Corona-Virus und das Bundesland Salzburg

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Begriffsklärung
Dieser Artikel informiert über die Entwicklung des Corona-Virus im Bundesland Salzburg. Über die weltweite Ausbreitung und die Auswirkungen in Österreich. informiert der Artikel Infektionskrankheit Covid-19.
Aufbau der Covid-19 Zelte am Gelände des Salzburger Landeskrankenhauses am 16. März 2020.

Dieser Artikel berichtet über die Entwicklung des Corona-Virus im Bundesland Salzburg.

Die Verbreitung im Bundesland Salzburg

Positiv getestete Infektionsfälle in Salzburg; da die Daten nicht jeden Tag zur selben Zeit eingegeben werden, dienen sie nur als Richtwerte, nicht aber als absolute Tageswerte:

29.2. 2.3. 3.3. 5.3. 6.3. 7.3. 8.3. 9.3. 10.3. 11.3. 12.3. 13.3. 14.3. 15.3.
1 2 3 4 5 7 8 10 11 13 20 24 39 56
+1 +1 +1 +1 +2 +1 +2 +1 +2 +7 +3 +16 +17
16.3. 17.3. 18.3. 19.3. 20.3. 21.3. 22.3. 23.3. 24.3. 25.3. 26.3. 27.3. 28.3. 29.3.
68 82 115 139 174 226 363 403 462 529 634 713 781 857
+12 +14 +33 + 24 +35 +52 +137 +40 +59 +67 +105 +79 +68 +76
30.3. 31.3. 1.4. 2.4. 3.4. 4.4. 5.4. 6.4. 7.4. 8.4. 9.4. 10.4. 11.4. 12.4.
900 945 992 1 033 1 064 1 078 1 090 1 104 1 131 1 146 1 160 1 172 1 179 1 184
+43 +45 +47 +41 +31 +14 +12 +14 +27 +15 +14 +12 +7 +5
13.4. 14.4. 15.4. 16.4. 17.4. 18.4. 19.4. 20.4. 21.4. 22.4. 23.4. 24.4. 25.4. 26.4.
1 193 1 194 1 204 1 210 1 217 1 222 1 222 1 222 1 222 1 222 1 222 1 224 1 226
+9 +1 +10 +6 +2 +5 +5 0 0 0 0 +2 +2

Quellen Salzburger Landeskorrespondenz und info.gesundheitsministerium.at

Die Entwicklung im Bundesland Salzburg

Februar 2020


25. Februar 2020: Landeshauptmann Wilfried Haslauer besprach heute mit allen involvierten Partnern im Land Salzburg die weitere Vorgehensweise in Sachen Corona Virus.

Am 25. Februar 2020 (Dienstag) gab es die ersten beiden in Österreich bestätigten Erkrankungen an diesem Virus. Es handelte sich um zwei italienische Staatsbürger aus der Lombardei, dem Zentrum der Ausbreitung dieser Virusinfektion in Oberitalien, die in Innsbruck leben.

Am 26. Februar (Mittwoch) stellte die Landesverwaltung auf Krisenmodus um. Zunächst wird der verkleinerte Einsatzstab des Landes aktiviert, in den Tagen darauf schrittweise der große Landeseinsatzstab hochgefahren.

Am 27. Februar (Donnerstag) wurde der erste Fall in Wien bestätigt. Jedoch soll es einer Pressemeldung nach bereits am 5. Februar eine Infektion in Ischgl in Nordtirol gegeben haben.

Ab 28. Februar (Freitag) sind die mobilen Testteams vom Roten Kreuz unterwegs. Dadurch wird verhindert, dass die Menschen zum Testen zu den Ärzten und zu den Krankenhäusern gehen.

Am 29. Februar (Samstag) wurde der erste Corona-Virus-Fall im Bundesland Salzburg registriert. Es handelte sich um eine 36-jährige Frau, die in Fusch an der Großglocknerstraße zu Besuch war.


1. bis 8. März


Gelegentlich tauchten Anfang März Bilder in sozialen Medien auf, die leer geräumte Regale (Nudeln, Reis) in Supermärkten (Maximarkt) zeigten.

Die vier ersten Corona-Verdachtsfälle, die im Universitätsklinikum Salzburg Ende Jänner 2020 behandelt wurden, hatten sich nicht bestätigt.  Der erste bestätigte Fall im Bundesland Salzburg trat dann am 1. März 2020 auf.  Eine 36-jährige Frau aus Fusch an der Großglocknerstraße hatte sich bei einem Aufenthalt in Turin angesteckt und am 27. Februar 2020 Symptome entwickelt. Sie befindet sich wie drei weitere Familienmitglieder in Quarantäne zuhause. In Obertauern wurde der erste Fall einer infizierten deutschen Urlauberin am 4. März gemeldet. Nach Bekanntwerden dieses Corona-Falles berichtete ein Journalist, der im Auftrag eines Fernsehsenders in Obertauern drehte, dass ein Nachbar seines Interviewpartners mit "Wenn man nur einmal unser Haus sieht dreh ich euch den Kragen um" , "schaut dass ihr Land gewinnt" den Kameramann und den Journalisten einschüchtern wollte (Quelle Facebook).

9. bis 15. März


Ab 10. März (Dienstag) wurden zahlreiche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und im Freien abgesagt. In Salzburger Stadtrestaurants wurden Umsatzrückgänge von bis zu 70 Prozent registriert.

Am 11. März (Mittwoch) wurde die Schließung der Schulen in zwei Etappen ab 16. März bis Ostern angekündigt. In Bad Gastein wurde ein Kurhotel mit angeschlossener Therapiestation wegen Quarantäne geschlossen. Ein 59-jähriger Gast des Gesundheitszentrums war positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden. Salzburgs Museen blieben noch für maximal 100 Besucher offen.

Osterfestspiele wurden abgesagt

Die Salzburger Osterfestspiele und der Corona-Virus waren Thema einer Krisensitzung am 12. März mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Bürgermeister Harald Preuner, Intendant Peter Ruzicka sowie allen Gesellschafter. Bei dieser Sitzung wurde die Absage der Osterfestspiele 2020 beschlossen.

Alle Freizeiteinrichtungen in der Stadt Salzburg wie die Eisarena Salzburg, die Sporthallen und die Hallenbäder wurden ab Freitagmittag, 13. März, geschlossen. Auch die Stadtbibliothek setzte mit Samstag, 14. März, den Betrieb aus. Ebenso wurden die Stadtgalerien und das Stadtarchiv für Besucher gesperrt. Betroffen von den Maßnahmen waren auch alle Veranstaltungsräume, die sich im Verfügungsbereich der Stadtverwaltung befinden - etwa die TriBühne Lehen, sämtliche Turnsäle und Räume in Schulen-, und Kinderbetreuungseinrichtungen.

Ebenfalls ab Freitag, den 13. März, blieben alle Fahrertüren bei öffentlichen Bussen geschlossen und der Verkauf von Fahrkarten bei den Fahrern eingestellt.

Der Sprecher Salzburger Hotellerie und Gastronomie Georg Imlauer erklärte am 13. März gegenüber dem ORF, dass die Corona-Virus-Krise mittlerweile die Existenz der Hotelbetrieben gefährde. Er forderte Soforthilfen und die Möglichkeit, die Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung zu kündigen oder in Kurzarbeit schicken zu können.[1]

Infisziert
Ein Narkosearzt und eine Krankenschwester des Salzburger Landeskrankenhauses

Ein Narkosearzt des Salzburger Landeskrankenhauses wurde positiv auf Covid-19 getestet. Der betroffene Narkosearzt dürfte sich beim Skiurlaub in Ischgl mit dem Virus angesteckt haben. Der Mann zeigte aber so gut wie keine Symptome. Er meldete sich am Freitag, den 13. März, nachdem bekannt wurde, dass Menschen, die seit 28. Februar im Paznauntal waren, 14 Tage zu Hause bleiben müssen. Seine am Nachmittag abgenommen Probe wurde am Abend positiv bestätigt. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub versah der erkrankte Arzt am vergangenen Sonntag, den 8. März, zunächst einen Tag Notarztdienst am Hubschrauber, dann arbeitete er an drei Tagen im Spital. Dabei hatte er auch an großen Morgenbesprechungen teilgenommen. Von seiner Tätigkeit im Haus betroffen waren Anästhesie, Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie, HNO-Abteilung, Intensivstation der Chirurgie West. Auch die Lebensgefährtin des Mannes, die als Krankenschwester auf der Neonatologie arbeitet, wurde inzwischen positiv auf Covid-19 getestet. Am Sonntag, 15. März, waren dann 33 Ärzte, 53 Pflegepersonen, 18 Patienten, drei Flugsanitäter und ein Pilot von der Quarantäne betroffen.

