gatto (ITA)
10. Juli 5. Matrei–St. Johann im Pongau-Alpendorf 146,4 Jesse Sergent (Neuseeland)
10. Juli 6. St. Johann im Pongau-Alpendorf–Dobratsch 182,4 Jewgeni Petrow (Russland)
2015 10. Juli 6. Lienz–Großglockner Hochalpenstraße–Kitzbüheler Horn 166 Victor de la Parte (Spanien)
2016 4. Juli 1. Innsbruck–Salzburg 186 Nicola Ruffoni (Italien)
5. Juli 2. Mondsee–St. Gilgen–Steyr 205 Clement Venturini (Frankreich)
6. Juli 4. Rottenmann–Edelweißspitze 182 Jan Hirt (Tschechien)
2017 6. Juli 4. Salzburg–Kitzbüheler Horn 82,7 - 1 054 Höhenmeter Miguel Lopez Moreno (Kolumbien)
7. Juli 5. Kitzbühel–St. Johann im Pongau-Alpendorf 212,5–3 258 Höhenmeter Ben O'Connor (Australien)
8. Juli 6. St. Johann im Pongau-Alpendorf–Wels 203,9–1 021 Höhenmeter Clément Venturini (Frankreich)
2018 11. Juli 5. Matrei in OsttirolFuscher Törl 92,9 - ? Höhenmeter Pieter Weening (Niederlande)
2019 10. Juli ?. RadstadtDientner Sattel-Fusch an der Großglocknerstraße-Fuscher Törl 103,5 - 3 293 Höhenmeter Ben Hermanns (Belgien)

Bilder

 Österreich Rundfahrt – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblink

Quellen

  • Internetseiten

Einzelnachweise