Bauernregel

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Dieser Artikel listet Bauernregeln auf, die im Salzburgwiki zu finden sind.

Jänner

2. Jänner: Der Schnee, den die Sonne nimmt, kommt wieder.
3. Jänner: Anfang und End vom Januar, zeigen das Wetter für's ganze Jahr.
4. Jänner: Je frostiger der Jänner, desto freudiger das ganz Jahr.
6. Jänner:
Sind die Heilig Drei König sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
Ist Dreikönig hell und klar, gibt's viel Wein in diesem Jahr.
12. Jänner: Ist der Winter warm, wird der Bauer arm.
13. Jänner: Je frostiger der Jänner, je freudiger das ganze Jahr.
20. Jänner: Sebastian
Haben Fabian und Sebastian nach Kälte Verlangen, musst du um deinen Vorrat an Brennholz bangen.
Schütten Fabian und Sebastian viel Schnee auf’s Dach, wird vor Matthias der Frühling nicht wach.
Können Fabian und Sebastian Schneemänner bau’n, türmt sich der Schnee bald mannshoch am Zaun.
Verschließt tiefer Schnee zu Sebastian die Saaten, wird unser täglich Brot gut geraten.
An Fabian und Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an.
An Fabian und Sebastian soll der Saft in die Bäume gahn.
Fabian, Sebastian,da steigt der Saft den Baum hinan.
An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an.
Sonnenschein um Fabian und Sebastian, lässt den Tieren das Futter ausgah'n.
Ist es um Fabian und Sebastian schon warm, wird das Jahr meist futterarm.
Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an.
29. Jänner: Fehlt dem Jänner Schnee und Frost, gibt der März sehr wenig Trost.
30. Jänner: Braut der Jänner Nebel gar, wird das Frühjahr nass fürwahr!

Februar

1. Februar: Ist's im Februar regnerisch, hilft's so viel wie guter Mist.
2. Februar: Maria Lichtmess:
Ist's zu Lichtmess mild und rein, wirds ein langer Winter sein.
Lichtmess-Sonnenschein bringt großen Schnee herein.
Scheint zu Lichtmess die Sonne heiß, gibt`s noch sehr viel Schnee und Eis.
Ist's Lichtmess licht, geht der Winter nicht.
Wenn's an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.
Lichtmess trüb, ist dem Bauern lieb.
Lichtmess im Klee, Palmsonntag (oder: Ostern) im Schnee.
Weiße Lichtmess - grüne Ostern.
Zu Stephani a Muckngahn, zu Neujahr a Hahnentritt, zu Heilig Drei König a Hirschensprung und zu Maria Lichtmess a ganze Stund[1].
An Lichtmess fängt der Bauersmann, neu mit des Jahres Arbeit an.
Februar Schnee und Regen, deuten an den Gottessegen.
3. Februar: St. Blasius stößt dem Winter die Hörner ab.
4. Februar:
Will der Mann die Kehle feuchten, gibt es starkes Wetterleuchten!
Februar Schnee und Regen, deuten an den Gottessegen.
5. Februar: St. Agatha, die Gottesbraut, macht, dass Schnee und Eis gern taut.
6. Februar: Liaber an Mag'n verrenkt, als der Bäuerin was g'schenkt.
8. Februar: Wenn's der Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht.
9. Februar: Wann i des g'wisst hätt, dass ma's Wasser a trinken ko, nacha hätt' i mein Hof no.
10. Februar: Drei Mal schlecht gegessen ist auch gefastet.
13. Februar: Dreht zwei Mal sich der Wetterhahn, so zeigt er Sturm und Regen an.
14. Februar: Valentin - Wetterregeln
Ist es an Valentin noch weiß, blüht an Ostern schon das Reis.
Hat der Valtl Regenwasser, wird der Auswärts* noch viel nasser.
Kalter Valentin – früher Lenzbeginn
An St. Valentin gehen Eis und Schnee dahin.
Hat`s zu St. Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren.
Regen zu St. Valentin macht die halbe Ernte hin.
Auf St. Valentin friert das Rad samt Mühlbach wieder ein.
Liegt an Valentin die Katz in der Sonn, kriecht sie im März hintern Ofen.
15. Februar:
Nordwinde im Februar melden an ein fruchtbares Jahr.
Spielen die Mücken im Februar, frier'n Schaf' und Bien' das ganze Jahr.
16. Februar: Wenn's im Hornung nicht recht schneit, schneit es in der Osterzeit.
17. Februar:
Wind in der Nacht am Tage Wasser macht.
Lässt der Februar Wasser fallen, so lässt's der März gefrieren.
18. Februar:
Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.
Februar viel Schnee und Eis macht den ganzen Sommer heiß.
19. Februar: Wenn's im Februar nicht schneit, schneit es in der Osterzeit.
21. Februar: Je nasser ist der Februar, desto nasser wird das ganze Jahr.
22. Februar: Ist's an Petri Stuhlfeier kalt, weicht der Frost nocht nicht so bald!
27. Februar: Was der Hornung nicht will, das nimmt der April.
28. Februar: Früher Vogelsang macht Winter lang.