Auf der Intensivstation habe der Anästhesist Kontakt mit insgesamt sechs Patienten gehabt, so Primar Richard Greil vom Uniklinikum Salzburg. Alle sechs wurden umgehend auf eine eigene Station für Covid-19-Patienten gebracht und dort isoliert. Alle anderen Patienten, die in Kontakt mit dem Arzt standen, wurden ebenfalls verlegt und in ihren neuen Zimmern nun von Personal mit Schutzausrüstung betreut.

Auf der Neonatologie gab es Kontakt zu vier Kindern, der in zwei Fällen nur minimal gewesen sein dürfte. In einem weiteren Fall dürfte auch der Inkubator einen gewissen Schutz vor einer möglichen Ansteckung geboten haben. Er gehe bei den vier Frühgeburten jedenfalls nicht von einer eingetretenen Infektion aus, sagte Greil. Man habe den Eltern aber psychologische Unterstützung angeboten.[2]

16. bis 22. März


16. März, Montag
Schließung alle Liftanlagen in den Wintersportorten und Beherbergungsbetriebe im Land Salzburg

Nachdem die Tiroler Landesregierung am späten Donnerstagnachmittag des 12. März das Ende der Wintersaison und die Sperre sämtlicher Skigebiete und Beherbergungsbetriebe ab Montag, den 16. März (Liftanlagen), bzw. Dienstag, den 17. März, (Sperre Beherbergungsbetriebe) verkündet hatte, zog das Land Salzburg am Abend ebenfalls nach. Denn Stunde für Stunde hatte sich am Donnerstag die Lage zugespitzt. Zunächst war von einer Sperre der Skigebiete nämlich noch keine Rede. Landeshauptmann Wilfried Haslauer berief für 19:30 Uhr einen runden Tisch mit Vertretern von Tourismus, Seilbahnwirtschaft, Gastronomie sowie Hotellerie ein. Um 20:50 Uhr fiel die Entscheidung, dass eine Sperre der Skigebiete und Beherbergungsbetriebe unumgänglich sei. Salzburgs Skigebiete mussten daher mit Sonntag, den 15. März, (letzter Betriebstag) schließen. Das Ganze geschah auf Basis des Epidemiegesetzes, was später dann aber in "Ausweisung von Touristen" geändert wurde. Diese Änderung hatte zur Folge, dass viele Hotelliers, die glaubten eine Ausfallversicherung abgeschlossen zu haben, von den Versicherungen doch nicht entschädigt worden. Denn in den Verträgen stand, dass nur Entschädigungszahlungen aufgrund des Epidemiegesetzes zu leisten wären.

Ab Montag, 16. März, wurden alle Beherbergungsbetriebe im Bundesland Salzburg behördlich geschlossen. Das heißt, Montag war der letzte offene Tag, damit es zu einer geordneten Rückreise der Gäste aus den Skigebieten kommen konnte. Mehr als 100 000 Touristen waren zuletzt in Salzburg aufhältig.

Eine freiwillige Schließung hatten die Seilbahner bis zuletzt ausgeschlossen.

Seilbahnwirtschaftssprecherin Veronika Scheffer sagte: "Wir fahren, außer es wird von der Behörde die Schließung verordnet." Das hatte auch Haftungsgründe. Schließt man "freiwillig", wären wohl Entschädigungen an Saisonkartenbesitzer zu zahlen gewesen.[3]

Etwa 21 700 Menschen sind laut Arbeiterkammer im Winterhalbjahr in der Salzburger Hotellerie beschäftigt - etwa 6 000 davon in der Stadt Salzburg und 13 300 in den Skizentren. Was mit ihnen geschehen soll, war noch offen. Fix war nur: Wenn es keine staatliche Hilfe gibt, wird es zu Kündigungen kommen. 70 000 bis 80 000 Urlauber befanden sich am Freitag, 13. März, in Salzburg noch auf Urlaub. Der Großteil davon in den Wintersportgebieten.[4]

Die Kirchen und Religionsgesellschaften in Österreich setzten ab Montag, den 16. März 2020, öffentliche Gottesdienste und Versammlungen weitestgehend aus. Erzbischof Franz Lackner hatte für die kommende Zeit von der Sonntagspflicht dispensiert.[5]

Heute befanden sich 86 Spitalsmitarbeitern des Salzburger Landeskrankenhauses - 33 Ärzten und 53 Pflegekräften - in Quarantäne, jedoch gab es keine Probleme mit der Versorgung von Patienten. Seit 17 Uhr war dann das geplante Covid-Spital im Haus D am Gelände des Salzburger Landeskrankenhauses in Betrieb. Hier wurden in den nächsten Tagen alle mit dem Corona-Virus infizierten Personen behandelt, die aufgrund ihrer Symptome in einem Krankenhaus betreut werden mussten. In der ersten Ausbaustufe verfügte das Covid-Spital über eine Ambulanz und 50 Betten, in der vollen Ausbaustufe waren es in Kürze 200. Des weiteren standen drei Intensivstationen mit rund 30 Betten inklusive Respiratoren zur Verfügung sowie zwei OP-Säle und eine radiologische Abteilung mit einem bereits betriebsbereiten Röntgengerät. Ein Computertomograph wurde in den kommenden Tagen installiert (Facebook-Information Uniklinikum Salzburg - SALK, 16. März 2020).

Ärger und Chaos an Grenze zu Deutschland gab es an diesem Tag vor allem an der Grenze in Oberndorf bei Salzburg und dem bayerischen Laufen an der Salzach, da man Pendler nicht über die Grenze ließ.

17. März, Dienstag

Die erste Apotheke im Land Salzburg musste wegen eines Apothekers am Corona-Virus in Bad Hofgastein.

18. März, Mittwoch

Mit Stand Mittwochabend, 18. März, waren im Bundesland Salzburg 18 147 Personen arbeitslos vorgemerkt. Damit war die Arbeitslosigkeit seit dem Wochenende um 51,1 Prozent gestiegen. Mehr als die Hälfte des Anstiegs betraf Arbeitskräfte aus dem Hotel- und Gastgewerbe.

Am Mittwochnachmittag hatte Landeshauptmann Wilfried Haslauer verkündet, dass sowohl die Gemeinde Flachau (rund 2 800 Einwohner) als auch das Gasteinertal mit Dorfgastein, Bad Hofgastein und Bad Gastein (zusammen rund 12 500 Einwohner) sowie das Großarltal mit Großarl und Hüttschlag (zusammen rund 4 700 Einwohner) unter Quarantäne gestellt werden. Die Quarantäne galt ab Mitternacht und wurde bis 31. März angeordnet.[6]

Alle Baustellen auf Landesstraßen wurden eingestellt und abgesichert.

Das Flüchtlingsquartier Bergheim mit seinen 162 Bewohner wurde unter Quarantäne nachdem heute ein Covid-19 Fall im Flüchtlingsquartier bestätigt wurde und die Kontaktpersonen unter den 162 Bewohnern nicht eingegrenzt werden konnte.

19. März, Donnerstag

In der Stadt Salzburg sollen Teile des Messezentrums in ein Betten- und Vorsorgezentrum für Covid-19-Patienten umgewandelt werden. Damit könnte das Uniklinikum Salzburg zunächst bis zu 400 Personen abseits des Krankenhausgeländes behandeln.

Wie andere Spitäler auf der ganzen Welt stand auch das Uniklinikum Salzburg derzeit vor dem Problem, ausreichend Schutzmaterial zu bekommen. Nachdem etwa in Deutschland Lkw mit bereits bezahlten Masken für Österreich festsaßen, waren auch an der türkischen Grenze Großlieferungen mit Masken, aber auch Beatmungsgeräten blockiert. Für eine unerwartete Entspannung in dieser Situation hatten in Salzburg nun mehrere Firmen und Einrichtungen wie Sony gesorgt, die Schutzmasken etwa in der Produktion verwenden. Dadurch waren binnen kürzester Zeit 5 000 Masken zusammengekommen.

Die ÖBB teilten mit, dass alle Fernverkehrshalte im Gasteinertal entfallen. 18 Züge waren davon betroffen. Die Tauernschleuse Böckstein-Mallnitz wurde geschlossen, was weitere 36 Züge betraf.

Heute konnten jene beiden Personen in Fusch an der Großglocknerstraße, die als erste infiziert waren, wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Und die Apotheke in Bad Hofgastein öffnete wieder, teilte die Salzburger Apothekerkammer mit.

20. März, Freitag

Eine positive Nachricht, den Rückgang bei Luftschadstoffen durch Corona-Maßnahmen, meldete die Salzburger Landeskorrespondenz. Und es gab weitere Details zum Einsatz von Soldaten und Zivilbediensteten des Bundesheeres aus dem Bundesland Salzburg.

Insgesamt wurden bisher 1 613 Tests in Salzburg über das Rote Kreuz durchgeführt. Davon wurden in den Drive-in-Stationen beim Stadion in Wals-Siezenheim, in Zell am See und in Schwarzach im Pongau 687 Proben genommen und 926 Proben von den mobilen Teams.

Die Palfinger AG teilte mit, dass sie ab Montag, den 23. März, zwei Wochen Kurzarbeit einführt und dann vermutlich zwei Wochen ganz ihre Produktion in Salzburg und Oberösterreich schließen wird.

21. März, Samstag

Nach Angaben des Land Salzburg (Stand Samstag, 14:40 Uhr) waren 189 Menschen im Land Salzburg mit Covid-19 infiziert. Davon befanden sich 49 Personen im Pinzgau, 40 in der Stadt Salzburg, 25 im Flachgau, 57 im Pongau, vier im Lungau und vier im Tennengau (zehn Fälle wurden statistisch noch nicht zugewiesen). Zwei Personen waren wieder genesen. Zwei Personen befanden sich im Krankenhaus auf der Intensivstation. Es gab mehr als 720 isolierte ("abgesonderte bzw. verkehrsbeschränkte") Personen. Man wartete noch auf das Ergebnis von 500 Tests.

22. März, Sonntag

Insgesamt gibt es bisher 336 Personen in Salzburg, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, 327 davon halten sich im Land auf. Grund für die stark gestiegenen Fallzahlen sind unter anderem größere Laborkapazitäten (SALK + privates Labor) sowie mehr Abstriche durch die vierte Drive-in-Station in Salzburg Süd.

23. bis 29. März


23. März, Montag

Der Einsatzstab hatte erhoben, dass in Salzburg 251 Beatmungsgeräte vorhanden sind. Dies wiederum entspricht 35-45 Geräte pro 100&nsp;000 Einwohner. Im Vergleich dazu: USA 18, Deutschland 34, Italien 8). Im Uniklinikum wurden bereits 50 Beatmungsplätze eingerichtet, weitere 60 auf der HNO-Abteilung folgten.

​Das Salzburger Messezentrum wurde zu einem Zusatzspital umgerüstet. In einem ersten Schritt wurden 352 Kojen mit je zwei Betten, also insgesamt 704 Betten, aufgebaut. Nachdem in der Landesklinik Hallein gestern fünf Personen positiv auf den Corona-Virus getestet worden waren, wurden zwei betroffene Stationen unter Quarantäne gestellt. Die Geburtenstation blieb offen.

24. März, Dienstag

Im Bundesland Salzburg waren ab heute alle öffentlichen Spielplätze vorerst bis 13. April zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie behördlich gesperrt. Das Betretungsverbot umfasste auch Kinderspielplätze bei Wohnhäusern, in denen mehr als fünf Parteien leben.

Der für 17. Mai geplante Salzburg Marathon wurde abgesagt.

Der Pongau wieß mittlerweile die höchsten Fallzahlen an Covid-Infizierten im Bundesland auf. Es gab 156 Erkrankte. Die Zahl der positiv getesteten Personen in den Quarantäne-Gemeinden Flachau (26), Großarl (19), Hüttschlag (0), Bad Gastein (5), Bad Hofgastein (15) und Dorfgastein (2) war auf insgesamt 67 gestiegen.

25. März, Mittwoch
ufbau des Covid-Zusatzspital Messe läuft auf Hochtouren, 01:57 min Video
Heute wurde der erste Todesfall im Bundesland Salzburg registriert.

​Im Uniklinikum Salzburg verstarb ein 84 Jahre alter Patient. Dieser war seit vielen Jahren gesundheitlich schwer beeinträchtigt und hatte mehrere Vorerkrankungen. Er kam aufgrund akuter Atembeschwerden ins Krankenhaus und wurde in der Quarantäneaufnahme evaluiert, als Verdachtsfall eingestuft und positiv getestet. Über Nacht hatte sich sein Zustand so verschlechtert, dass er in den Morgenstunden verstorben war.

Die Salzburg AG registrierte seit dem Wochenende 14.15. März einen Rückgang beim Stromverbrauch im Bundesland um 20 Prozent. Auch der Wasserverbrauch ging um zehn Prozent zurück. In den Obussen gingen die Fahrgastzahlen in den vergangenen Tagen um 70 bis 90 Prozent zurück. Ein deutliches Minus gab es auch beim Individualverkehr. Die Asfinag verzeichnete bei zwei Salzburger Zählstellen einen Rückgang von 66 Prozent. Seit Anfang März sanken die Stickstoffwerte um rund 50 Prozent.

Die neue Flying Mozart in Wagrain und der Panorama-Link nach Kleinarl gehen erst 2021 in Betrieb. Insgesamt 64 Millionen Euro sollten heuer in den Bau der neuen Flying Mozart von Wagrain-Kirchboden bis hinauf zum Grießenkareck sowie gemeinsam mit Shuttleberg für die Verbindungsbahn Panorama-Link nach Kleinarl investiert werden. Beide Projekte wurden nun gestoppt.

Die Salzburger Festspiele hatten sich für etwaige Absagen nun Fristen gesetzt: Am 15. April wird entschieden, ob die Pfingstfestspiele von 29. Mai bis 1. Juni durchgeführt werden können und am 30. Mai muss dann entschieden werden, ob und in welcher Form die Salzburger Festspiele zu ihrem 100-Jahre-Jubiläum stattfinden könnten.

26. März, Donnerstag

Aktueller Überblick im Land Salzburg:

  • 559 Covid-19-Erkrankte insgesamt, sechs Personen genesen, 15 Patienten abgereist
  • 537 Covid-19-Erkrankte befanden sich im Bundesland, 40 Personen im Krankenhaus, davon fünf auf der Intensivstation aufgenommen (die Intensivbehandlung einer dieser Personen auf Grund eines Sturzes), eine Person verstorben, 1 980 „abgesonderte bzw. verkehrsbeschränkte“ Personen;
  • Pongau 199, Pinzgau 137, Stadt Salzburg 97, Flachgau 79, Tennengau 33, Lungau 14​;

Die Anzahl der SALK-Mitarbeiter in Quarantäne sinkt:

  • SALK-Mitarbeiter in Quarantäne (Stand heute): Gesamt 247, davon Ärzte 79, Pflege 116, Andere 52;
  • Höchststand war am Dienstag, 24. März 2020: Gesamt 278, davon Ärzte 82, Pflege 137, Andere 59;
  • Im gesamten Bundesland Salzburg standen 477 Ärzte, Pfleger und andere Spitalsmitarbeiter in häuslicher Isolation. Damit betreffen rund 24 Prozent aller zuletzt 2 028 registrierten Quarantänefälle im Bundesland Klinikpersonal. Die Landeskliniken meldeten zuletzt allerdings leicht sinkende Zahlen.