März

26. März: Wie die letzten Tage im März wird die Herbstzeit allerwärts.

April

15. April: Wo kein Hahn ist, da kräht die älteste Henne.

Mai

5. Mai:
Vom Tau, der im Maienmond fällt, der Bauer viel Segen erhält.
Wenn im Mai die Wachteln schlagen, künden sie von Regentagen.
6. Mai: Kommt im Mai der Wind aus Süden, ist uns Regen bald beschieden.
26. Mai: Vollmond mit Wind ist zu Regen gesinnt.
29. Mai: Mai ohne Regen, fehlt's allerwegen.

Juni

1. Juni: Gibt's im Juni Donnerwetter, wird auch das Getreide fetter.
13. Juni: Juni viel Donner, verkündet trüben Sommer.
15. Juni: Der Wind dreht um St. Veit, da legt sich's Laub auf die andere Seit.
16. Juni: Wer auf Sankt Benno baut, der kriegt viel Kraut.
17. Juni: Was im Juni nicht wächst, gehört in den Ofen.
19. Juni: Juniregen reichster Segen. Lacht die Sonne, eitel Wonne.

Juli

1. Juli: Im Juli muss braten, was im Herbst soll geraten.
2. Juli: Die Julisonne arbeitet für zwei.
3. Juli: Geht Maria übers Gebirge nass, bleiben leer Scheune und Fass.
5. Juli: Ein feuchter Julimond hat sich noch nie gelohnt.
6. Juli: Ein Gewitter wird gefährlich, wenn es auf trockenen Boden donnert.
7. Juli: Juliregen nimmt den Erntesegen
8. Juli: Fällt kein Tau im Julius, Regen man erwarten muss.
9. Juli: Im Juli warmer Sonnenschein macht alle Früchte reif und fein.
10. Juli: Morgens lauter Finkenschlag kündet Regen für den Tag.
12. Juli: Wenn die Sonne scheint sehr bleich, ist die Luft an Regen reich.
16. Juli: Wenn gedeihen soll der Wein, muss der Juli trocken sein.
21. Juli: Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten.
22. Juli:
Nur in der Juliglut wird Obst und Wein dir gut.
Zu Maria Magdalenen fehlt es selten uns an Tränen. (Wetterspruch)
31. Juli: Fängt der August mit Donner an, er's bis zum End' nicht lassen kann.

August

1. August: Fängt der August mit Donner an, er's bis zum End' nicht lassen kann!
8. August: Ist der August ohne Feuer, macht er das Brot uns teuer.
19. August: Hohe Wolken - seichte Wasser.
22. August: Augustnebel künden einen kalten Winter.
24. August: Bartholomäus
Es gibt viele Bauernregeln um Bauernregel wie beispielsweise:
Zu Bartholomä liegt 's Grummet auf dem Heu.
Gewitter um Bartholomä, bringen Hagel und Schnee.
Regen an St. Bartholomä, tut den Reben bitter weh.
29. August: Regen zu Johannis' Enthauptung verdirbt alle Nüsse.
31. August: St. Raimund treibt die Wetter aus!

September

29. September: Michael
Ist die Nacht vor Michaelis hell, so soll ein strenger und langer Winter folgen; regnet es aber an Michaelis, so soll der nächste Winter sehr gelind sein.
Regnet's an Michaelis ohne Gewitter, folgt meist ein milder Winter; ist es aber an Michaelis und an Gallus trocken, dann darf man auf gutes, trockenes Frühjahr hoffen.
Wenn die Zugvögel nicht ziehen vor Michael, wird es nicht Winter vor Weihnachten.
Sind um Michael die Vögel noch hier, haben bis Weihnachten lind Wetter wir.
Von Michel und Hieronymus, mach' aufs Weihnachtswetter den Schluss.
Regnet's sanft am Michaelstag, sanft auch der Winter werden mag.
Bringt St. Michael Regen, kannst Du gleich den Pelz anlegen.
Kommt Michael heiter und schön, wird es noch vier Wochen so weiter geh'n.
Gibt Michaeli Sonnenschein, wird's in zwei Wochen Winter sein.
Wie der Hirsch an Ägidi in die Brunft tritt, so tritt er an Michaeli wieder heraus.
Auf nassen Michaelitag ein nasser Herbst folgen mag.
Vor Michel sä' mit halber Hand - dann aber streu mit ganzer Hand!
Um Michaeli in der Tat gedeiht die beste Wintersaat.
Es holt herbei St. Michael die Lampe wieder und das Öl.