Bereits 767 Salzburger Firmen nutzten Kurzarbeit. Dadurch blieben schon jetzt die Jobs von über 15 000 Mitarbeitern gesichert.

27. März, Freitag

 In 32 von 119 Salzburger Gemeinden gab es bis heute noch keinen einzigen Covid-Fall. Im Pongau wurden mehr als ein Drittel aller im Land Salzburg bestätigten Coviderkrankungen registriert. Aktuell waren es 212 Infizierte. Der Pongau lag damit österreichweit an zweiter Stelle, nur im Bezirk Landeck in Nordtirol war der Wert pro 100 000 Einwohner noch höher.

In den letzten beiden Wochen wurden beim Arbeitsmarktservice in Salzburg 28 560 neue Arbeitslose gemeldet, was einem Anstieg von 120 Prozent entsprach.

Drei Männer im Alter von 77, 78 und 88 Jahren waren heute verstorben. Damit gab es bisher vier Todesfälle im Zuge der Corona-Krise in Salzburg.

28. März, Samstag

​Das salzburgweite Gesamtkonzept sah vor, dass folgende Covid-Zusatzspitäler eingerichtet werden, beziehungsweise schon betriebsbereit waren:

  • Messezentrum mit 1 200 bis 1 600 Betten war einsatzbereit und hatte eine Vorlaufzeit für Inbetriebnahme von 48 Stunden, wenn sich der Bedarf zeigt.
  • Landesklinik St. Veit mit 300 Betten (voraussichtlich ab Dienstag, 31. März, betriebsbereit)
  • Tauernklinikum Zell am See mit 100 Betten
  • Wie die SALK meldete, stanen im Bundesland 265 Respiratoren (Beatmungsgeräte) zur Verfügung, weitere elf waren bestellt.
Jeder Tausendste in Salzburg positiv auf Corona getestet

Mit Stand Donnerstag, 26. März, 07:30 Uhr, waren 558 Personen im Bundesland Salzburg positiv auf das Corona-Virus (SARS-CoV-2) getestet worden. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung war das jeder 1 000. Einwohner. Am stärksten betroffen war der Pongau mit 199 Fällen, das entsprach 245 bestätigten Infektionen pro 100 000 Einwohner.

29. März, Sonntag

Wenn man die vergangenen Tage betrachtete, dann verdoppelte sich die Zahl der Erkrankten derzeit alle 6,92 Tage. Im Dreitages-Durchschnitt nahmen die positiven Fälle täglich im 10,9 Prozent zu.

Das Uniklinikum Salzburg meldete weitere Todesfälle. Der 85-Jährige war auf der eigens eingerichteten Covid-Station der Krankheit erlegen. Am selben Tag starb dort auch eine 70-Jährige. Am Tag zuvor verschied eine 87-jährige Corona-Kranke. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf sieben.

In Eugendorf verlangte die Apotheke "Zum Goldenen Stern" für 500 ml Desinfektionsmittel € 45,90, in der zweiten Eugendorfer Apotheke „Die Apotheke“ kostet dieselbe Menge € 7,--, wenn man ein eigenes Behältnis mitbringt, berichtete eine Facebook-Nutzerin.[7] Am Montag, 30. März, meldete sich die Apothekerin bei der Kundin und erklärte, dass es sich um einen Auspreisungsfehler gehandelt hatte und bot ihr die Rückzahlung des Differenzbetrages sowie eine zusätzliche Flasche Desinfektionsmittel an. Beides sollte die Apothekerin jedoch auf Wunsch der Kundin an eine Rettungsorganisation spenden.[8]

30. März bis 5. April


30. März, Montag
Obus ab heute im 30-Minuten-Takt

Ab heute fuhren die Obusse in der Stadt Salzburg nur mehr im 30-Minuten-Takt. Der Betrieb werde zwischen 5 und 23 Uhr aufrecht erhalten, hieß es von der Salzburg AG. Die Linien Obuslinie  12  und Obuslinie  14  entfiellen gänzlich, da diese hauptsächlich Schulen bedient hatten. Die Linien 1 bis 10 verkehrten zwischen 5 Uhr und 23 Uhr nach Sonderfahrplan - alle Haltestellen wurden im 30-Minuten-Takt angefahren. Für alle Busse der Linien 21, 22, 23, 24 und 27 galt der "Sonntagfahrplan" - womit auch diese Linien im 30-Minuten-Intervall fuhren. Auch die Autobuslinien 25 und 28 wurden im Halb-Stunden-Takt geführt. Die Linie 34 verkehrte weiterhin nach "Werktagsfahrplan". Der Gaisbergbus (Linie 151) wurde eingestellt.

Die Salzburger Lokalbahn verkehrte mit "Sonntagfahrplan". Auf der gesamten Strecke der S-Bahnen S1 bis Lamprechtshausen war von Montag bis Sonntag ein 30-Minuten-Takt gegeben. Für die Strecke S11 zwischen Bürmoos und Ostermiething ergab sich ein 60-Minuten-Intervall - wie für die die Pinzgauer Lokalbahn zwischen Zell am See und Krimml.

Trotz der vom Land Salzburg vor zwei Wochen verordneten behördlichen Sperre für Beherbergungsbetriebe gab es in der Stadt Salzburg derzeit zwei Hotels, die eine Ausnahmegenehmigung hatten: Das Hotel Lehenerhof und das zur Star-Inn-Gruppe gehörende Hotel Loft Collection Salzburg Mirabell. Frühstück oder andere Verpflegung gibt es nicht.

Heute wurden alle Osterfeuer abgesagt.

Zahlen für Salzburg, 30. März, 13:00 Uhr:

Zahl der bisher in Salzburg positiv getesteten Personen: 857
Acht Todesfälle (neun mit Stand 20:30 Uhr)
Genesen: 38 Personen
857 positiv auf Covid-19 getestete Personen insgesamt im Bundesland (zu Sonntag: +57), davon 14 Patienten abgereist
Im Spital: 63, davon 9 auf der Intensivstation
Isoliert: 2 645 abgesonderte bzw. verkehrsbeschränkte Menschen.
Fälle nach Gaue: Pongau 321, Pinzgau 231, Flachgau 121, Stadt Salzburg 120, Tennengau 49, Lungau 15​.
Wenn man die vergangenen drei Tage beobachtet, dann verdoppeln sich die Erkrankten derzeit alle 6,92 Tage. Im Drei-Tages-Durchschnitt nehmen die positiven Fälle derzeit täglich im 10,9 Prozent zu.
31. März, Dienstag

Die Gemeinde Flachau sowie das Großarltal und Gasteinertal waren seit 19. März in Quarantäne und blieben es aus heutiger Sicht auch weiterhin. Weiters wurden ab heute Altenmarkt im Pongau sowie im Pinzgau Zell am See und Saalbach-Hinterglemm unter Quarantäne gestellt.

Die Einsiedelei St. Georg wird heuer aufgrund der Pandemie erstmals unbewohnt bleiben.

Nach der Ankündigung der Bundesregierung, dass ab Mittwoch, 1. April, spätestens ab 6. April, bei Einkäufen in Lebensmittelgeschäften ein Mundschutz zu tragen ist und aufgrund der immer wieder auftauchenden Hilferufe nach Mundschutz-Lieferungen, hatten im gesamten Bundesland mehrere Unternehmen ihre Produktion auf Mundschutz umgestellt oder erweitert.

Die Apothekerin Franziska Wagner der Gollinger Apotheke zur Gemse will trotz Corona positive Stimmung verbreiten.[9]

1. April, Mittwoch
Medizinischer Versorgungsplan April 2020.

40 000 Salzburger sind jetzt unter Quarantäne. Die Gemeinden im Gasteiner- und Großarltal bleiben ebenso bis 13. April in Quarantäne.

Französische Covid-Patienten in Salzburg eingetroffen. Salzburg nahm Intensivpatienten aus Frankreich auf. Österreich griff dem schwer von der Coronavirus-Pandemie getroffenen Frankreich bei der Behandlung von Infizierten unter die Arme. Drei schwer an Covid-19 erkrankte Personen wurden zur Behandlung in das Bundesland Salzburg gebracht.

Heute wurde ein zwölftes Todesopfer gemeldet. Es handelte sich um eine 96-jährige Patientin.

2. April, Donnerstag

Die Wachstumsrate bei den Corona-Virus-Krankheitsfällen war heute im Bundesland Salzburg bei 4,5 Prozent gelegen.  Das ist der geringste Wert seit Ausbruch der Coronakrise.  Der Fünf-Tagesschnitt lag bei sechs Prozent. Pro 100 000 Einwohner gab es laut Landesmedien-Zentrum 181,2 Infizierte, österreichweit waren es 122,5. Salzburg lag also darüber und hinter Tirol an zweiter Stelle.

Auch wenn es sich bei den bisher zwölf Verstorbenen um Pensionisten mit meist schweren Vorerkrankungen handelte, so dürfen sich jüngere Menschen nicht in Sicherheit wiegen. "Es gibt sehr viele schwere Krankheitsverläufe auch bei jüngeren Leuten", gab Wieser zu bedenken. Er verwies auf eine Aussage von Primar Richard Greil, Leiter des medizinischen Covid-Einsatzstabes des Landes, wonach das durchschnittliche Alter der zehn Covid-Patienten, die gestern beatmet wurden, bei 59 Jahren lag.

9,9 Prozent der maximal möglichen Intensivbetten seien derzeit in Salzburg ausgelastet. 141 Intensivbetten stünden maximal zur Verfügung: 127 im Covid-Haus des Uniklinikums Salzburg und 14 im Krankenhaus Schwarzach. Aktuell waren 14 Intensivbetten im Covid-Haus belegt.

Ein Firmenchef hatte offenbar die psychische Belastung nach der Schließung seines Betriebes wegen der Corona-Krise nicht verkraftet. Der 47-Jährige ist Medienberichten zufolge am vergangenen Samstag in Straßwalchen (Flachgau) ausgerastet und mit einem Radlader einen Kleinbus losgefahren, in dem sich ein Erwachsener mit seinem neunjährigen Sohn befanden. Der 47-Jährige schob den Wagen zunächst rund 40 Meter auf der Gemeindestraße zurück, bevor er ihn mehrere Meter in ein Feld schob. Die beiden Personen konnten die Flucht ergreifen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen versuchten Mordes. Laut einem Gutachten, das Mitte April vorlag, war der Unternehmer nicht zurechnungsfähig. Demnach befand sich der 47-Jährige in einem "manisch-psychotischen Zustand", der einer Geisteskrankheit zuzuordnen sei.[10]

Die Straße auf den Gaisberg in der Stadt Salzburg, ein beliebtes Ausflugsziel bei schönem Wetter, wurde am kommenden Samstag und Sonntag für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Unterstützung erhält der Salzburger Bürgermeister von Stadtpolizeikommandant Manfred Lindenthaler: „Wir patrouillieren verstärkt durch die Stadt, insbesondere auch an den Salzach-Kais, lösen Menschenansammlungen auf und müssen leider auch immer wieder Strafen aussprechen. Sich nicht an die Vorgaben zu halten ist kein Kavaliersdelikt, sondern unvernünftig, gefährlich und daher strafbar!“ Die Sperre der Gaisbergstraße sei da nur eine logische Konsequenz.

3. April, Freitag

Brauereien helfen Wirten und setzen Pachtzahlung bis Ende April aus.

Verdopplungszeit in Salzburg „gute“ 15,9 Tage

Die Kurve der Genesungen ist im Bundesland gestiegen. Von den bisher 1.049 positiv Getesteten sind schon 180 wieder gesund geworden. Die Tageswachstumsrate bei den bestätigten Krankheitsfällen lag am Freitag um 13.00 Uhr im 24-Stunden-Vergleich bei 3,7 Prozent, der Drei-Tagesschnitt bei 4,4 Prozent. Die Verdoppelungszeit beträgt derzeit 15,9 Tage, was bei Experten als sehr guter Wert einer Verbesserung gilt, bundesweit ein Spitzenwert.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Gründe) hatte die Verdopplungszeit von 14 Tagen am Donnerstag in Wien als wünschenswertes Ziel für ganz Österreich genannt. Auch die Anzahl der Tests in Salzburg stieg wieder an, Donnerstag wurden 646 Tests gezählt, Freitag 855.[11]

4. April, Samstag
Am Wochenende 4./5. April 2020 war die Zufahrt mit Autos oder Motorrädern auf den Gaisberg gesperrt. Damit sollten große Menschenansammlungen verhindert, die Ausbreitung des Corona-Virus damit eingedämmt werden.
Weniger Salzburger Spitalsmitarbeiter in Quarantäne

Die Zahl jener Mitarbeiter von Salzburger Spitälern, die sich wegen der Corona-Pandemie in Quarantäne befinden, sinkt. Das teilte das Land Salzburg mit. Zur Zeit seien alle Stationen in allen Krankenhäusern in Betrieb. Derzeit befinden sich insgesamt 188 Beschäftigte von Spitälern in Salzburg in Isolation, 80 davon arbeiten an den Salzburger Landeskliniken (SALK). Vor knapp zwei Wochen hatten sich dort noch 278 Mitarbeiter in Quarantäne befunden.

Im Bundesland Salzburg waren zwei Männer im Alter von 92 und 85 Jahren verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 in Salzburg auf 14.

Mit 69 Anzeigen am heutigen Samstag lag Salzburg vor Niederösterreich mit 36 und noch hinter Oberösterreich mit 109 Anzeigen. 258 Anzeigen gab es an diesem Samstag in Tirol.[12]

5. April, Palmsonntag

Insgesamt 47 Bewohner und Mitarbeiter von Seniorenwohnheimen in Salzburg wurden bis heute positiv auf das Corona-Virus getestet. Im Bundesland Salzburg gibt es insgesamt 75 Seniorenwohnheime mit rund 5 200 Betten.

Die Öffnung der Großglockner Hochalpenstraße nach ihrer Wintersperre ist ungewiss. Wegen der Corona-Krise wird die Schneeräumung mit den Wallack-Pflügen samt dem traditionellen Durchstich nicht im April stattfinden.

6. bis 12. April


Seit einigen Tage herrschten frühlingshaft warme Temperaturen um +20 °C.

6. April, Karwoche, Montag

Derzeit gab es in im Bundesland Salzburg 19 Gemeinden ohne bekannten Corona-Fall. Laut Mitteilung des Landes Salzburg waren dies (in alphabetischer Reihenfolge) mit Stand Sonntag, 5. April, 19 Uhr: Annaberg, Dienten am Hochkönig, Dorfbeuern, Göriach, Hintersee, Hollersbach im Pinzgau, Hüttschlag, Köstendorf, Lessach, Muhr, Neumarkt am Wallersee, Nußdorf am Haunsberg, Ramingstein, Rußbach am Paß Gschütt, Scheffau am Tennengebirge, St. Koloman, Thomatal, Weißpriach und Zederhaus.

Die chinesische Stadt Shanghai hatte ihrer österreichischen Partnerstadt Salzburg 3 000 medizinische und 18 000 reguläre Schutzmasken für Ärzte, Pfleger und Patienten der Landeskliniken gespendet. Auch die Kosten für die Luftfracht nach Wien wurden von der chinesischen Millionenstadt übernommen. Eingefädelt hatten die Lieferung der frühere Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden und seine Frau Jianzhen.[13]

Die Salzburger Pfingstfestspiele für den 29. Mai bis 1. Juni für 2020 wurden wegen des heute von der Bundesregierung präsentierten Veranstaltungsverbots bis Ende Juni abgesagt.