Oktober

3. Oktober: Oktoberhimmel voller Sterne haben warme Öfen gerne.
7. Oktober: Wenn der Tauber noch girrt, hat der Herbst sich geirrt.
8. Oktober: Wie im Oktober die Regen hausen, so im Dezember die Winde sausen.
10. Oktober: Oktober Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein.
12. Oktober: Im Oktober Frost und Wind, wird der Winter wie ein Kind.
15. Oktober: Schneit's im Oktober gleich, wird der Winter weich.
16. Oktober:
Wenn's im Oktober schon friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit.
Wenn zu Gallus Regen fällt, er meistens viele Tage hält.
19. Oktober:
Hält der Baum die Blätter lang, macht ein später Winter bang.
Läuft viel herum die Haselmaus, bleibt Schnee und Eis noch lange aus
Wenn das Blatt am Baume bleibt, ist der Winter noch recht weit.
20. Oktober:
Oktober kalt - tötet's Ungeziefer bald.
Herbstgewitter bringen Schnee, doch dem nächsten Jahr kein Weh.
21. Oktober: Sankt Ursulas Beginn zeigt auf den Winter hin.
22. Oktober: Viel Nebel im Oktober, viel Schnee im Winter.
23. Oktober: Was Sonntag soll für Wetter sein, das tritt des Freitagnachmittags ein.
24. Oktober: Wenn's im Oktober friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit.
29. Oktober: Scharren die Mäuse tief sich ein, wird's ein harter Winter sein.
30. Oktober: Gibt's im Oktober Nebel viel, bringt der Winter Flockenspiel.
31. Oktober: Allerheiligen kalt und klar macht zu Weihnacht alles starr.

November

1. November: Zu Allerheiligen sitzt der Winter auf den Zweigen, aber im November sitzt hinter jeder Staude ein anderes Wetter..
3. November: Im November viel Nass, auf den Wiesen viel Gras.
4. November: November kalt und klar, mild und trüb der Januar.
5. November: Novembermorgenrot oft mit langem Regen droht.
6. November: Novemberwasser auf den Wiesen, lässt das Gras im Lenze sprießen.
7. November: Ist der November kalt und klar, wird mild und trüb der Januar.
9. November: Wenn's Laub spät fällt, folgt starke Kält'.
10. November: Zieht die Spinne ins Gemach, kommt ihr gleich der Winter nach.
11. November:
Ist es um Martin trüb, wird der Winter gar nicht lieb.
Hat Martini weißen Bart, wird der Winter lang und hart.
Schneit es auf Martini ein, wird ein' weiße Weihnacht sein.
Zu Martini bei wechselndem Mond sind Bäume gut zu versetzen.
Wenn um Martini Nebel sind, so wird der Winter meist gelind.
12. November: Friert im November früh das Wasser, wird der Jänner umso nasser.
13. November:
Kommen die Bienen nicht heraus, ist's mit dem schönen Wetter aus.
Zieht die Spinne ins Gemach, kommt ihr gleich der Winter nach.
14. November: Baut eine Ameise hoch ihr Haus, fällt der Winter trocken aus.
16. November: Bleicher Mond regnet, roter Mond weht, weißer Mond klärt.
17. November: Der Schnee ist ein gutes Kleid, wenn er kommt zur rechten Zeit.
18. November: November nass, bringt jedem was.
19. November: Läuft viel herum die Haselmaus, bleibt Schnee und Eis noch lange aus.
20. November: Bleibt der Vorwinter fern, kommt der Nachwinter gern.
21. November:
Mariä Opferung klar und hell macht den Winter streng und ohne Fehl.
Mariä Opferung klar und hell, gibt's im Winter Wolfsgebell.
Ist Mariä Opfer' das Wetter schön bestellt, so dass die Biene Ausflug hält, dann ist das nächste Jahr fürwahr ein böses, teures Hungerjahr.
22. November:
War an Simon und Juda kein Wind und Regen da, dann bringt ihn die Cäcilia.
Wenn es an Cäcilia schneit, dann ist der Winter nicht mehr weit.
Cäcilia im weißen Kleid, erinnert an die Winterszeit.
24. November: Fängt der Winter früh an zu toben, ist er im Dezember nicht mehr zu loben.
25. November: Wie's Wetter um Kathrein, wird es auch zu Neujahr sein.
26. November: Um Konrad und Kathrein wintert's gerne ein.
28. November:
Haben die Hasen ein dickes Fell, wird der Winter ein harter Gesell.
Wenn im November die Sterne leuchten, wollen sie auf Kälte deuten.
30. November:
Strenger Nebel, Nieselregen bringen Frost und Kält' zuwegen.
Andreas kalt und klar, bringt führwahr ein gutes Jahr.
Wirft herab Andreas Schnee, tut's dem Korn und Weizen weh!