Mit heutigem Stand gab es im Bundesland Salzburg bisher 16 Todesopfer.

8. April, Karwoche, Mittwoch

20 Menschen im Alter von 67 bis 96 Jahren waren in Salzburg bisher verstorben. 94 Menschen waren im Krankenhaus, davon 19 auf der Intensivstation.

Das Electric Love Festival, das heuer vom 9. bis 12. Juli am Salzburgring hätte steigen sollen, musste heute im Zuge der Corona-Krise abgesagt werden.

9. April, Gründonnerstag
Sperren von Ausflugszielen am Osterwochenende

Nach dem Ansturm auf die Parkplätze für Wanderungen ins Bluntautal und zum Gollinger Wasserfall am Palmsonntag werden diese am Osterwochenende von der Marktgemeinde Golling an der Salzach gesperrt. Ebenso wird die Sperre der Gaisberg-Landesstraße auf den Gaisberg für den Individualverkehr wiederholt. Auch die Gemeinde St. Gilgen sperrt die Parkplätze in St. Gilgen am Osterwochenende für Ausflügler. Viele Zweitwohnungsbesitzer würden sich zu Ostern in St. Gilgen aufhalten, falls noch viele weitere Menschen in der Gemeinde Erholung suchten, könnte es zu größeren Menschenansammlungen kommen, begründete ein Mitarbeiter der Gemeinde auf APA-Anfrage die Parkplatz-Sperre. Bereits sei Tagen ist auch der beliebte Klettergarten Plombergstein in der Gemeinde gesperrt. In Hof bei Salzburg sind seit 3. April die Zufahrtstraßen zum Parkplatz des gemeindeeigenen Naturstrandbades am Fuschlsee gesperrt, davon ausgenommen sind dort wohnende Anrainer.

Die Stadt Salzburg wird ab Dienstag nach Ostern, 14. April, u.a. wieder alle städtischen Parks und Hundewiesen öffnen. Die Spielplätze bleiben aufgrund einer kommenden neuen Verordnung des Landes bis 30. April geschlossen.

Zum ersten Mal seit mehr als 300 Jahren fällt in Großarl das Ölbergsingen aus.

Das Jägerbataillon Salzburg "Erzherzog Rainer" wird mobilgemacht: Die 3. Jägerkompanie wurde ausgewählt und wird mit 4. Mai für den Covid-19-Einsatz ausgebildet. Der Einsatzbeginn wurde mit 18. Mai 2020 festgelegt.

Spielplätze bleiben bis 30. April geschlossen, Nutzung der Zweitwohnsitze für Besitzer erlaubt, Vermietung an Gäste nicht gestattet.

10. April, Karfreitag
Ohne Beschränkungen wären es heute mehr als 4 000 Infizierte

Eine Simulation der Landesstatistik zeigt, dass ohne Umsetzung der Maßnahmen mit Stand heute, 10. April, die Zahl der Infizierten auf mehr als 4 000 gestiegen wäre. „Wenn man nichts getan hätte, wären die Infektionen auf fast das Vierfache des tatsächlichen Standes angestiegen. Auch die Zahl der Genesenen hätte bei der hohen Wachstumsrate nur zu einem geringen Rückgang geführt“, erklärt der Statistiker Gernot Filipp, der fortsetzt: „Wir sind bei der Simulation von einem realistischen Szenario ausgegangen. Schrittweise haben wir die Berechnung auf eine Wachstumsrate von 15 Prozent angepasst“. Die Anzahl der stationären Patienten wären in diesem Berechnungsmodell ebenfalls massiv angestiegen. Heute wären ohne Maßnahmen zirka 530 Patienten in stationärer Behandlung im Krankenhaus gewesen. Darüber hinaus müssten mehr als 100 Menschen auf der Intensivstation betreut werden. Würde man von dem simulierten Anstieg ausgehen, wären bereits mehr als 70 Verstorbene im Bundesland Salzburg zu beklagen. „Je später man reagiert, desto länger dauert das exponentielle Wachstum an. Das abzufangen ist fürs Erste in Salzburg gelungen.“, sagt Filipp.

Sperre der Seilbahnen in Salzburg bis Ende April. Die Seilbahnen waren seit 16. März wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in Betrieb.

13. bis 19. April


13. April, Ostermontag

Das Land Salzburg hat am Montag die Aufhebung der Quarantäne in acht Gemeinden im Pinzgau und Pongau verkündet, nur jene in Altenmarkt ist um zwei Tage bis Mittwoch verlängert worden.

14. April, Dienstag

In Salzburg waren bisher 1 194 Personen positiv getestet: Stadt Salzburg 141, Flachgau 189, Tennengau 67, Pongau 429, Lungau 23, Pinzgau 345. 391 Infizierte hielten sich im Bundesland auf, 777 Personen waren genesen, 97 noch in Krankenhäusern, 19 davon auf der Intensivstation. 26 Personen waren bis heute verstorben. In Salzburg waren aktuell mehr als 2 430 Menschen isoliert („abgesondert bzw. verkehrsbeschränkt"). Insgesamt wurden bisher 12 611 Tests durchgeführt. In elf Seniorenhäuser waren heute Personen mit dem Virus infiszert, 39 positiv getestete Bewohner, davon befanden sich zwei in ihrem Seniorenwohnheim und 27 im Krankenhaus. Eine Person war bereits genesen und neun waren verstorben. Die Personal-Situation in den betroffenen Seniorenwohnhäusern stellte folgendermaßen dar: 201 Mitarbeiter waren aus unterschiedlichen Gründen aktuell nicht einsetzbar, 22 davon befanden sich in Quarantäne.

Der FC Zell am See überlegte einen Ausstieg aus der Salzburger Liga.

15. April, Mittwoch

Ab heute waren die Gemeinden Zell am See, Saalbach-Hinterglemm, Bad Gastein, Bad Hofgastein, Dorfgastein, Flachau, Großarl und Hüttschlag wieder mit den öffentlichen Verkehrsmittlen zu erreichen - ihre Quarantäne wurde bereits vor zwei Tagen aufgehoben. Die Züge der ÖBB hielten wieder im Gasteinertal. Es werden weiterhin die angepassten, reduzierten Fahrpläne angeboten.

Französische Patienten in Salzburg: Ein Patient konnte nach zwei negativen Testungen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Er wurde mit der Flugambulanz nach Metz (FRA) geflogen. Zwei weitere Patienten werden weiterhin auf der Intensivstation behandelt, meldet das Uniklinikum Salzburg.

16. April, Donnerstag

Aufgrund der sinkenden Anzahl von neu auftretenden Covid-19-Erkrankungen und den Lockerungen einiger Maßnahmen in definierten Bereichen des täglichen Lebens soll nun parallel dazu der Regelbetrieb in den Krankenanstalten schrittweise wieder aufgenommen werden.

​Auch am kommenden Wochenende, 18. und 19. April, wird die Straße auf den Gaisberg am Samstag und Sonntag von 09:00 bis 17:00 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. Ausgenommen sind Anrainer, Einsatz- und Versorgungsfahrten.

17. April, Freitag

Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August 2020 erteilte die Regierung heute eine Absage. Die Abhaltung der Salzburger Festspiele stand somit weiterhin an der Kippe.[14]

875 Personen sind genesen, 309 Infizierte halten sich im Bundesland auf. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 beläuft sich im Bundesland Salzburg auf 28.

Patient in Salzburg erhielt erstmals Spender-Plasma

Am Uniklinikum Salzburg wurde nun erstmals ein Corona-Patient mit Blutplasma eines bereits genesenen Covid-19-Erkrankten behandelt. Am Freitagabend vermeldete das Land eine erste Zwischenbilanz: "Der Patient konnte selbst keine Antikörper bilden. Er hat daher zwei Beutel erhalten und zeigt deutliche Anzeichen einer Besserung", berichtete Alexander Egle, medizinischer Leiter des Covid-Hauses.

Hergestellt wurde das Rekonvaleszenten-Plasma im Universitätsinstitut für Transfusionsmedizin in Salzburg. Dieses hat nach einem Aufruf des Roten Kreuzes zahlreiche Spender gefunden, laut ORF sollen sich rund 50 Freiwillige gemeldet haben. Am Donnerstag wurde die erste derartige Spende abgenommen und dem Patienten auf der Intensivstation verabreicht. Die Ärzte in Salzburg wollen jedenfalls auf Vorrat produzieren. Das Plasma sei im gefrorenen Zustand zwei Jahre lang haltbar. Nun würden so viele geheilte Plasma-Spender wie möglich gesucht.

20. bis 26. April


21. April, Dienstag

Mit 105 Corona-Virus-Patienten im Covid-Haus des Salzburger Uniklinikums waren heute so viele Erkrankte wie noch nie in stationärer Behandlung. Zudem meldete das Uniklinikum einen weiteren Todesfall. Es handelt sich um einen 85-jährigen Mann. Die Zahl der Covid-Verstorbenen in Salzburg ist damit auf insgesamt 31 angestiegen.

22. April, Mittwoch

Heute wurde verschiedene Wiedereröffnungen bekannt (siehe weiter unter bei den Datumseinträgen). Die Öffnung von Zoo und Wasserspielen in Hellbrunn waren aktuell noch nicht fixiert. Noch keine Entscheidung gab es auch zum Aufsperren der Freibäder.

23. April, Donnerstag

Die Zahl der bisher in Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen beträgt 1 222. Davon waren bereits wieder 1 008 Personen genesen, es gab noch 181 Infizierte im Bundesland und 33 Personen waren bisher verstorben.

25. April, Samstag

Am Samstag nahm der Gaisbergbus seinen 90-minütigen Linienbetrieb wieder auf, die Zufahrt für den Individualverkehr auf den Berg blieb offen. Der große Grünmarkt findet diesen und nächsten Samstag noch in eingeschränkter Form mit Lebensmitteln und Blumen statt. Bis zum 15. Mai (generelle Öffnung der Gastronomie nach Bundesvorgaben) gibt es auf den Märkten in der Stadt noch keine Würstelstände. Das wurde mit den Betreibern so besprochen.

26. April, Sonntag
Der Lungau ist Corona-frei

Als erster Bezirk in Salzburg meldet der Lungau derzeit keinen einzigen Corona-Fall mehr. Die bisher 23 positiv getesteten Personen sind alle genesen.

Insgesamt stieg die Zahl der bisher in Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen am Samstag um zwei auf 1 228, davon waren 1 055 Personen laut Daten des Landes genesen, 33 verstorben. 140 Infizierte halten sich demnach aktuell im Bundesland auf.

Auf die Bezirke verteilen sich diese Zahlen folgendermaßen:

Pongau: 434 positiv Getestete, 380 Genesene, 14 Verstorbene, 40 Infizierte aktuell im Bezirk
Pinzgau: 359 positiv Getestete, 315 Genesene, 8 Verstorbene, 36 Infizierte aktuell im Bezirk
Flachgau: 200 positiv Getestete, 153 Genesene, 7 Verstorbene, 40 Infizierte aktuell im Bezirk
Stadt Salzburg: 144 positiv Getestete, 123 Genesene, 2 Verstorbene, 19 Infizierte aktuell im Bezirk
Tennengau: 68 positiv Getestete, 61 Genesene, 2 Verstorbene, 5 Infizierte aktuell im Bezirk

27. April bis 3. Mai


27. April

Ab heute wurde die Parkraumbewirtschaftung in der Stadt Salzburg wieder eingeführt. Gestraft wurde aber erst ab Donnerstag (Schranne).

30. April

Die Schranne feierte ihr Wiederauferstehen.

Mai


  • Salzburgs Freibäder sperren am 29. Mai auf.
  • 9. Mai: Die Stadt Salzburg vermeldet erstmals keine Corona-Infizierten mehr. Die Stadt Salzburg hatte offiziell keine an Covid-19-Erkrankten mehr. Ausnahme war das Covid-Haus der Landeskliniken, wo aktuell noch 28 Personen mit schweren Symptomen behandelt wurden. Die Zahlen im Detail:
Die Zahl der bisher in Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen betrug 1 235 (keine Veränderung in den vergangenen 24 Stunden). 1 158 Personen waren genesen, 36 verstorben, 41 Infizierte hielten sich im Bundesland auf. 28 Personen befanden sich im Krankenhaus, davon zwei in einer Intensivstation (die letzte Person aus Frankreich war genesen und bereits in ihre Heimat zurückgekehrt).
Bezirksübersicht: Flachgau: 17 aktiv Infizierte, Lungau: 0 aktiv Infizierte, Pinzgau: zehn aktiv Infizierte, Pongau: zwei aktiv Infizierte, Stadt Salzburg: 0 aktiv Infizierte und Tennengau: zwei aktiv Infizierte;
  • 15. Mai: Die Gastronomie hatte wieder aufgesperrt - auch in der Stadt Salzburg. Das war für die Salzburger Bürgergarde heute am Freitag ein Grund, ihrer Freude mit Kanonenschüssen Ausdruck zu verleihen. Auf dem Alten Markt wurde um 11 Uhr die Wiedereröffnung der Gastronomie gefeiert - mit drei Salutschüssen der Salzburger Bürgergarde. Bürgermeister Harald Preuner bedankte sich für die Geduld und das Verständnis aller Beteiligten für die wochenlangen, strengen Maßnahmen - auch im Namen von Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler und Vizebürgermeister Bernhard Auinger. Im Anschluss wurde symbolisch ein Bierfass "angezapft" - und das süffige Augustiner Bier aus München auch gleich verkostet.
Vizekanzler Kogler verkündete heute u. a., dass ab 1. Juli Kunst- und Kulturveranstaltungen bis 250 Personen, ab 1. August Veranstaltungen bis zu 500 Personen stattfinden dürfen. Für 500 bis 1 000 Personen sollen Events nur mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen möglich sein. Hygienemaßnahmen und Regeln bezüglich Einlass und Verhaltensregeln sollen noch vorgelegt werden. In diesem Zusammenhang sagte Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sagte, dass die Salzburger Festspiele heuer im August in einer deutlich abgespeckten Form stattfinden werden. Sicher sei, dass es im 100. Jahr der Festspiele "Jedermann"-Aufführungen geben werde.
  • 19. Mai: Die Polizei in Salzburg hatte bis zum 19. Mai genau 1 551 Anzeigen und 154 Organmandate wegen Missachtung der Covid-Maßnahmen ausgestellt.
  • 20. Mai: Alle 75 Seniorenwohnhäuser wurden durchgetestet. In Summe waren elf Häuser im Bundesland Salzburg mit 51 positiv getesteten Bewohnern und 31 Mitarbeitern betroffen. Dabei wurden Abstriche von insgesamt 4 685 Mitarbeitern sowie rund 4 583 Bewohnern genommen.
  • 22. Mai: Ab heute konnte man das große und das Kleine Deutsche Eck für die Durchreise für touristische Zwecke sowie für Familienbesuche ohne Halt in Deutschland wieder benutzen. Für die Durchreise für touristische Aufenthalte innerhalb Österreichs gelte eine Nachweispflicht - beispielsweise durch eine Buchungsbestätigung, Rechnung oder bei Ferienwohnungen eine Meldebes Das "Kleine Deutsche Eck" konnte bisher nur von Personen, die in der kritischen Infrastruktur und in der Daseinsvorsorge tätig sind sowie von medizinischem Personal, Mitgliedern von Blaulichtorganisationen oder Berufspendlern passiert werden. Auch wer eine medizinische Leistung unbedingt in Anspruch nehmen musste, durfte die Grenze passieren. Aus "besonders berücksichtigungswürdigen Gründen" waren zuletzt auch Besuche von nahen Verwandten gestattet.cheinigung. Nach wie vor nicht erlaubt ist es laut Land jedoch, die Grenzen für Einkaufsfahrten nach Deutschland oder für Ausflüge in Deutschland zu passieren.
  • 26. Mai: Die Zahl der bisher im Land Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen beträgt 1 239, 38 Personen waren verstorben, neun Infizierte hielten sich im Bundesland auf.