Dezember

1. Dezember:
_ Fällt zu Eligius ein kalter Wintertag, die Kält' vier Monat' dauern mag.
Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni.
2. Dezember:
Kalter Dezember und fruchtbar Jahr sind vereint immerdar.
Winterschnee ein gutes Kleid, wenn er kommt zur rechten Zeit.
3. Dezember:
Fällt der erste Schnee in den Dreck, wird der Winter keck.
Herrscht im Advent schon strenge Kält, sie oftmals viele Wochen hält.
4. Dezember:
Zweige schneiden zu St. Barbara, Blüten sind bis Weihnachten da.
Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.
Geht Barbara im Grünen, kommt's Christkind im Schnee.
Geht Barbara im Klee, kommt's Christkind im Schnee.
St. Barbara mit Schnee, im nächsten Jahr viel Klee.
Barbara im weißen Kleid, verkündet gute Sommerzeit.
Sankt Barbara kalt und mit Schnee, verspricht viel Korn auf jeder Höh'.
5. Dezember: Regnet's um St. Nikolaus, wird der Winter streng, o Graus.
7. Dezember: Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni.
9. Dezember:
Will man den Winter loben, muss er frieren und toben.
Je tiefer der Schnee, umso höher der Klee.
10. Dezember: Der Winter ist des Sommers Erbe.
11. Dezember: Der Winter verzehrt, was der Sommer beschert.
12. Dezember:
Wenn zu St. Luzia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis.
Der Schnee ist ein gutes Kleid, wenn er kommt zur rechten Zeit.
13. Dezember: Wintermist ist Sommerpfeffer..
14. Dezember: Weißer Dezember, viel Kälte darein, bedeutet, das Jahr soll fruchtbar sein.
15. Dezember:
Schnee ist des armen Mannes Dünger.
Kalter Dezember und fruchtbar Jahr sind vereinigt immerdar.
16. Dezember: Glaub nicht, wenn's schneit vor deinem Stall, es schneiet nun gar überall.
17. Dezember:
Erst wenn die Tage langen, kommt der Winter gegangen.
Ist St. Lazarus nackt und bar, wird ein gelinder Februar.
18. Dezember: Dezemberwärme hat Eis dahinter.
19. Dezember: Was der Herr für Wetter macht, hat der Kalender nicht bedacht.
21. Dezember: Wenn St. Thomas dunkel war, gibt's ein schönes neues Jahr.
22. Dezember: Die Erde muss ein Betttuch haben, soll sie der Winterschlummer laben.
23. Dezember: Donnert's ins leere Holz, schneit's in Laub!
28. Dezember: Ist's frostig in den Weihnachtstagen, werden die Bäum viel Früchte tragen.
29. Dezember: Wenn's jetzt nicht wintert, sommert's auch auch nicht!
30. Dezember: So kalt wie der Dezember, so heiß wird's im Juni.
31. Dezember: Neujahrsnacht still und klar deutet an ein gutes Jahr.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Gemeint ist die Verlängerung der Tage. Die Länge des lichten Tages vergrößert, sich gegenüber dem kürzesten Tag des Jahres am 21. Dezember, bis zum Stephanstag nur um einen Mückenschritt, zu Neujahr um einen kleinen Hahentritt, am Tag der Heiligen Drei Könige um die beachtliche Spanne eines Hirschsprungs und zu Mariä Lichtmess schon um eine ganze Stunde. Diese Werte gelten für einen Ort um 45 Grad nördlicher Breite, also etwa für Mailand, und geben somit Auskunft über den Ursprung der Regel.