Juni


Ereignisse

Corona-Schnelltest aus Salzburg

Am 11. Februar 2020 wurde bekannt, dass die in Thalgau im Flachgau beheimatete Firma Procomcure selbst entwickelten Corona-Schnelltest auf den Markt bringen will. Geschäftsführer Kamil Önder hatte mit seinen zehn Mitarbeitern diesen Schnelltest schneller entwickelt als milliardenschwere Pharmariesen. Bereits im Stadium des Zulassungsverfahren lag eine Bestellung aus Wuhan, China, über 50 000 Schnelltests vor. Das Produkt namens „Phoenix Dx“ werde knapp über dem Selbstkostenpreis abgegeben, sagt Önder. Mitte Februar 2020 erhielt dann das Unternehmen die Zulassungsgenehmigung für den Schnelltest.

Dass die Salzburger Landeskliniken (SALK) auf die Produkte aus Thalgau verzichten, bezeichnet Önder als tragikomisch. „Das Produkt ist gut genug für das Ausland, aber nicht für die Region.“ Er habe den SALK angeboten, kostenlos so viele Packungen zu liefernwie gewünscht. Das sei abgelehnt worden. Stattdessen habe man von ausländischen Pharmafirmen alle Präparate zugekauft, um weitaus umständlicher im Labor testen zu können. Eine SALK-Sprecherin sagt, das Angebot sei zu spät gekommen. „Wir hatten uns zu diesem Zeitpunkt schon für einen anderen Weg entschieden.“ Procomcure habe nicht kostenlos, sondern nur verbilligt angeboten.

"Ich heiße Corona"

Zwei Salzburgerinnen mit dem seltenen Vornamen Corona erlebten im März allerhand.

"Es ist die Hölle auf Erden", sagte die Corona aus Straßwalchen. Seit Ausbruch des Corona-Virus müsse sie sich ständig dumme Scherze und abfällige Sprüche wegen ihres Vornamens anhören. "Ich werde zum Beispiel gefragt, ob ich ansteckend bin." Wo immer sie hinkomme, sei ihr Name Thema - ob bei der Führerscheinkontrolle, beim Zugfahren oder zuletzt bei der Lehrabschlussprüfung. Sie verfolge die Berichterstattung zu dem Virus nicht mehr. "Ich habe auch mein Profil auf Facebook und Instagram gelöscht." Viele Leute würden sie schief anschauen und einen Bogen um sie machen, schildert Corona. "Sie verhalten sich so, als ob nicht das Virus die Lungenkrankheit übertragen würde, sondern mein Name." Bei der Benennung des Virus habe offenbar kein Mensch an die Frauen mit diesem Vornamen gedacht.

Auch Corona vom Forum Familie Tennengau wird dieser Tage oft auf ihren Taufnamen angesprochen. Beleidigende Bemerkungen habe sie bisher aber nicht zu hören bekommen, sagt die gebürtige Abtenauerin. Im Gegenteil. "Ich bekomme von Freunden und Bekannten täglich nette Videos, Sticker und Memes auf mein Smartphone geschickt." Scherzhafte Bemerkungen nimmt Corona mit Humor. "Bisher waren sie alle lustig oder akzeptabel." Wenn sie sich derzeit bei Terminen in der Runde vorstelle, folge Gelächter. "Ich sehe das als Art Aufwärmer."

Der Landesstatistik stehen Vornamen bei den Geburten ab 1984 zur Verfügung. "Seither wurde in Salzburg nur ein Mädchen so genannt, in ganz Österreich waren es seit 1984 fünf Mädchen und eine Anna-Corona", sagt Leiter Gernot Filipp.

Freitag, 13. März: Hamsterkäufe

Am Freitag, den 13. März, wurden in ganz Österreich Hamsterkäufe gemeldet. Auch im Bundesland Salzburg gingen Bilder durch die sozialen Netze, die komplett leergeräumte Regale in Hofer-Geschäften in Grödig und der Stadt Salzburg sowie in Merkur-Geschäften in der Stadt Salzburg zeigten. Neben Nudeln und Dosengerichten wurde vor allem Toilettenpapier wurde gehamstert. Auch Gemüse soll in manchen Einkaufsmärkte komplett ausverkauft gewesen sein. Im Laufe des Tages tauchten auf der Internetseite "willhaben.at" Toilettenpapierangebote auf, etwa zwei Packungen Klopapier um 100 Euro oder auch einzelne Rollen zu Preisen zwischen 10 und 50 Euro das Stück.[15] Die Hamsterkäufe setzten sich Samstagfrüh österreichweit fort. So wird von einer Hofer-Filiale in Wien berichtet, die eine Stunde nach Öffnung bereits leer gekauft war.[16]

Sonntag, 22. März

Im Pongau schienen bei einem 58-jährigen Mann in einem Mehrparteienhaus die Nerven in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie bereits blank gelegen sein. Er drohte seiner 65-jährigen Nachbarin verbal mit dem Umbringen, da diese ständig Hustenanfälle habe, berichtete die Polizei Salzburg am Sonntag. Der Mann wird bei der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt.[17]

Zweitwohnungsbesitzer "besuchten" Gemeinden, die unter Quarantäne gestellt waren

31. März: In den sechs mit 19. März unter Quarantäne gestellten Salzburger Gemeinden waren Besuche von Zweitwohnsitzen bei Einhaltung der allgemeinen Kontakt- und Abstandsregeln zuletzt weiter erlaubt. Doch nach Kritik schärfte das Land nun nach. Laut den aktuellen Verordnungen der zuständigen Bezirkshauptmannschaften im Pinzgau und Pongau dürfen Personen nicht mehr zu ihren Nebenwohnsitzen fahren. Bewohner einzelner gesperrter Gemeinden hatten der APA zuletzt von auffallend vielen Fahrzeugen mit Wiener Kennzeichen, aber auch Autos aus Deutschland oder Schweden berichtet.

Für Gerhard Steinbauer, ÖVP-Bürgermeister der von den Quarantänemaßnahmen betroffenen Gemeinde Bad Gastein, hatte die adaptierte Verordnung sogar Vorteile. "Die Zunahme der positiven Corona-Fälle im Gasteinertal war zuletzt nur halb so hoch wie im restlichen Pongau. Wenn das schon so ist, dann wollen wir uns nicht wieder mehr neue Fälle ins Tal ziehen, schon gar nicht mit Zweitwohnsitzbesitzern, die vielleicht aus der Stadt fliehen."

Weblink

Quellen

aufgrund der Vielzahl von Daten werden nicht alle Detail-Quelllinks angeführt, als Quellen dien(t)en - sofern nicht anders angeführt - die Salzburger Nachrichten online

Einzelnachweise

  1. orf.at
  2. www.sn.at 15. März 2020
  3. Salzburger Nachrichten vom 13. März 2020
  4. www.sn.at, 14. März 2020
  5. SN
  6. Salzburger Nachrichten vom 19. März 2020
  7. www.facebook.com/photo.php
  8. www.facebook.com/photo.php, letztmalig am 30. März abgefragt
  9. www.sn.at vom 31. März 2020
  10. www.sn.at
  11. salzburg.orf.at, 3. April 2020
  12. www.sn.at, 5. April 2020
  13. Salzburg24.at vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/shanghai-spendet-21-000-schutzmasken-an-stadt-salzburg-85895563 6. April 2020
  14. www.sn.at, 17. April 2020
  15. futurezone.at/digital-life, abgefragt am 13. März 2020 und www.sn.at
  16. Quelle Facebook, abgefragt am 14. März 2020
  17. Salzburger Nachrichten vom 22. März 2020
Übersicht über die Beiträge zum Thema Infektionskrankheit Covid-19